Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2019/16/0168

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2019/16/0168

Entscheidungsdatum

12.11.2019

Index

L37151 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag Burgenland
L82001 Bauordnung Burgenland

Norm

BauG Bgld 1997 §9 Abs1

Rechtssatz

Der in Paragraph 9, Absatz eins, BauG enthaltene Begriff der "Wiederherstellung" der Straßenbeleuchtung ist im Gesetz (und auch in der Verordnung des Gemeinderates der Marktgemeinde Großhöflein vom 15. Dezember 2011 über die Ausschreibung von Kostenbeiträgen für Aufschließungsmaßnahmen der Gemeinde) nicht definiert. Nach der eigentümlichen Bedeutung des Wortes ist dafür erforderlich, dass es zuvor schon eine Anlage zur Beleuchtung der Straße gab. Nicht zwingend erforderlich ist, dass diese vor der Aufschließungsmaßnahme funktionsuntüchtig gewesen wäre; es kommt vielmehr darauf an, ob die vorgenommene Umgestaltung derart weitgehend ist, dass sie in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht einer (neuerlichen) Herstellung gleichkommt vergleiche VwGH 26.5.2014, 2012/17/0453).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RA2019160168.L01

Im RIS seit

24.01.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2020

Dokumentnummer

JWR_2019160168_20191112L01

Rechtssatz für Ra 2019/16/0168

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2019/16/0168

Entscheidungsdatum

12.11.2019

Index

L37151 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag Burgenland
L82001 Bauordnung Burgenland

Norm

BauG Bgld 1997 §9

Rechtssatz

Vom Paragraph 9, BauG erfasst sind ausschließlich notwendige Aufschließungsmaßnahmen. Dazu ist nach der Rechtsprechung der tatsächliche Umfang der konkret durchgeführten Maßnahmen in Hinblick auf die Abgrenzung zwischen Instandhaltung und Wiederherstellung in den einzelnen Gebieten einer Gemeinde festzustellen vergleiche VwGH 26.5.2014, 2012/17/0453).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RA2019160168.L02

Im RIS seit

24.01.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2020

Dokumentnummer

JWR_2019160168_20191112L02

Rechtssatz für Ra 2019/16/0168

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2019/16/0168

Entscheidungsdatum

12.11.2019

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §275 Abs6
  1. BAO § 275 heute
  2. BAO § 275 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. BAO § 275 gültig von 26.06.2002 bis 25.03.2009 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 20/2009
  4. BAO § 275 gültig von 19.04.1980 bis 25.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980

Rechtssatz

Aus dem Fragerecht nach Paragraph 275, Absatz 6, BAO ist kein Rechtsanspruch darauf abzuleiten, dass die Einvernahme beantragter Zeugen in der mündlichen Verhandlung stattfinden müsse oder dass vor der Verhandlung vorgenommene Einvernahmen zu wiederholen wären vergleiche VwGH 21.9.2016, 2013/13/0040, und Ritz, BAO6, Paragraph 275, Tz 8, sowie Ellinger/Sutter/Urtz, BAO3, Paragraph 275, Anmerkung 21).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RA2019160168.L03

Im RIS seit

24.01.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2020

Dokumentnummer

JWR_2019160168_20191112L03

Rechtssatz für Ra 2019/16/0168

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2019/16/0168

Entscheidungsdatum

12.11.2019

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
95/05 Normen Zeitzählung

Norm

B-VG Art18 Abs2
NormenG 1971 §5
NormenG 1971 §6 Abs1 litb
NormenG 2016 §9
VwRallg
  1. B-VG Art. 18 heute
  2. B-VG Art. 18 gültig ab 01.07.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  5. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 18 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  8. B-VG Art. 18 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 18 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2013/07/0154 E 24. Juli 2014 RS 3 (hier nur der erste Satz)

Stammrechtssatz

Bei einer ÖNORM handelt es sich um eine unverbindliche Empfehlung des Normungsinstitutes, der nur dann normative Wirkung zukommt, wenn sie der Gesetzgeber (unter Umständen mittels Verordnungserlassung) als verbindlich erklärt. Das Fehlen einer solchen normativen Wirkung einer ÖNORM hindert nicht, dass diese als einschlägiges Regelwerk und objektiviertes, generelles Gutachten von einem Sachverständigen als Grundlage in seinem Gutachten etwa für die Beurteilung des Standes der Technik herangezogen werden kann (E 26. Juni 2013, 2012/05/0187).

Schlagworte

Verordnungen Verhältnis Verordnung - Bescheid VwRallg4 Verwaltungsrecht allgemein Rechtsquellen VwRallg1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RA2019160168.L04

Im RIS seit

24.01.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2020

Dokumentnummer

JWR_2019160168_20191112L04

Rechtssatz für Ra 2019/16/0168

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2019/16/0168

Entscheidungsdatum

12.11.2019

Index

L37151 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag Burgenland
L82001 Bauordnung Burgenland

Norm

BauG Bgld 1997 §9 Abs1

Rechtssatz

Ob eine Baumaßnahme (wie im Revisionsfall die Wiederherstellung einer Straßenbeleuchtung) einer bestimmten ÖNORM entsprechend ausgeführt wurde, ist eine Sachverhaltsfrage vergleiche etwa "zum Stand der Technik" VwGH 22.10.2018, Ra 2018/16/0177).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RA2019160168.L05

Im RIS seit

24.01.2020

Zuletzt aktualisiert am

24.01.2020

Dokumentnummer

JWR_2019160168_20191112L05