Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung
55 Wirtschaftslenkung

Norm

GewO 1973 §39;
PrG 1976 §14;
PrG 1976 §16a idF 1982/311;
PrG 1976 §16a idF 1982/337;
VStG §9 Abs1;
VStG §9 Abs2;
  1. GewO 1973 § 39 gültig von 01.07.1993 bis 18.03.1994 wiederverlautbart durch BGBl. Nr. 194/1994
  2. GewO 1973 § 39 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 399/1988
  3. GewO 1973 § 39 gültig von 01.02.1982 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 619/1981
  1. VStG § 9 heute
  2. VStG § 9 gültig ab 05.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  3. VStG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. VStG § 9 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 9 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VStG § 9 heute
  2. VStG § 9 gültig ab 05.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  3. VStG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. VStG § 9 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 9 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Rechtssatz

In Paragraph 16 a, PrG in der Fassung 1982/311 wird die verwaltungsstrafrechtliche Verantwortlichkeit des gewerberechtlichen Geschäftsführers, sofern die Bestellung eines solchen gemäß Paragraph 39, GewO 1973 oder nach anderen Verwaltungsvorschriften angezeigt oder genehmigt wurde, für Übertretungen unter anderem des Paragraph 14, PrG begründet (Hinweis E 29.3.1990, 89/17/0139; E 29.3.1990, 86/17/0056). Nach dem Wortlaut des hier anzuwendenden Paragraph 16 a, PrG in der Fassung 1988/337 trifft die verwaltungsstrafrechtliche Veranwortlichkeit einen solchen Geschäftsführer als verantwortlichen Beauftragten (Paragraph 9, VStG). Er trägt somit die strafrechtliche Verantwortlichkeit grundsätzlich vergleiche jedoch Paragraph 9, Absatz 5 und Paragraph 9, Absatz 6, VStG) anstelle des sonst verwaltungsstrafrechtlich Verantwortlichen (hier: des handelsrechtlichen Geschäftsführers), wie dies bei verantwortlichen Beauftragten nach Paragraph 9, VStG der Fall ist. Der Umstand, daß der handelsrechtliche Geschäftsführer die Geschäfte der GmbH, in deren Betrieb die Übertretungen begangen wurden, "tatsächlich führt" und dabei faktisch auch die Tätigkeit des gewerberechtlichen Geschäftsführers ausübt, befreit den gewerberechtlichen Geschäftsführer nicht von seiner grundsätzlich gegebenen verwaltungsstrafrechtlichen Verantwortlichkeit.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X01

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X01

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs3;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Rechtssatz

Die Erhebung von Preisen und Entgelten bei Konkurrenzbetrieben ist grundsätzlich ein taugliches Mittel zur Feststellung der ortsüblichen Preise und Entgelte (Hinweis E 23.2.1977, 504/76; E 27.1.1981, 818, 861, 944, 1003/80, VwSlg 10352 A/1981).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X02

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X02

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs3;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Rechtssatz

Die Heranziehung von fünf Vergleichsbetrieben aus demselben Wiener Bezirk bildet Gewähr für eine objektiv richtige Ermittlung der ortsüblichen Preise bzw Entgelte (Hinweis E 4.9.1992, 91/17/0038).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X03

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X03

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
55 Wirtschaftslenkung

Norm

AVG §52;
PrG 1976 §14 Abs3;
PrG 1976 §7 Abs2 idF 1980/288;
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Rechtssatz

Zur Frage der Gleichartigkeit von Bedarfsleistungen bedarf es keines Sachverständigenbeweises, weil die Erfahrungen der geschulten Ermittlungsorgane der Preisüberwachungsbehörde zur Feststellung dieses Sachverhaltes ausreichen (Hinweis E 26.5.1987, 86/17/0018).

Schlagworte

Sachverständiger Entfall der Beiziehung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X04

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X04

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs1;
PrG 1976 §14 Abs3;
VStG §22 Abs1;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Rechtssatz

Die Preistreiberei nach Paragraph 14, Absatz eins, in Verbindung mit Paragraph 14, Absatz 3, dritte Rechtsregel PrG kann als fortgesetztes Delikt begangen werden (Hinweis E 27.1.1981, 818, 861, 944, 1003/80, VwSlg 10352 A/1981; E 10.7.1987, 86/17/0017; E 9.6.1989, 87/17/0411).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X05

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X05

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs1;
PrG 1976 §14 Abs3;
VStG §22 Abs1;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0818/80 E 27. Jänner 1981 VwSlg 10352 A/1981 RS 1

Stammrechtssatz

Unter der strafrechtlichen Figur des fortgesetzten Deliktes ist eine Reihe von gesetzwidrigen Einzelhandlungen zu verstehen, die vermöge der Gleichartigkeit der Begehrungsform sowie der äußeren Begleitumstände im Rahmen eines noch erkennbaren zeitlichen Zusammenhanges sowie eines diesbezüglichen Gesamtkonzeptes des Täters zu einer Einheit zusammentreten (Hinweis E 19.4.1979, 0668/78, 0669/78, und E VS 19.5.1980, 3295/78). Der Zusammenhang muß sich äußerlich durch zeitliche Verbundenheit objektivieren lassen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X06

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X06

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs1;
PrG 1976 §14 Abs3;
VStG §22 Abs1;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0818/80 E 27. Jänner 1981 VwSlg 10352 A/1981 RS 2

Stammrechtssatz

Bei Vermögensdelikten genügt der allgemeine Bereicherungsvorsatz zur Annahme eines Gesamtkonzeptes; anders als bei Angriffen auf höchstpersönliche Rechtsgüter wie Leben, Ehre und Gesundheit, wird hiebei Identität des Angriffsobjektes nicht gefordert (Hinweis OGH 13.2.1975, 13 Os 0131/74, RZ 1975/33 S 56).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X07

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X07

Rechtssatz für 93/17/0062

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

93/17/0062

Entscheidungsdatum

17.12.1993

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 93/17/0132 93/17/0183 93/17/0142 93/17/0141

Rechtssatz

Ist der zeitliche Zusammenhang von zwei Straftaten nicht evident, bedarf die Annahme der Tateinheit einer entsprechenden Begründung. Läßt die verhängte einzige Verwaltungsstrafe für die zwei als selbständige Delikte behandelten Straftaten nicht erkennen, wie hoch das Ausmaß der Strafe für jede einzelne der verschiedenen Übertretungen ist, liegt ein Verstoß gegen Paragraph 44 a, Litera c, VStG vor (Hinweis Hauer-Leukauf, Handbuch des österreichischen Verwaltungsverfahrens/4, 791, 942).

Schlagworte

Begründung Allgemein Strafnorm Mängel im Spruch gemeinsame Strafe für mehrere Delikte Besondere Rechtsgebiete Verfahrensrecht AVG VStG VVG VwGG

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1993:1993170062.X08

Im RIS seit

05.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2010

Dokumentnummer

JWR_1993170062_19931217X08