Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L24002 Gemeindebedienstete Kärnten
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

BDG 1979 §38 Abs2 impl;
StadtbeamtenG Krnt 1969 §35c Abs2 idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §82 Abs2;
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1993/06/23 92/12/0085 1 (hier: Versetzung gem § 35c StadtbeamtenG Krnt 1969)

Stammrechtssatz

Eine sachlich begründete Organisationsänderung der staatlichen Verwaltung, die bewirkt, daß eine bisher von einem Beamten ausgeübte Funktion nicht mehr oder nur mehr in einer nach Art und Inhalt der damit verbundenen Tätigkeit grundlegend veränderten Form weiterbesteht, rechtfertigt als "wichtiges dienstliches Interesse" eine Versetzung iSd Paragraph 38, Absatz 2, BDG 1979 von Amts wegen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X01

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X01

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L24002 Gemeindebedienstete Kärnten
40/01 Verwaltungsverfahren
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

AVG §56;
BDG 1979 §38 Abs3 Z1 idF 1994/550;
StadtbeamtenG Krnt 1969 §35c idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1969 §35e idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §80;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §82;
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994

Rechtssatz

Der Beamte hat ein subjektiv-öffentliches Recht auf Grund von Paragraph 35 c und Paragraph 35 e, Krnt StadtbeamtenG 1969, daß seine individuell-konkrete Versetzung oder qualifizierte Verwendungsänderung nur bei Vorliegen eines wichtigen dienstlichen Interesses BESCHEIDMÄSSIG verfügt werden darf. Eine die Grundlage für die Versetzung oder Verwendungsänderung darstellende generelle Maßnahme (hier: Änderung der Geschäftsverteilung durch Verwaltungsverordnung) bedarf der individuell-konkreten Umsetzung. Die Änderung der Geschäftsverteilung beseitigt nicht den gesetzlichen Anspruch des Beamten auf bescheidmäßigen Abspruch durch Feststellung, ob eine qualifizierte Verwendungsänderung vorliegt, die durch Bescheid zu verfügen ist.

Schlagworte

Anspruch auf bescheidmäßige Erledigung und auf Zustellung, Recht der Behörde zur Bescheiderlassung konstitutive Bescheide

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X02

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X02

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L24002 Gemeindebedienstete Kärnten
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

BDG 1979 §40 Abs2 impl;
StadtbeamtenG Krnt 1969 §35e Abs2 idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §82 Abs2;

Rechtssatz

Das Besoldungssystem der öffentlich Bediensteten ist im wesentlichen an der Vorbildung, dem Laufbahngedanken und der Leistung, die auch insbesondere die zu tragende Verantwortung miteinschließt, orientiert. Für den höheren Wert einer Dienstleistung (Verwendung), der üblicherweise in der Bezahlung seinen Niederschlag findet, ist demgemäß die inhaltliche Bedeutung der Tätigkeit maßgebend. Dieser Wert kann also nicht dadurch erhöht werden, daß zeitliche Mehrleistungen erbracht werden oder die Tätigkeit unter erschwerten oder besonders gefährlichen Bedingungen geleistet werden muß; jenen Mehrleistungen also, die in der Regel durch Nebengebühren abgegolten werden, kommt daher in der Frage der Höherwertigkeit der Verwendung grundsätzlich keine entscheidende Bedeutung zu.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X03

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X03

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L24002 Gemeindebedienstete Kärnten

Norm

StadtbeamtenG Krnt 1969 §35e Abs2 idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §82 Abs2;

Rechtssatz

Eine qualifizierte Verwendungsänderung kann nicht bloß bei einer Veränderung in der formellen hierarchischen Stellung gegeben sein (Hinweis E 20.12.1995, 95/12/0163). Es kommt vielmehr in der Frage der Gleichwertigkeit auf die tatsächliche Verwendung an, wobei dem Umstand des Anspruches auf Verwendungszulage (Leiterzulage) bzw ihrer Höhe die Bedeutung eines beachtlichen Indizes für die Frage des Vorliegens einer qualifizierten Verwendungsänderung zukommt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X04

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X04

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L24002 Gemeindebedienstete Kärnten

Norm

StadtbeamtenG Krnt 1969 §35e Abs2 idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §82 Abs2;

Rechtssatz

Den Aspekten der Höherwertigkeit, die in der Vorbildung bzw in der Laufbahn ihren Ausdruck finden, kommt keine Bedeutung zu, wenn die Verwendung des Beamten unverändert der Verwendungsgruppe A zuzurechnen ist und die Laufbahnerwartung mit Erreichen der Dienstklasse römisch acht praktisch als erfüllt anzusehen ist (Hinweis E 20.10.1981, 81/12/0088).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X05

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X05

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L22002 Landesbedienstete Kärnten
L24002 Gemeindebedienstete Kärnten

Norm

DienstrechtsG Krnt 1985 §176 Abs1 Z3;
StadtbeamtenG Krnt 1969 §35c Abs2 Z2 idF 1982/050;

Rechtssatz

Auch ohne formale Abberufung von der Leitungsfunktion liegt in der Reduzierung der zugeteilten Mitarbeiter auf weniger als ein Fünftel, verbunden mit dem Verlust aller "Akademiker" und des überwiegenden Teiles der von diesen besorgten qualifizierten Arbeiten sowie der daraus gegebenen Verringerung der für einen "Abteilungsleiter" notwendigen Leitungsfunktion und Koordinierungsfunktion in Verbindung mit der stärkeren Heranziehung für Sachbearbeitertätigkeiten eine massive Reduzierung sowohl der Aufgaben und der Verantwortung des Beamten und damit in weiterer Folge der Wertigkeit des Arbeitsplatzes nach objektiven Gesichtspunkten vor (Hinweis E 15.4.1985, 84/12/0049, VwSlg 11739 A/1985).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X06

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X06

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L24002 Gemeindebedienstete Kärnten
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

StadtbeamtenG Krnt 1969 §35c Abs2 idF 1982/050;
VwRallg;

Rechtssatz

Für die Frage der Auswirkungen einer Organisationsänderung, die eine (qualifizierte) Verwendungsänderung zur Folge gehabt hat, sind die im Zeitpunkt der Verwendungsänderung gegebenen Verhältnisse maßgebend.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X07

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X07

Rechtssatz für 97/12/0347

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

97/12/0347

Entscheidungsdatum

01.07.1998

Index

L24002 Gemeindebedienstete Kärnten
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

BDG 1979 §38;
BDG 1979 §40;
StadtbeamtenG Krnt 1969 §35c idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1969 §35e idF 1982/050;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §80;
StadtbeamtenG Krnt 1993 §82;

Rechtssatz

Auf Paragraph 35 c und Paragraph 35 e, Krnt StadtbeamtenG 1969 in der Fassung LGBl Krnt 1982/50 und Paragraph 80 und Paragraph 82, Krnt StadtbeamtenG Krnt 1993 ist wegen der wortgleichen Regelungen die Rsp d VwGH zu Paragraph 38 und Paragraph 40, BDG 1979 anzuwenden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1997120347.X08

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1997120347_19980701X08