Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

93 Eisenbahn

Norm

EisenbahnG 1957 §34;
EisenbahnG 1957 §34a;
EisenbahnG 1957 §34b;
EisenbahnG 1957 §35;

Rechtssatz

In einem antragsbedürftigen Verwaltungsverfahren wie jenem, welches der Erteilung einer eisenbahnrechtlichen Betriebsbewilligung gemäß Paragraphen 34, ff EisenbahnG 1957 zum Gegenstand hat, bestimmt in erster Linie der Antragsteller, was Gegenstand dieses Verfahrens ist (Hinweis E vom 24. März 2004, 2001/04/0218, VwSlg 16323 A; E vom 21. Dezember 1987, 87/10/0051).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X01

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X01

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

93 Eisenbahn

Norm

EisenbahnG 1957 §31;
EisenbahnG 1957 §34;
EisenbahnG 1957 §35;

Rechtssatz

Schon aus der Systematik des EisenbahnG 1957 erschließt sich, dass es sich bei der eisenbahnrechtlichen Baugenehmigung und bei der eisenbahnrechtlichen Betriebsbewilligung um zwei voneinander zu unterscheidende Arten von Bewilligungen handelt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X02

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X02

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

93 Eisenbahn

Norm

EisenbahnG 1957 §31a Abs1;
EisenbahnG 1957 §31a Abs2;
EisenbahnG 1957 §34b;

Rechtssatz

Aus dem Wortlaut des Paragraph 34 b, EisenbahnG 1957 ergibt sich, dass auf die Ausstellung der dem Antrag auf Erteilung einer Betriebsbewilligung anzuschließenden Prüfbescheinigung lediglich Paragraph 31 a, Absatz 2, leg cit sinngemäß anzuwenden ist. Letztgenannte Bestimmung trifft Vorgaben, welche Personen oder Einrichtungen mit der Erstellung von Gutachten gemäß Paragraph 31 a, Absatz eins, EisenbahnG 1957 beauftragt werden dürfen. Diese Personen und Einrichtungen sind auch befugt, die gemäß Paragraph 34 b, EisenbahnG 1957 vorzulegende Prüfbescheinigung zu erstellen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X03

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X03

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

93 Eisenbahn

Norm

EisenbahnG 1957 §31a Abs1;
EisenbahnG 1957 §31a Abs2;
EisenbahnG 1957 §34b;

Rechtssatz

Paragraph 31 a, Absatz eins, EisenbahnG 1957 kommt im Verfahren zur Erteilung einer eisenbahnrechtlichen Betriebsbewilligung nicht zur Anwendung. Der Gesetzgeber hat in Paragraph 34 b, EisenbahnG 1957 ausdrücklich nur die Bestimmung des Paragraph 31 a, Absatz 2, EisenbahnG 1957 als für die Prüfbescheinigung sinngemäß anwendbar erklärt, woraus sich ergibt, dass die in Paragraph 31 a, Absatz eins, letzter Satz EisenbahnG 1957 normierte "widerlegbare Vermutung der Richtigkeit" zwar für die dem Antrag auf Erteilung einer eisenbahnrechtlichen Baugenehmigung beizugebenden Gutachten, nicht aber für die dem Antrag auf Erteilung der eisenbahnrechtlichen Betriebsbewilligung beizuschließende Prüfbestätigung relevant ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X04

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X04

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

93 Eisenbahn

Norm

EisenbahnG 1957 §34;
EisenbahnG 1957 §34b;
EisenbahnG 1957 §35;

Rechtssatz

Die Behörde hat bei der Erteilung einer eisenbahnrechtlichen Betriebsbewilligung gemäß Paragraphen 34, ff EisenbahnG 1957 nicht die Frage eines (noch) tolerierbaren Restrisikos, sondern die Frage zu beurteilen, inwieweit bei der verfahrensgegenständlichen Flüssiggasabfüllanlage ein sicherer Betrieb gewährleistet ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X05

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X05

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
93 Eisenbahn

Norm

AVG §52;
EisenbahnG 1957 §35 Abs1;
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Bei der Beurteilung der Frage, ob ein sicherer Eisenbahnbetrieb im Sinne des Paragraph 35, Absatz eins, EisenbahnG 1957 gewährleistet ist, handelt es sich um eine Rechtsfrage, deren Beurteilung der Behörde obliegt. Die Aufgabe von beigezogenen Sachverständigen ist es lediglich, jene sachverständigen Sachverhaltsgrundlagen zu liefern, die die Behörde zur Beurteilung der von ihr zu lösenden Rechtsfrage benötigt.

Schlagworte

Sachverständiger Aufgaben

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X06

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X06

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Die Behörde hat ein Gutachten eines Sachverständigen nicht nur auf seine Richtigkeit, Vollständigkeit und Schlüssigkeit hin zu prüfen (Hinweis E vom 12. Oktober 2004, 2003/05/0019, mwH), sondern sie ist auch gehalten, sich im Rahmen der Begründung des Bescheides mit dem Gutachten auseinander zu setzen und es entsprechend zu würdigen.

Schlagworte

Beweiswürdigung Wertung der Beweismittel Beweismittel Sachverständigenbeweis Gutachten rechtliche Beurteilung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X07

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X07

Rechtssatz für 2010/03/0100

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18609 A/2013

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

2010/03/0100

Entscheidungsdatum

24.04.2013

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Das Wesen einer vorgreifenden Beweiswürdigung besteht gemäß der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes darin, dass der Wert eines Beweises abstrakt (im Vorhinein) beurteilt wird (Hinweis E vom 10. Mai 2010, 2009/17/0084). Werden Beweise jedoch aufgenommen, ehe sie gewürdigt werden, ist eine vorgreifende Beweiswürdigung ausgeschlossen.

Schlagworte

Beweiswürdigung antizipative vorweggenommene

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030100.X08

Im RIS seit

04.06.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2010030100_20130424X08