Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2011/05/0163

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18565 A/2013

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2011/05/0163

Entscheidungsdatum

29.01.2013

Index

L78103 Starkstromwege Niederösterreich
L80006 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan
Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein
19/05 Menschenrechte

Norm

MRK Art6 Abs1;
ROG Stmk 1974 §34;
StarkstromwegeG NÖ 1979 §18;
StarkstromwegeG NÖ 1979 §20 litb;
StarkstromwegeG NÖ 1979 §20 litc;
StarkstromwegeG NÖ 1979 §20 litd;
VwRallg;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/05/0164 2011/05/0165 2011/05/0166 2011/05/0167 2011/05/0172 2011/05/0169 2011/05/0170 2011/05/0171 2011/05/0168

Rechtssatz

Fragen der Entschädigung sind jedenfalls Sache der Gerichte, selbst wenn die Verwaltungsbehörde keinerlei Entschädigung zugesprochen hat. Im B vom 27. Jänner 2009, 2007/06/0196, 0135, hat der VwGH betont, dass gemäß Artikel 6, Absatz eins, MRK über "civil rights", somit auch über den dort in Paragraph 34, Stmk ROG 1974 vorgesehenen Entschädigungsanspruch - dem Grunde und der Höhe nach - von einem "unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht ('Tribunal')" entschieden werden muss. Nichts anderes kann aber für den in Paragraph 20, Litera b, NÖ StarkstromwegeG 1979 genannten Sicherstellungsbetrag gelten, da dessen Festlegung - was auch aus Paragraph 20, Litera d, NÖ StarkstromwegeG 1979 erhellt - bloß der späteren Durchsetzung des Entschädigungsanspruches dient. Auch diese Festlegung kann nur bei Gericht bekämpft werden. Der Begründung, aus Paragraph 20, Litera c, NÖ StarkstromwegeG 1979 ergebe sich, dass "Fragen der Höhe der Entschädigung auf Grund der Sukzessivzuständigkeit der Zivilgerichte der Entscheidungsbefugnis des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend entzogen sind und laut Paragraph 20, Litera d, leg. cit. die Entscheidung über die vorläufige Sicherstellung dasselbe rechtliche Schicksal wie die eigentliche Bestimmung der Entschädigungshöhe haben müsse", kann daher nicht entgegengetreten werden.

Schlagworte

Organisationsrecht Justiz - Verwaltung Verweisung auf den Zivilrechtsweg VwRallg5/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011050163.X01

Im RIS seit

12.03.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2011050163_20130129X01

Rechtssatz für 2011/05/0163

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18565 A/2013

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2011/05/0163

Entscheidungsdatum

29.01.2013

Index

L78103 Starkstromwege Niederösterreich
10/10 Grundrechte
19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §68 Abs1;
MRKZP 01te Art1;
StarkstromwegeG NÖ 1979 §18;
StarkstromwegeG NÖ 1979 §7 Abs1;
StGG Art5;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/05/0164 2011/05/0165 2011/05/0166 2011/05/0167 2011/05/0172 2011/05/0169 2011/05/0170 2011/05/0171 2011/05/0168

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 99/05/0075 E 31. August 1999 RS 2 (hier: nur letzter Satz)

Stammrechtssatz

Nach Rechtskraft des starkstromwegerechtlichen Baubewilligungsbescheides kann der Eigentümer der durch den Bau der elektrischen Leitungsanlage betroffenen Grundstücke nicht mehr einwenden, die Inanspruchnahme seines Grundstückes liege nicht im öffentlichen Interesse, sie sei nicht notwendig, um einem Gebot des allgemeinen Besten zu entsprechen (Hinweis E VfGH 30.9.1976, B 183/75, VfSlg 7878 aus 1976,). Nach Rechtskraft des Baubewilligungsbescheides ist im Enteignungsverfahren nur mehr zu überprüfen, ob die vom ASt beanspruchten Enteignungsmaßnahmen zur Durchführung des Baues und des Betriebes der Leitungsanlage erforderlich sind.

Schlagworte

Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011050163.X02

Im RIS seit

12.03.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2011050163_20130129X02

Rechtssatz für 2011/05/0163

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18565 A/2013

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2011/05/0163

Entscheidungsdatum

29.01.2013

Index

L78103 Starkstromwege Niederösterreich

Norm

StarkstromwegeG NÖ 1979 §11 Abs2;
StarkstromwegeG NÖ 1979 §18;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/05/0164 2011/05/0165 2011/05/0166 2011/05/0167 2011/05/0172 2011/05/0169 2011/05/0170 2011/05/0171 2011/05/0168

Rechtssatz

Leitungsrechte kommen nur in jenen Fällen in Betracht, in denen - sei es nach der Art der Leitung, sei es nach ihrer Zweckbestimmung - kein zwingendes Interesse an einer dauerhaften Fixierung der Trasse besteht und eine Verlegung ohne besondere Schwierigkeiten möglich ist. (Hier: Es wurde festgestellt, dass eine Verlegung der Leitung im Sinne des Paragraph 18, Absatz eins, NÖ StarkstromwegeG 1979 mit unwirtschaftlich hohen Kosten verbunden wäre.)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011050163.X03

Im RIS seit

12.03.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2011050163_20130129X03

Rechtssatz für 2011/05/0163

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18565 A/2013

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2011/05/0163

Entscheidungsdatum

29.01.2013

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §47;
VwGG §48 Abs2 Z2;
VwGG §48 Abs3 Z2;
  1. VwGG § 47 heute
  2. VwGG § 47 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 47 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 47 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 47 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 47 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 47 gültig von 05.01.1985 bis 31.07.2004
  1. VwGG § 48 heute
  2. VwGG § 48 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 48 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  4. VwGG § 48 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VwGG § 48 gültig von 01.09.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  6. VwGG § 48 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 48 heute
  2. VwGG § 48 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 48 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  4. VwGG § 48 gültig von 01.01.1999 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VwGG § 48 gültig von 01.09.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  6. VwGG § 48 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2011/05/0164 2011/05/0165 2011/05/0166 2011/05/0167 2011/05/0172 2011/05/0169 2011/05/0170 2011/05/0171 2011/05/0168

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2009/05/0025 E 15. Mai 2012 RS 4

Stammrechtssatz

Da sowohl die belangte Behörde als auch die Mitbeteiligte zu beiden (verbundenen) Beschwerden jeweils wörtlich gleichlautende Gegenschriften erstattet hat, waren die Kosten für Schriftsatzaufwand nur je einmal zuzusprechen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2011050163.X04

Im RIS seit

12.03.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2011050163_20130129X04