Verfassungsgerichtshof (VfGH)

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Rechtssatz für V78/2026

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

V78/2026

Entscheidungsdatum

22.09.2026

Index

10/07 Verfassungs- und Verwaltungsgerichtsbarkeit

Norm

B-VG Art139 Abs1 Z1
PassG 1992 §3 Abs2
PassG-DurchführunsV §3, §4
VfGG §7 Abs2, §15 Abs2, §18
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VfGG § 7 heute
  2. VfGG § 7 gültig ab 22.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 16/2020
  3. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 21.03.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  4. VfGG § 7 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2014
  5. VfGG § 7 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VfGG § 7 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  7. VfGG § 7 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. VfGG § 7 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2002
  9. VfGG § 7 gültig von 01.01.1991 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1990
  10. VfGG § 7 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 311/1976

Leitsatz

Zurückweisung eines Gerichtsantrags auf Aufhebung näher bezeichnete Bestimmungen der Passgesetz-Durchführungsverordnung mangels Darlegung des Sachverhalts; fehlende Darlegung ist kein behebbares Formgebrechen

Rechtssatz

Unzulässigkeit eines Antrags des Verwaltungsgerichts Wien (VGW) auf Aufhebung näher bezeichnete Bestimmungen der Passgesetz-Durchführungsverordnung, Bundesgesetzblatt Teil 2, 223 aus 2006, aufzuheben.

Das Antragsvorbringen enthält keine vollständige, schlüssige und nachvollziehbare Schilderung des Sachverhaltes iSd §15 Abs2 VfGG. So geht aus den – fragmentarischen – Ausführungen des Antrages nicht klar hervor, was Gegenstand des vor dem VGW in Beschwerde gezogenen Bescheides, der an das Verwaltungsgericht erhobenen Beschwerde und in der Folge Verfahrensgegenstand vor dem VGW ist. Die Darlegung des maßgeblichen Sachverhaltes ist unter anderem deshalb von Bedeutung, weil dessen Kenntnis Voraussetzung für die Beurteilung der Präjudizialität der angefochtenen Rechtsvorschriften durch den VfGH ist. Es ist nicht Aufgabe des VfGH, erstmals im Wege der Einsicht in die Akten zu ermitteln, welche tatsächlichen Vorgänge Gegenstand eines Antrages sind.

Daran vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass der zur Zahl V33/2026 protokollierte Antrag des VGW, der im Zuge desselben verwaltungsgerichtlichen Verfahrens gestellt wurde, einige weitergehende Darlegungen zum Sachverhalt enthielt. Denn es wären selbst Verweisungen auf in einem anderen, nicht verbundenen Verfahren eingebrachte Schriftsätze unbeachtlich. Dazu kommt, dass nicht allein der VfGH den maßgeblichen Sachverhalt kennen muss, sondern auch die verordnungserlassende Behörde, der im Verfahren über (nicht von vornherein unzulässige) Anträge Gelegenheit zur Stellungnahme, und zwar auch zur Frage der Zulässigkeit des Antrages, zu gewähren ist.

Entscheidungstexte

  • V78/2026
    Entscheidungstext VfGH Beschluss 22.09.2026 V78/2026

Schlagworte

VfGH / Formerfordernisse, Passwesen, VfGH / Gerichtsantrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2026:V78.2026

Zuletzt aktualisiert am

13.10.2026

Dokumentnummer

JFR_20260922_26V00078_01

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