Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2015/12/0026

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2015/12/0026

Entscheidungsdatum

16.11.2015

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VwGVG 2014 §24;
VwRallg;

Rechtssatz

In seiner Beschwerde an das VwG beantragte der Revisionswerber die Einvernahme von Zeugen. Es ist davon auszugehen, dass im Wege dieser Beweisanträge ein Verhandlungsantrag gestellt wurde vergleiche E 20. November 2014, Ra 2014/07/0052).

Schlagworte

Individuelle Normen und Parteienrechte Auslegung von Bescheiden und von Parteierklärungen VwRallg9/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015120026.L01

Im RIS seit

13.01.2016

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2018

Dokumentnummer

JWR_2015120026_20151116L01

Rechtssatz für Ra 2015/12/0026

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2015/12/0026

Entscheidungsdatum

16.11.2015

Index

E1P
L22003 Landesbedienstete Niederösterreich

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta Art51;
DPL NÖ 1972 §26 Abs4 idF 2200-58;
DPL NÖ 1972 §69 Abs3 lita idF 2200-35;
DPL NÖ 1972 §71 Abs1 lita idF 2200-44;

Rechtssatz

Im Revisionsverfahren betreffend Mehrdienstleistungsentschädigung, Ausgleichszulage und Feststellung iA der Zeiterfassung ist kein Sachverhalt gegeben, der zur Anwendung des Unionsrechts führt, es liegt daher kein Anwendungsbereich der GRC im Sinne deren Artikel 51, vor vergleiche E 25. März 2015, 2011/12/0096).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015120026.L02

Im RIS seit

13.01.2016

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2018

Dokumentnummer

JWR_2015120026_20151116L02

Rechtssatz für Ra 2015/12/0026

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2015/12/0026

Entscheidungsdatum

16.11.2015

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VwGVG 2014 §24 Abs4;

Rechtssatz

Gemäß der zu Paragraph 24, Absatz 4, VwGVG 2014 ergangenen hg. Rechtsprechung lassen die Akten dann erkennen, dass die mündliche Erörterung eine weitere Klärung der Rechtssache nicht erwarten lässt, wenn von vornherein absehbar ist, dass die mündliche Erörterung nichts zur Ermittlung der materiellen Wahrheit beitragen kann vergleiche E 17. Februar 2015, Ra 2014/09/0007, Ra 2014/09/0008, Ra 2014/09/0023, Ra 2014/09/0035).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015120026.L03

Im RIS seit

13.01.2016

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2018

Dokumentnummer

JWR_2015120026_20151116L03

Rechtssatz für Ra 2015/12/0026

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2015/12/0026

Entscheidungsdatum

16.11.2015

Index

E1P
L22003 Landesbedienstete Niederösterreich
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta Art47;
B-VG Art133 Abs4;
DPL NÖ 1972 §26 Abs4 idF 2200-58;
DPL NÖ 1972 §69 Abs3 lita idF 2200-35;
DPL NÖ 1972 §71 Abs1 lita idF 2200-44;
MRK Art6 Abs1;
VwGG §34 Abs1;
VwGVG 2014 §24 Abs4;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Der EGMR lässt eine Ausnahme von der Verhandlungspflicht zu, wenn das Verfahren nicht übermäßig komplexe Rechtsfragen oder nur hochtechnische Fragen betrifft vergleiche E 27. Mai 2015, Ra 2014/12/0021, und E 21. April 2015, Ra 2015/09/0009). Das VwG hatte im Hinblick auf die Frage der Gebührlichkeit der beantragten Mehrdienstleistungsentschädigungen ein Schreiben auszulegen und zu beurteilen, ob dieses eine schriftliche Anordnung iSd Paragraph 71, Absatz eins, Litera a, NÖ DPL 1972 darstellt. Für die Klärung dieser nicht komplexen Rechtsfrage bedurfte es keiner mündlichen Verhandlung. Voraussetzung für das Bestehen eines Anspruchs auf Auszahlung einer Ausgleichszulage wäre gewesen, dass dem Beamten in den letzten fünf Jahren vor seiner Versetzung ruhegenussfähige Nebengebühren in Form von Mehrdienstleistungsentschädigungen gebührt hätten. Dies hat das VwG verneint. Die Abweisung des Antrags auf Auszahlung einer Ausgleichszulage hatte aufgrund der Abweisung des Antrags auf Auszahlung von Mehrdienstleistungsentschädigungen zu erfolgen. Das VwG konnte daher auch hinsichtlich der Beurteilung der Gebührlichkeit der beantragten Ausgleichszulage von der Durchführung einer mündlichen Verhandlung Abstand nehmen. Der Beamte hatte bereits aufgrund des Fehlens einer schriftlichen Anordnung keinen Anspruch auf Auszahlung der beantragten Mehrdienstleistungsentschädigungen und sohin keinen Anspruch auf eine Ausgleichszulage "aufgrund von Mehrdienstleistungsentschädigungen". Dass die Anordnung schriftlich zu ergehen hat, ergibt sich aus dem Gesetz. Die bloße Kenntnisnahme einer schriftlichen Ermächtigung an einen Vorgesetzten durch den Beamten tut dem Schriftlichkeitserfordernis der Anordnung nicht Genüge.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015120026.L04

Im RIS seit

13.01.2016

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2018

Dokumentnummer

JWR_2015120026_20151116L04

Rechtssatz für Ra 2015/12/0026

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2015/12/0026

Entscheidungsdatum

16.11.2015

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §59 Abs1;
VwGVG 2014 §27;
VwGVG 2014 §28;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2014/03/0049 B 17. Dezember 2014 RS 1

Stammrechtssatz

"Sache" des Beschwerdeverfahrens vor dem VwG ist - ungeachtet des durch Paragraph 27, VwGVG 2014 vorgegebenen Prüfumfangs - jedenfalls nur jene Angelegenheit, die den Inhalt des Spruchs der vor dem Verwaltungsgericht belangten Verwaltungsbehörde gebildet hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015120026.L05

Im RIS seit

13.01.2016

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2018

Dokumentnummer

JWR_2015120026_20151116L05