Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §52;
AVG §53 Abs1;
AVG §7;
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 53 heute
  2. AVG § 53 gültig ab 01.09.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2025
  3. AVG § 53 gültig von 01.01.2014 bis 31.08.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 53 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. AVG § 53 gültig von 01.02.1991 bis 25.03.2009
  1. AVG § 7 heute
  2. AVG § 7 gültig ab 01.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. AVG § 7 gültig von 01.01.2008 bis 31.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  4. AVG § 7 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.2007

Rechtssatz

Die Befangenheit bezieht sich nur auf die jeweilige Person und nicht auf eine Behörde bzw. andere Bedienstete einer Behörde.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X01

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X01

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §52;
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Es ist unbedenklich, wenn sich der unbefangene Sachverständige auf fremde Unterlagen stützt, solange er selbst die sachverständigen Schlussfolgerungen zieht (Hinweis E vom 18. Dezember 2006, 2005/05/0273, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X02

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X02

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

L82109 Kleingarten Wien
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

KlGG Wr 1996 §16 Abs2;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Bei der gegenständlichen Konstruktion "in zweiter Ebene" kann es sich schon deshalb um keine Terrassenüberdachung handeln, weil der untere Teil der Konstruktion lediglich einen Rahmen darstellt und innerhalb desselben offen ist. Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet "überdachen" aber soviel wie "mit einem Dach versehen", etwa zum Schutz vor Witterungseinflüssen. Die gegenständliche Rahmenkonstruktion kann aber weder ihrer Funktion noch ihrem Aussehen nach als Überdachung angesehen werden. Die Behörde durfte sich daher für die Beurteilung der Vorschriftswidrigkeit der gegenständlichen Konstruktion nicht auf die Regelung des Paragraph 16, Wr KlGG 1996 betreffend Terrassenüberdachungen stützen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X03

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X03

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

L37159 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Wien
L80009 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Wien
L80409 Altstadterhaltung Ortsbildschutz Wien
L82009 Bauordnung Wien
L82109 Kleingarten Wien

Norm

BauO Wr §62a Abs1 Z14;
KlGG Wr 1996;

Rechtssatz

In der Wr BauO findet sich keine Definition des Begriffes "Pergola", ebensowenig im Wr KlGG 1996. Unter einer "Pergola" (= Rankgerüst) ist im Allgemeinen ein nicht überdeckter Laubengang in einer Gartenanlage zu verstehen, wobei die auf Stützen liegenden Unterzüge ein Gebälk tragen, das von Pflanzen umrankt ist. Entscheidende Funktion einer Pergola ist somit, dass sie als Rankgerüst Pflanzen Halt gewährt. Dieser Funktion dient regelmäßig ein leichter Baustoff, vorzugsweise Holz. Nur ein "Gerüst", das für das "Ranken" von Pflanzen erforderlich ist, kann somit als Pergola gelten (Hinweis E vom 23. August 2012, 2010/05/0170). Enthält eine Konstruktion aber einen "Wandteil", so ist schon aus diesem Grund das Vorliegen einer Pergola zu verneinen, weil eine Seitenwand nicht mehr als "Gerüst" angesehen werden kann, das Pflanzen lediglich Halt gibt und somit bloß dem "Ranken" von Pflanzen dient.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X04

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X04

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

L82109 Kleingarten Wien

Norm

KlGG Wr 1996 §15 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2009/05/0012 E 3. Mai 2011 RS 9

Stammrechtssatz

Zur Beurteilung der Frage der Beeinträchtigung des Charakters des kleingärtnerisch genutzten Gebietes (Paragraph 15, Absatz eins, erster Satz Wr KlGG 1996) bedarf es einerseits Feststellungen, was den Charakter des konkreten (arg.: "des") kleingärtnerisch genutzten Gebietes ausmacht. Dazu sind die Baulichkeiten in diesem Gebiet zu erfassen und näher zu beschreiben und die entsprechenden Charakteristika daraus abzuleiten. Ausgehend davon ist darzulegen, worin sich das konkrete Vorhaben gegebenenfalls von den sonstigen Baulichkeiten des kleingärtnerisch genutzten Gebiets unterscheidet und daher allenfalls insofern den Charakter desselben beeinträchtigt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X05

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X05

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

L37159 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Wien
L80009 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Wien
L80409 Altstadterhaltung Ortsbildschutz Wien
L82009 Bauordnung Wien
L82109 Kleingarten Wien

Norm

BauO Wr §129 Abs10;
KlGG Wr 1996 §8;

Rechtssatz

Geländeveränderungen im Kleingartengebiet sind bewilligungsfrei und gelten auch nicht als bewilligt, wenn sie im Plan dargestellt werden (Hinweis E vom 31. März 2008, 2005/05/0328). Die Bewilligungsfreiheit bedeutet nicht, dass das Gesetz bei bewilligungsfreien Bauführungen nicht eingehalten werden müsste und ein Beseitigungsauftrag unzulässig wäre (Hinweis E vom 16. Mai 2006, 2006/05/0032).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X06

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X06

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

L82109 Kleingarten Wien

Norm

KlGG Wr 1996 §15 Abs6;

Rechtssatz

Paragraph 15, Absatz 6, Wr KlGG 1996 stellt auf das anschließende Gelände beim Anschluss der Terrasse an das Kleingartenwohnhaus ab. Für die Beurteilung, ob die Voraussetzungen des Paragraph 15, Absatz 6, Wr KlGG 1996 vorliegen, ist also auf das solcherart anschließende Gelände der jeweiligen unterkellerten Terrasse abzustellen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X07

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X07

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

L82109 Kleingarten Wien
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

KlGG Wr 1996 §15 Abs6;
VwRallg;

Rechtssatz

Nach den Materialien des Wr KlGG 1996 zur Novelle Landesgesetzblatt Nr. 13 aus 2006, ist der begünstigende Tatbestand des Paragraph 15, Absatz 6, Wr KlGG 1996 schon bei Ausgraben des Kellers auch nur an einer Front nicht erfüllt vergleiche BlgWrLT Nr. 41 aus 2005,, S. 3). Abgesehen davon haben Geländeveränderungen an einer Gebäudefront auch Auswirkungen auf die Gebäudehöhe (Hinweis E vom 23. Juni 2013, 2013/05/0053).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X08

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X08

Rechtssatz für 2013/05/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 18910 A/2014

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

2013/05/0169

Entscheidungsdatum

27.08.2014

Index

L82109 Kleingarten Wien

Norm

KlGG Wr 1996 §15 Abs6;

Rechtssatz

Im gegenständlichen Fall wurde der Erdkern auf das Niveau des Kellerzugangs abgegraben und an Stelle des Erdkerns eine Freitreppe errichtet. Dies kann jedoch nicht dazu führen, dass das "anschließende Gelände" dem obersten Abschluss der Freitreppe entspricht, weil an die Außenwände eines Gebäudes anschließende weitere bauliche Anlagen, wie Stützmauern oder Freitreppen, grundsätzlich nicht bewirken können, dass sich der relevante Geländeverlauf verändert (Hinweis E vom 15. Februar 2011, 2010/05/0209).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013050169.X09

Im RIS seit

21.10.2014

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2013050169_20140827X09