Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2000/17/0121

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2000/17/0121

Entscheidungsdatum

11.08.2004

Index

E3R E03605700
40/01 Verwaltungsverfahren
55 Wirtschaftslenkung

Norm

31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50;
31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50a;
31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50b;
31996R2311 Nov-31992R3886 Art1;
AMA-Gesetz 1992 §29 Abs1;
EGVG 1991 Anlage Art2 Abs4;
MOG 1985 §105 Abs1;
MOG 1985 §94 Abs1;
MOG 1985 §94 Abs2 Z3;
MOG 1985 §96 Abs1;
  1. § 29 heute
  2. § 29 gültig ab 30.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 209/2022
  3. § 29 gültig von 11.06.2022 bis 29.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2022
  4. § 29 gültig von 01.01.2014 bis 10.06.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 177/2013
  5. § 29 gültig von 01.07.2007 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/2007
  6. § 29 gültig von 11.08.2001 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2001
  7. § 29 gültig von 05.12.1997 bis 10.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 133/1997
  8. § 29 gültig von 01.07.1996 bis 04.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 420/1996
  9. § 29 gültig von 01.07.1992 bis 30.06.1996

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2000/17/0228

Rechtssatz

Die Gewährung von Frühvermarktungsprämien für Kälber im Sinne der Artikel 50, 50a und 50b der Verordnung (EWG) Nr. 3886/92 ist eine Maßnahme zur Durchführung der gemeinsamen Marktorganisationen im Sinne des Abschnittes F des MOG vergleiche Paragraph 94, Absatz eins und Absatz 2, Ziffer 3, MOG). Zuständige Marktordnungsstelle erster Instanz für derartige Maßnahmen ist gemäß Paragraph 96, Absatz eins, erster Satz MOG die AMA. Diese hat gemäß Paragraph 29, Absatz eins, AMA-Gesetz das AVG anzuwenden, soweit nicht ausdrücklich anderes angeordnet ist. Die abweichende Regelung für "Abgaben auf Marktordnungswaren" in Paragraph 105, Absatz eins, MOG ist im gegenständlichen Fall - da es sich nicht um eine Abgabe handelt - nicht anwendbar. Gemäß Artikel römisch zwei, Absatz 4, EGVG gilt, dass in derartigen Angelegenheiten der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft als Berufungsbehörde gleichfalls das AVG anzuwenden hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2000170121.X01

Im RIS seit

20.10.2004

Dokumentnummer

JWR_2000170121_20040811X01

Rechtssatz für 2000/17/0121

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2000/17/0121

Entscheidungsdatum

11.08.2004

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §18 Abs4;
AVG §56;
  1. AVG § 18 heute
  2. AVG § 18 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. AVG § 18 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  4. AVG § 18 gültig von 01.01.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  5. AVG § 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 18 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 18 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2000/17/0228

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2002/16/0231 B 23. Oktober 2002 RS 3 (hier ohne ersten und zweiten Satz)

Stammrechtssatz

Zu den wesentlichen Merkmalen eines Bescheides zählt unter anderem die Bezeichnung der Behörde, die ihn erlassen hat. Fehlt eine solche Bezeichnung, so kann das betreffende Schriftstück - mag es auch sonst die Merkmale eines Bescheides aufweisen - nicht als Bescheid angesehen werden (Hinweis E 25. Jänner 1994, 92/11/0238). Dem für die Bescheidqualifikation einer Erledigung wesentlichen Erfordernis der Bezeichnung der Behörde ist Rechnung getragen, wenn - nach objektiven Gesichtspunkten für jedermann, also unabhängig von der subjektiven Kenntnis des Adressaten des Schriftstückes - erkennbar ist, von welcher Behörde der Bescheid erlassen wurde; ist die bescheiderlassende Behörde nicht erkennbar (die Erledigung einer bestimmten Behörde nicht zurechenbar) so liegt ein Bescheid nicht vor (Hinweis E 26. April 1996, 96/17/0086).

Schlagworte

Behördenbezeichnung Bescheidbegriff Mangelnder Bescheidcharakter Bescheidcharakter Bescheidbegriff Bejahung des Bescheidcharakters

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2000170121.X02

Im RIS seit

20.10.2004

Dokumentnummer

JWR_2000170121_20040811X02

Rechtssatz für 2000/17/0121

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2000/17/0121

Entscheidungsdatum

11.08.2004

Index

E3R E03605700

Norm

31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50;
31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50a;
31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50b;
31996R2311 Nov-31992R3886 Art1;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2000/17/0228

Rechtssatz

Das Kriterium des Schlachtkörpergewichts ist "das Schlüsselelement für die Gewährung" der beantragten Prämie. Ein eindeutiger Gewichtsnachweis, dass das Höchstschlachtgewicht nicht überschritten wurde, ist eine grundlegende Voraussetzung für die Gewährung der Prämie.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2000170121.X03

Im RIS seit

20.10.2004

Dokumentnummer

JWR_2000170121_20040811X03

Rechtssatz für 2000/17/0121

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2000/17/0121

Entscheidungsdatum

11.08.2004

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E03605700
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50;
31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50a;
31992R3886 GMO Rindfleisch PrämienregelungDV Art50b;
31996R2311 Nov-31992R3886 Art1;
AVG §37;
AVG §39 Abs2;
EURallg;
  1. AVG § 39 heute
  2. AVG § 39 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 39 gültig von 20.04.2002 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 39 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2000/17/0228

Rechtssatz

Die nationalen Vorschriften, insbesondere auch die Verfahrensvorschriften dürfen zwar nicht so gestaltet oder angewendet werden, dass die Verwirklichung der Gemeinschaftsregelung praktisch unmöglich oder übermäßig erschwert wird, doch kann in den Beschwerdefällen nicht davon gesprochen werden, dass die Verwirklichung der Gemeinschaftsregelung praktisch unmöglich oder übermäßig erschwert würde. Weder erfordert die hier anwendbare Regelung betreffend Frühvermarktungsprämien für Kälber ein Abgehen des nationalen Gesetzgebers vom Grundsatz der amtswegigen Sachverhaltsermittlung (gerade Artikel 50 b, Absatz eins, der Verordnung (EWG) Nr. 3886/92, wonach die Verwaltungskontrollen und die Kontrollen vor Ort so durchgeführt werden, dass zuverlässig geprüft werden kann, ob die Bedingungen für die Gewährung der Prämie eingehalten wurden, spricht für eine amtswegige Ermittlung des maßgeblichen Sachverhalts), noch ist den hier maßgeblichen Bestimmungen des Gemeinschaftsrechts (Artikel 50, 50a und 50b der Verordnung (EWG) Nr. 3886/92) zu entnehmen, dass die einzelstaatlichen Behörden sich in ihrem Verfahren - bei Bedenken gegen die Angaben hinsichtlich des Schlachtgewichtes - auf vom Antragsteller vorzulegende Urkunden zu beschränken hätten und nicht etwa von sich aus weitere Erhebungen, etwa durch Einvernahme von Zeugen, anstellen dürften.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2000170121.X04

Im RIS seit

20.10.2004

Dokumentnummer

JWR_2000170121_20040811X04