Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E13101000
E3R E15101000
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

32001R0761 EMASV-II Anh5 ;
EURallg;
UMG 2001 §13 Abs2 Z3;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Die EMAS-V römisch zwei verlangt ua, dass der Umweltgutachter in Ausübung seiner Tätigkeit unabhängig - insbesondere unabhängig von dem Betriebsprüfer oder Berater der Organisation - unparteilich und objektiv zu sein habe. Diese Anforderungen stellt auch das nationale Begleitgesetz (UMG) an Umweltgutachter.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X01

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X01

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E13101000
E3R E15101000
001 Verwaltungsrecht allgemein
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

32001R0761 EMASV-II Anh5 ;
EURallg;
UMG 2001 §13 Abs2 Z3;
UMG 2001 §5 Abs3;
VwRallg;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Dass einerseits ein Teammitglied der bf Umweltgutachterorganisation bei einer Umweltprüfung eines Betriebs als selbständiger Berater, andererseits der leitende Umweltgutachter der bf Partei validierend im Rahmen einer EMAS-Begutachtung für diesen Betrieb tätig waren, steht den Anforderungen betreffend die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der EMASV römisch zwei und des UMG 2001 entgegen. Dass die beiden genannten Personen in keinem Dienstverhältnis zur bf Umweltgutachterorganisation stehen, sondern auf Werkvertragsbasis tätig würden, ist dabei ohne Relevanz. Die Materialien [Erläuterungen zur Regierungsvorlage zum UMG 2001 (352 der Beilagen zu den Sten. Protokollen des NR, S. 29) zu Paragraph 5, Absatz 3, legcit]zeigen es ganz deutlich, dass die im Beschwerdefall vorliegende Konstellation mit dem Gebot der Unabhängigkeit nicht zu vereinbaren ist.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X02

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X02

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E13101000
E3R E15101000
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

32001R0761 EMASV-II Anh5 ;
EURallg;
UMG 2001 §13 Abs2 Z3;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Nach Punkt 5.2.1. des Anhangs römisch fünf der EMASV römisch zwei kommt es ua darauf an, dass "die Organisation und deren Personal keinem kommerziellen, finanziellen oder sonstigen Druck unterliegen, der ihr Urteil beeinflussen oder das Vertrauen in ihre Unabhängigkeit und Integrität bei ihrer Tätigkeit in Frage stellen könnte". Ausgehend von der Fallkonstellation, wonach einerseits ein Teammitglied der bf Umweltgutachterorganisation bei einer Umweltprüfung eines Betriebs als selbständiger Berater, andererseits der leitende Umweltgutachter der bf Partei validierend im Rahmen einer EMAS-Begutachtung für diesen Betrieb tätig waren, kam es daher weder darauf an, in welchem Verhältnis der leitende Gutachter zu dem als Gutachter tätig gewesenen Teammitglied stand, noch welche anderen Berufstätigkeiten dieses Teammitglied ausführte. Auch ist für die diesbezügliche Beurteilung nicht wesentlich, ob das genannte Teammitglied bei der in Rede stehenden Begutachtung für die bf Umweltorganisation tätig war. Da die Möglichkeit einer Einflussnahme des Teammitgliedes auf das Ergebnis der vorgenommenen Validierung unter den gegebenen Umständen nicht ausgeschlossen werden konnte, kam es auch nicht darauf an, ob und wie dieses Teammitglied allenfalls den leitenden Umweltgutachter beeinflusste.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X03

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X03

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E3R E13101000
E3R E15101000
001 Verwaltungsrecht allgemein
59/04 EU - EWR
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

11997E049 EG Art49;
32001R0761 EMASV-II Anh5 ;
32001R0761 EMASV-II;
EURallg;
UMG 2001 §1 Abs1;
UMG 2001 §5 ;
UMG 2001 §5 Abs3;
VwRallg;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Die Erläuterungen zur Regierungsvorlage zum UMG 2001 (352 der Beilagen zu den Sten Protokollen des NR, S 28) führen zu Paragraph 5, UMG 2001 allgemein Folgendes aus: "Die Zulassung als Umweltgutachter ist sowohl für Umweltgutachterorganisationen als auch für Umwelteinzelgutachter möglich. Diese beiden Möglichkeiten sind explizit in der EMASV römisch zwei vorgesehen. Alle gutachterlich tätigen Personen müssen dabei die Voraussetzung gemäß Anhang römisch fünf insbesondere des Abschnittes 5.2. sowie die Anforderungen an die Zulassung gemäß diesem Bundesgesetz erfüllen.

Umweltgutachterorganisationen müssen insbesondere gemäß Anhang römisch fünf Abschnitt 5.2.1 der EMASV römisch zwei eine entsprechende Organisationsstruktur aufweisen sowie die Anforderungen an die Unabhängigkeit und Integrität gemäß Anhang römisch fünf erfüllen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Organisation insgesamt ausreichend qualifiziert und unabhängig ist, um Begutachtungen durchzuführen. Darüber hinaus werden Anforderungen an die Mitarbeiter der Organisationen gestellt. So muss die Organisation die Anforderungen hinsichtlich der Unabhängigkeit und Integrität gemäß Anhang römisch fünf der EMASV römisch zwei und Paragraph 2, erfüllen." Paragraph 5, Absatz 3, UMG 2001 dient demnach der Umsetzung der in der EMASV römisch zwei grundgelegten Verpflichtung der Unparteilichkeit und steht unzweifelhaft im Einklang mit den Grundfreiheiten.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X04

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X04

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UMG 2001 §4 Abs2;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Paragraph 4, Absatz 2, UMG 2001 sieht die Einrichtung eines ständigen Zulassungskomitees "zur Beratung in allen Fragen der Zulassung und Aufsicht sowie der Bestellung der Sachverständigen" vor. Aus der im Gesetz vorgesehenen Beratungstätigkeit des ständigen Zulassungskomitees ergibt sich aber keine Ermächtigung zur Erlassung allgemein verbindlicher Regelungen in Bezug auf das Zulassungsverfahren und die in diesem Zusammenhang vorzulegenden Unterlagen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X05

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X05

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E13101000
E3R E15101000
001 Verwaltungsrecht allgemein
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

31993R1836 EMASV;
32001R0761 EMASV-II;
EURallg;
UMG 2001 §3 Abs4 Z2;
UMG 2001 §3;
VwRallg;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Gemäß den Erläuternden Bemerkungen zu Paragraph 3, Absatz 4, Ziffer 2, UMG 2001 (352 der Beilagen zu den Sten Prot des NR, römisch 21 Gesetzgebungsperiode muss nach der EMASV römisch zwei auch das Personal des Umweltgutachters über eine geeignete Qualifikation und Ausbildung verfügen. Diese Forderung werde in Paragraph 3, präzisiert. Dazu sei ua der Nachweis einer Schulung von mindestens 20 Tagen in Zusammenhang mit der Durchführung von Umweltbetriebsprüfungen nach der Verordnung (EWG) Nr 1836/93 und der EMASV römisch zwei erforderlich vergleiche S 27 dieser Erläuterungen).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X06

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X06

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E01070000
E3R E02201010
E3R E13101000
E3R E15101000
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

31990R3037 Statistische Systematik Wirtschaftszweige EG;
32001R0761 EMASV-II;
EURallg;
UMG 2001 §3 Abs4 Z2;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Es ist offensichtlich, dass Kopien einer Beitragsvorschreibung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern nicht geeignet sind, den Nachweis für die vom Gesetz geforderte qualifizierte praktische Tätigkeit "in Zusammenhang mit der Durchführung von Umweltbetriebsprüfungen nach der EMASV (römisch zwei)" für die Sektoren 1.5 und 2 zu erbringen.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X07

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X07

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UMG 2001 §3 Abs1;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Paragraph 3, Absatz eins, UMG 2001 fordert, dass Teammitglieder die erforderliche Fachkunde entsprechend der in dieser Bestimmung festgelegten Voraussetzungen darzulegen haben.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X08

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X08

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UMG 2001 §3 Abs4 Z2;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Rein beobachtende Tätigkeiten genügen den gesetzlichen Vorgaben des Paragraph 3, Absatz 4, Ziffer 2, UMG 2001 nicht .

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X09

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X09

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

10

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AVG §37;
AVG §39 Abs2;
AVG §45 Abs2;
UMG 2001 §3 Abs4 Z2;
VwRallg;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2002/09/0200 E 15. September 2004 RS 3 (hier ohne den letzten Satz)

Stammrechtssatz

Die Mitwirkungspflicht trifft eine Verfahrenspartei insbesondere dort, wo ein Sachverhalt nur im Zusammenwirken mit der Partei oder etwa durch Vorlage von im Besitz der Partei befindlichen Beweismitteln geklärt werden kann. Zur Mitwirkungspflicht der Partei ist es des Weiteren auch erforderlich, dass sie im Falle eines Antrages auf Einvernahme eines bestimmten Zeugen das Beweisthema konkret bezeichnet.

Schlagworte

Verfahrensgrundsätze im Anwendungsbereich des AVG Offizialmaxime Mitwirkungspflicht Manuduktionspflicht VwRallg10/1/1 Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Mitwirkungspflicht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X10

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X10

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

11

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2001/08/0096 E 15. März 2005 RS 1 (hier nur erster Satz)

Stammrechtssatz

Dem Verfahrenskonzept des AVG liegt grundsätzlich nicht das Prinzip der Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme zu Grunde (Hinweis Walter/Thienel, Verwaltungsverfahrensgesetze römisch eins, Paragraph 46, AVG, E 80). Auf Grund des Prinzips der Unbeschränktheit der Beweismittel (Paragraph 46, AVG) kann die Behörde daher auch amtliche Niederschriften über die bereits vor der Unterbehörde, vor anderen Behörden, aber auch vor Gerichten erfolgten Einvernahmen von Zeugen dem Beweisverfahren zu Grunde legen. Sie hat die Beweismittel nach Gewährung von Parteiengehör hiezu - wie auch andere - zu würdigen und allfällige Widersprüche - soweit sie Tatsachen betreffen, die für die Wahrheitsfindung im konkreten Fall bedeutsam sind - auf geeignete Weise aufzuklären oder im Rahmen der Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Zeugen zu verwerten. Die neuerliche Einvernahme von Zeugen ist nur zu neuem, für die Entscheidung wesentlichem, Vorbringen der Parteien geboten. Auch das Auftreten von Ungereimtheiten oder gar Widersprüchen mit anderen zwischenzeitig vorliegenden Beweisergebnissen verpflichtet die Behörde nicht zur neuerlichen Einvernahme der Zeugen. Es ist vielmehr Aufgabe der Behörde, sich im Rahmen der Beweiswürdigung mit solchen Beweisergebnissen auseinander zu setzen (Hinweis E 16. Dezember 1997, 95/08/0312).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X11

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X11

Rechtssatz für 2003/07/0052

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17073 A/2006

Rechtssatznummer

12

Geschäftszahl

2003/07/0052

Entscheidungsdatum

07.12.2006

Index

83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UMG 2001 §1 Abs1;
UMG 2001 §31;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2003/07/0128 2003/07/0068

Rechtssatz

Umweltgutachter, die nach der Übergangsbestimmung des Paragraph 31, UMG 2001 übergeleitet werden, sind gemäß Paragraph eins, Absatz eins, legcit Umweltgutachterorganisationen und Umwelteinzelgutachter.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2006:2003070052.X12

Im RIS seit

12.01.2007

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2014

Dokumentnummer

JWR_2003070052_20061207X12