Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2023/08/0020

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ro 2023/08/0020

Entscheidungsdatum

12.09.2024

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
60/02 Arbeitnehmerschutz
61/01 Familienlastenausgleich

Norm

KBGG 2001 §26a
VwRallg

Rechtssatz

Nach Ablauf der in Paragraph 26 a, dritter Satz KBGG normierten 14-tägigen Frist tritt eine Bindung an die gewählte Leistungsart ein vergleiche OGH 30.7.2015, 10 ObS 76/15x, mwN). Der OGH hat insoweit im Weiteren darauf hingewiesen, dass der Zweck des Paragraph 26 a, KBGG darin liegt, ein Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Varianten des Kinderbetreuungsgeldbezugs je nach Günstigkeit hintanzuhalten vergleiche OGH 18.7.2017, 10 ObS 53/17t, mwN; siehe auch zur Auseinandersetzung des OGH mit der Verfassungskonformität der Bestimmung OGH 1.6.2010, 10 ObS 38/10a; sowie nochmals OGH 10 ObS 76/15x).

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RO2023080020.J06

Im RIS seit

08.10.2024

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2024

Dokumentnummer

JWR_2023080020_20240912J01

Rechtssatz für Ro 2023/08/0020

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ro 2023/08/0020

Entscheidungsdatum

12.09.2024

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
60/02 Arbeitnehmerschutz
61/01 Familienlastenausgleich

Norm

KBGG 2001 §26a
VwRallg

Rechtssatz

Für die Annahme einer materiellrechtlichen Frist ist nicht erforderlich, dass in der Rechtsgrundlage ausdrücklich angeführt wird, dass der Anspruch bei verspäteter Geltendmachung untergeht vergleiche zum KBGG VwGH 5.9.2018, Ra 2018/03/0085, mwN).

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RO2023080020.J01

Im RIS seit

08.10.2024

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2024

Dokumentnummer

JWR_2023080020_20240912J02

Rechtssatz für Ro 2023/08/0020

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ro 2023/08/0020

Entscheidungsdatum

12.09.2024

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
60/02 Arbeitnehmerschutz
61/01 Familienlastenausgleich

Norm

KBGG 2001 §26a
VwRallg

Rechtssatz

Es ist nicht zweifelhaft, dass die "Wahl der Leistungsart" nach Paragraph 26 a, KBGG - sowohl bei der erstmaligen Antragstellung als auch bei einer Änderung binnen 14 Kalendertagen - auf den Eintritt materieller Rechtswirkungen, nämlich auf die Festlegung der zur Auszahlung gelangenden Variante des Kinderbetreuungsgeldes, gerichtet ist. Es liegt somit eine materiellrechtliche Frist vor (so auch ausdrücklich zu Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 53 aus 2016, die ErläutRV 1110 BlgNR 25. GP, 12).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RO2023080020.J03

Im RIS seit

08.10.2024

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2024

Dokumentnummer

JWR_2023080020_20240912J03

Rechtssatz für Ro 2023/08/0020

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ro 2023/08/0020

Entscheidungsdatum

12.09.2024

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
60/02 Arbeitnehmerschutz
61/01 Familienlastenausgleich

Norm

KBGG 2001 §25 §25 Abs2
VwGG §47 Abs5
  1. VwGG § 47 heute
  2. VwGG § 47 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 47 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 47 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 47 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 47 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 47 gültig von 05.01.1985 bis 31.07.2004

Rechtssatz

Die Krankenversicherungsträger vollziehen die ihnen nach dem KBGG übertragenen Aufgaben gemäß Paragraph 25, Absatz 2, KBGG im übertragenen Wirkungsbereich nach den Weisungen des Bundeskanzlers. Die Krankenversicherungsträger werden somit bei Vollziehung des KBGG im Auftrag und auf Rechnung des Bundes tätig. Rechtsträger im Sinn von Paragraph 47, Absatz 5, VwGG ist daher der Bund.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2024:RO2023080020.J05

Im RIS seit

08.10.2024

Zuletzt aktualisiert am

24.10.2024

Dokumentnummer

JWR_2023080020_20240912J04