Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

BDG 1979 §38 Abs7 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38a Abs1 idF 2007/I/053;
BDG 1979 §38a Abs2 idF 2007/I/053;
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994

Rechtssatz

Paragraph 38 a, Absatz 2, BDG 1979 sieht unter den dort in Verbindung mit Absatz eins, legcit vorgesehenen Voraussetzungen eine kraft Gesetzes

eintretende (arg.: gilt ... als verfügt) Versetzung vor, ohne dass

hiezu die Erlassung eines Rechtsgestaltungsbescheides im Verständnis des Paragraph 38, Absatz 7, erster Halbsatz BDG 1979 erforderlich wäre.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L01

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L01

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz
63/02 Gehaltsgesetz

Norm

BDG 1979 §38 Abs2 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38 Abs3 Z1 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38a Abs1 idF 2007/I/053;
BDG 1979 §38a Abs2 idF 2007/I/053;
GehG 1956 §113e Abs1 idF 2004/I/176;
GehG 1956 §113e Abs2 Z2 idF 2004/I/176;
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994

Rechtssatz

Wie sich aus Paragraph 113 e, Absatz eins, GehG 1956 ergibt, setzt der dort geregelte Fortzahlungsanspruch nicht nur die Durchführung näher umschriebener Organisationsänderungen voraus, sondern darüber hinaus, dass der Beamte ausschließlich aus diesem Grund mit einem niedriger bewerteten Arbeitsplatz als bisher betraut wurde. Mit der Wortfolge "ausschließlich aus diesem Grund" nimmt Paragraph 113 e, Absatz eins, GehG 1956 auf amtswegige bescheidförmige Versetzungen aus dem Grunde des Paragraph 38, Absatz 3, Ziffer eins und 2 BDG 1979 Bezug. Eine - unter den Voraussetzungen des Paragraph 38 a, Absatz eins und 2 BDG 1979 ex lege eintretende - Versetzung hat ihren "Grund" in den in dieser Gesetzesbestimmung umschriebenen Voraussetzungen, zu denen die Vornahme einer Organisationsänderung eben gerade nicht gehört. Fehlte es aber solcherart schon an einem Fortzahlungsanspruch gemäß Paragraph 113 e, Absatz eins, GehG 1956 stellt sich die Frage eines vorzeitigen Endes desselben gemäß Paragraph 113 e, Absatz 2, Ziffer 2, GehG 1956 nicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L02

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L02

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz
63/02 Gehaltsgesetz

Norm

BDG 1979 §38 Abs2 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38 Abs3 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38a Abs1 idF 2007/I/053;
BDG 1979 §38a Abs2 idF 2007/I/053;
GehG 1956 §35 Abs2 Z2 idF 2002/I/087;
GehG 1956 §35 Abs4 idF 2002/I/087;
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994

Rechtssatz

Für die Frage eines Fortzahlungsanspruches gemäß Paragraph 35, Absatz 2, Ziffer 2, GehG 1956 folgt aus der Abhängigkeit eines solchen Anspruches vom Vorliegen einer Versetzung, dass er nur dann bestehen könnte, wenn die in Paragraph 38 a, Absatz eins und 2 BDG 1979 umschriebenen Voraussetzungen auch vorlagen. Liegen die Voraussetzungen des Paragraph 38 a, Absatz eins und 2 BDG 1979 vor, so stellt sich die Frage, ob der Beamte im Verständnis des Paragraph 35, Absatz 4, GehG 1956 "die Gründe für die Versetzung zu vertreten" hat. Unter den "Gründen für die Versetzung" sind jene rechtlichen Voraussetzungen gemeint, welche den konkret erfolgten Versetzungsvorgang getragen haben. Außerhalb der solcherart definierten "Gründe für die Versetzung" gelegene Umstände und hiedurch geschaffene Motivations- und Interessenslagen des Dienstgebers oder des Beamten stellen keine Kriterien für die Beurteilung der Frage dar, ob ein Beamter die für seine Versetzung maßgeblichen Gründe zu vertreten hat. Im Fall einer amtswegigen Versetzung gemäß Paragraph 38, Absatz 2, BDG 1979 sind die maßgeblichen rechtlichen Voraussetzungen, die im Versetzungsbescheid für das Vorliegen eines wichtigen dienstlichen Interesses ins Treffen geführten Gründe, wie sie beispielsweise in Absatz 3, legcit definiert werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L03

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L03

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz
63/02 Gehaltsgesetz

Norm

BDG 1979 §38 Abs2 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38 Abs3 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38 Abs6 idF 2012/I/035;
BDG 1979 §38;
GehG 1956 §35 Abs4 idF 2002/I/087;
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994

Rechtssatz

Eine gemäß Paragraph 38, Absatz 6, letzter Satz BDG 1979 fingierte oder ausdrücklich erteilte Zustimmung eines Beamten zu einer amtswegigen Versetzung stellt keinen "Grund für die Versetzung" im Verständnis des Paragraph 35, Absatz 4, GehG 1956 dar. Dies folgt schon daraus, dass auch im Falle einer Zustimmung des Beamten zu einer amtswegigen Versetzung für deren objektive Rechtmäßigkeit Paragraph 38, Absatz 2, BDG 1979 maßgeblich ist. Dies gilt unbeschadet dessen, dass der seiner amtswegigen Versetzung zustimmende Beamte kein subjektives Recht auf Unterbleiben der Versetzung hat vergleiche E 22. Juni 2005, 2001/12/0077). Anderes würde für bescheidförmige Versetzungen gemäß Paragraph 38, BDG 1979 gelten, welche ÜBER ANTRAG des Beamten, welchem auch eine Bewerbung um den Zielarbeitsplatz gleichzuhalten ist vergleiche Bescheid Berufungskommission 6. September 2012, 64/10-BK/12, dessen diesbezüglichen Aussagen sich der VwGH anschließt) erfolgen. E contrario zu Paragraph 38, Absatz 2, BDG 1979 ist nämlich für eine Versetzung AUF ANTRAG des Beamten das Vorliegen eines WICHTIGEN DIENSTLICHEN INTERESSES von Gewicht der in Paragraph 38, Absatz 3, BDG 1979 umschriebenen Versetzungsgründe nicht erforderlich vergleiche Bescheid Berufungskommission beim Bundeskanzleramt 7. Dezember 2000, 96/8-BK/00, dessen diesbezüglichen Aussagen sich der VwGH anschließt). Ein Antrag bzw. eine Bewerbung um eine bescheidförmig zu verfügende Versetzung bildet somit eine rechtliche Voraussetzung für eine Versetzung AUF ANTRAG und zählt daher zu den "Gründen" einer solchen Versetzung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L04

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L04

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

BDG 1979 §38a Abs1 idF 2007/I/053;
BDG 1979 §38a Abs2 idF 2007/I/053;
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994

Rechtssatz

Für eine kraft Gesetzes erfolgende Versetzung gemäß Paragraph 38 a, BDG 1979 gilt, dass unter "Gründen für die Versetzung" die im Gesetz umschriebenen Voraussetzungen für deren Zustandekommen zu verstehen sind, also das Anstreben der Versetzung durch den Beamten, die Anforderung durch das Zielressort und die Zustimmung des Beamten zur Versetzung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L05

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L05

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

BDG 1979 §141a idF 1994/550;
BDG 1979 §38;
  1. BDG 1979 § 141a heute
  2. BDG 1979 § 141a gültig ab 30.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 205/2022
  3. BDG 1979 § 141a gültig von 23.12.2018 bis 29.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  4. BDG 1979 § 141a gültig von 08.01.2018 bis 22.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 30/2018
  5. BDG 1979 § 141a gültig von 31.12.2016 bis 07.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2016
  6. BDG 1979 § 141a gültig von 01.01.2012 bis 30.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/2011
  7. BDG 1979 § 141a gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007
  8. BDG 1979 § 141a gültig von 29.05.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  9. BDG 1979 § 141a gültig von 12.08.2000 bis 28.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2000
  10. BDG 1979 § 141a gültig von 01.01.1995 bis 11.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 522/1995
  11. BDG 1979 § 141a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ro 2014/12/0035 E 18. Februar 2015 RS 5

Stammrechtssatz

Die Bejahung der Rechtsfolge, dass ein Beamter seine Versetzung zu vertreten hat, erfordert eine schuldhafte Verletzung von Dienstgeberinteressen. Diese Fälle betreffen dem Beamten vorwerfbares Fehlverhalten (etwa disziplinäre Vorfälle, die sonstige Verletzung von Dienstpflichten oder Untüchtigkeit), die von einem aktiven Anstreben seiner Versetzung zu trennen sind vergleiche E 25. September 2002, 2001/12/0209; E 23. Jänner 2008, 2006/12/0206; E 28. Jänner 2010, 2006/12/0195).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L06

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L06

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

BDG 1979 §38;
BDG 1979 §38a;
  1. BDG 1979 § 38 heute
  2. BDG 1979 § 38 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  3. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. BDG 1979 § 38 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  5. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 43/1995
  6. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  7. BDG 1979 § 38 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1994
  1. BDG 1979 § 38a heute
  2. BDG 1979 § 38a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  3. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  4. BDG 1979 § 38a gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994

Rechtssatz

Ein Beamter hat die Gründe für seine Versetzung gemäß Paragraph 38 a, BDG 1979 stets "zu vertreten", weil er nicht nur wesentliche Voraussetzungen für die ex lege eintretende Rechtsfolge seiner Versetzung hergestellt, sondern letztere sogar aktiv angestrebt hat. Der Fall einer Versetzung gemäß Paragraph 38 a, BDG 1979 ist insofern mit jenem einer Versetzung gemäß Paragraph 38, BDG 1979 AUF ANTRAG und nicht bloß mit jenem einer amtswegig, wenn auch mit Zustimmung des Beamten verfügten Versetzung vergleichbar. Die beiden erstgenannten Versetzungen hat der Beamte "zu vertreten", auch wenn sein durch einen Versetzungsantrag (eine Bewerbung) zum Ausdruck gebrachter Versetzungswunsch für sich allein genommen weder nach Paragraph 38, noch nach Paragraph 38 a, BDG 1979 zur Versetzung führt, sondern darüber hinaus ein vom Beamten nicht beeinflussbares behördliches Verhalten (die Verfügung der antragsgemäßen Versetzung im Fall des Paragraph 38, BDG 1979 bzw. die Anforderung durch das Zielressort im Fall des Paragraph 38 a, BDG 1979) voraussetzt vergleiche E 18. Februar 2015, Ro 2014/12/0035).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L07

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L07

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

E1P
001 Verwaltungsrecht allgemein
19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta Art47 Abs2;
AVG §67d Abs3;
AVG §67d;
MRK Art6;
VwGVG 2014 §24;
VwRallg;
  1. AVG § 67d gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. AVG § 67d gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  3. AVG § 67d gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 67d gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 67d gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. AVG § 67d gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  3. AVG § 67d gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 67d gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/12/0042 B 26. Februar 2016 RS 4

Stammrechtssatz

Zu Paragraph 67 d, AVG (in der bis zum 31. Dezember 2013 geltenden Fassung) vertrat der VwGH den Grundsatz, wonach ein wirksamer Verzicht auf die Durchführung einer auf Grund des Artikel 47, Absatz 2, GRC gebotenen mündlichen Verhandlung etwa dann anzunehmen ist, wenn ein rechtskundig vertretener Berufungswerber keinen Verhandlungsantrag iSd Paragraph 67 d, Absatz 3, AVG stellt. Die zu Paragraph 67 d, legcit ergangene Rechtsprechung ist auch auf die Frage eines Verzichtes auf eine sonst gemäß Artikel 6, MRK gebotene mündliche Verhandlung vor dem VwG zu übertragen vergleiche E September 2015, Ra 2015/12/0012). Hat es die rechtskundig, wenn auch nicht anwaltlich, vertretene Beamtin unterlassen, in der Beschwerde einen Verhandlungsantrag zu stellen und auch konkrete Beweisanbote, wie etwa die Einvernahme von Zeugen, nicht erstattet, so hat das VwG in vertretbarer Weise von der amtswegigen Durchführung einer mündlichen Verhandlung Abstand genommen.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Rechtsgrundsätze Verzicht Widerruf VwRallg6/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L08

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L08

Rechtssatz für Ra 2016/12/0073

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

Ra 2016/12/0073

Entscheidungsdatum

19.10.2016

Index

E1P
001 Verwaltungsrecht allgemein
19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta Art47 Abs2;
MRK Art6;
VwGVG 2014 §24 Abs4;
VwRallg;

Rechtssatz

Soweit das Unterbleiben der Durchführung einer mündlichen Verhandlung vor dem VwG (ungeachtet eines allfälligen Verzichtes) von Amts wegen gerügt wird, setzt ein Erfolg dieser Verfahrensrüge des Unterbleibens einer nicht gemäß Artikel 6, MRK oder Artikel 47, Absatz 2, GRC gebotenen Verhandlung jedenfalls das Vorliegen einer Relevanz des behaupteten Verfahrensmangels voraus vergleiche B 25. Februar 2016, Ra 2015/16/0127).

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Verzicht Widerruf VwRallg6/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016120073.L09

Im RIS seit

21.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2017

Dokumentnummer

JWR_2016120073_20161019L09