Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0523/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0523/66

Entscheidungsdatum

20.09.1967

Index

50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1859 §25;

Rechtssatz

Nicht die Gewerbebehörde hat eine Situation zu schaffen, die die Genehmigung einer Betriebsanlage ermöglicht, sondern der Genehmigungswerber hat alle jene Schritte zu tun, um die tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen für die Genehmigungsfähigkeit seines Vorhabens sicherzustellen. (hier:

Problem der Vorschreibungen straßenpolizeilichen Inhaltes zur verkehrssicheren Ausgestaltung einer geplanten Tankstelle, Hinweis auf E vom 13.9.1967, Zl. 0760/66).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1966000523.X01

Im RIS seit

30.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1966000523_19670920X01

Rechtssatz für 0523/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

0523/66

Entscheidungsdatum

20.09.1967

Index

50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1859 §25;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0760/66 E 13. September 1967 RS 1

Stammrechtssatz

Die Bindung der Genehmigung einer Tankstelle zu Auflagen straßenpolizeilichen Inhaltes (hier: Einrichtung als "Richtungstankstelle") ist unzulässig. Die Gewerbebehörde ist auch

nicht befugt, selbst straßenpolizeiliche Anordnungen zu treffen oder aber, um die Anlage genehmigungsfähig zu machen, sich mit der zuständigen Straßenpolizeibehörde ins Einvernehmen zu setzen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1966000523.X02

Im RIS seit

30.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1966000523_19670920X02

Rechtssatz für 0523/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

0523/66

Entscheidungsdatum

20.09.1967

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1859 §25;
VwRallg;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0760/66 E 13. September 1967 RS 2

Stammrechtssatz

Die Vorschreibung von Auflagen in einem gewerblichen Betriebsanlagegenehmigungsbescheid, die nicht den Antragsteller, sondern Dritte verpflichten würde, ist unzulässig (Hinweis E 27.11.1952, 1466/51, VwSlg 2756 A/1952). *

E 13.9.1967, 760/66 #2

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Auflagen und Bedingungen VwRallg6/4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1966000523.X03

Im RIS seit

30.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1966000523_19670920X03

Rechtssatz für 0523/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

0523/66

Entscheidungsdatum

20.09.1967

Index

50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1859 §25;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0760/66 E 13. September 1967 RS 3

Stammrechtssatz

In einer unbedenklicherweise als erwiesen angenommenen Gefährdung der Verkehrssicherheit durch eine Tankstelle liegt ein Grund zur Versagung der angestrebten Genehmigung (Hinweis auf E vom 14.2.1964, Zl. 1524/62, VwSlg. 6236 A/1962)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1966000523.X04

Im RIS seit

30.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1966000523_19670920X04

Rechtssatz für 0523/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

0523/66

Entscheidungsdatum

20.09.1967

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §39 Abs2;
AVG §40 Abs1;
VwRallg;
  1. AVG § 39 heute
  2. AVG § 39 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 39 gültig von 20.04.2002 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 39 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 40 heute
  2. AVG § 40 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 40 gültig von 20.04.2002 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 40 gültig von 18.08.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/1999
  5. AVG § 40 gültig von 01.02.1991 bis 17.08.1999

Beachte

y25569;

Rechtssatz

Der Umstand, daß die Behörde eine mündliche Verhandlung abhält, bedeutet nicht, daß sie verhalten wäre, alle Beweise im Rahmen dieser Verhandlung zu erheben.

*

E 20.9.1967, 523/66 #5

Schlagworte

Verfahrensgrundsätze im Anwendungsbereich des AVG Diverses VwRallg10/1/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1966000523.X05

Im RIS seit

30.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1966000523_19670920X05

Rechtssatz für 0523/66

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

0523/66

Entscheidungsdatum

20.09.1967

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §45 Abs2;
AVG §52;
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0122/60 E 15. Mai 1962 RS 5

Stammrechtssatz

Eine Partei kann ein Sachverständigengutachten nur dann erfolgreich bekämpfen, wenn sie unter präziser Darstellung der gegen die Gutachten gerichteten sachlichen Einwände ausdrücklich erklärt, daß sie die Einholung eines weiteren Gutachtens bestimmter Fachrichtung zur vollständigen Ermittlung des Sachverhaltes für erforderlich halte und daher einen Antrag auf Beiziehung eines weiteren Sachverständigen stellt.

Schlagworte

Beweismittel Sachverständigenbeweis Besonderes Fachgebiet Gutachten Parteiengehör Parteieneinwendungen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1966000523.X06

Im RIS seit

30.01.2002

Dokumentnummer

JWR_1966000523_19670920X06