Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 98/05/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

98/05/0094

Entscheidungsdatum

27.10.1998

Index

L37154 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Oberösterreich
L81704 Baulärm Umgebungslärm Oberösterreich
L82000 Bauordnung
L82004 Bauordnung Oberösterreich
L82304 Abwasser Kanalisation Oberösterreich
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §8;
BauO OÖ 1976 §2;
BauO OÖ 1976 §3;
BauO OÖ 1976 §4;
BauO OÖ 1976 §5;
BauO OÖ 1976 §6;
BauO OÖ 1994 §3;
BauO OÖ 1994 §4;
BauO OÖ 1994 §5;
BauRallg;

Rechtssatz

Aus Paragraph 2 bis Paragraph 6, OÖ BauO 1976 ergibt sich für den Zeitraum vor und nach dem Inkrafttreten der Nov LGBl 1998/33, daß dem Nachbarn im Bauplatzbewilligungsverfahren keine Parteistellung eingeräumt ist (Hinweis E 12.4.1988, 88/05/0046). Die gilt auch für den Anwendungsbereich der OÖ BauO 1994 (siehe die Paragraph 3 bis Paragraph 5, OÖ BauO 1994).

Schlagworte

Bauverfahren (siehe auch Behörden Vorstellung Nachbarrecht Diverses) Parteien BauRallg11/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998050094.X01

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1998050094_19981027X01

Rechtssatz für 98/05/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

98/05/0094

Entscheidungsdatum

27.10.1998

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §64a Abs2;

Rechtssatz

Die Berufungsvorentscheidung tritt nur infolge eines ZULÄSSIGEN Vorlageantrages außer Kraft, ein unzulässiger Antrag hat keine Rechtswirkungen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998050094.X02

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1998050094_19981027X02

Rechtssatz für 98/05/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

98/05/0094

Entscheidungsdatum

27.10.1998

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §64a Abs2;

Rechtssatz

Paragraph 64 a, Absatz 2, zweiter Satz AVG bestimmt, daß "jede Partei" - also nicht nur der Berufungswerber - den Antrag auf Vorlage der Berufung an die Berufungsbehörde stellen kann, wodurch die Berufungsvorentscheidung außer Kraft tritt. Somit soll die Berufungsvorentscheidung eine neue Sachentscheidung darstellen und damit den angefochtenen erstinstanzlichen Bescheid zur Gänze verdrängen, und zwar mit Wirkung für ALLE Parteien des erstinstanzlichen Verfahrens. Das Gesetz differenziert dabei nicht danach, wer Berufung erhebt und welche materiellen Berechtigungen dem Berufungswerber zustehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998050094.X03

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1998050094_19981027X03

Rechtssatz für 98/05/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

98/05/0094

Entscheidungsdatum

27.10.1998

Index

L37154 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Oberösterreich
L81704 Baulärm Umgebungslärm Oberösterreich
L82000 Bauordnung
L82004 Bauordnung Oberösterreich
L82304 Abwasser Kanalisation Oberösterreich
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)

Norm

BauO OÖ 1994 §54 Abs1 litb;
BauO OÖ 1994 §55 Abs2;
BauRallg;
B-VG Art118 Abs2;
  1. B-VG Art. 118 heute
  2. B-VG Art. 118 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 118 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  8. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  9. B-VG Art. 118 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  10. B-VG Art. 118 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 118 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Artikel 118, Absatz 2, B-VG verbietet es, daß Gemeinden im Rahmen des eigenen Wirkungsbereiches Hoheitsakte bei Vorhaben setzen, die sich (örtlich) auch auf das Gebiet einer anderen Gemeinde erstrecken. Ua sind Verfahren betreffend Bauvorhaben, die sich auf das Gebiet zweier oder mehrerer Gemeinden erstrecken, vom eigenen Wirkungsbereich ausgenommen (Hinweis E VfGH 18.3.1987, VfSlg 11307). Die Durchführung des Baubewilligungsverfahrens betreffend ein Bauvorhaben, das auf mehreren Grundstücken realisiert werden soll, ist daher gem Paragraph 54, Ziffer eins, Litera b, in Verbindung mit Paragraph 55, Absatz 2, OÖ BauO 1994 von der Bezirksverwaltungsbehörde zu besorgen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998050094.X04

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1998050094_19981027X04

Rechtssatz für 98/05/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

98/05/0094

Entscheidungsdatum

27.10.1998

Index

L37154 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Oberösterreich
L81704 Baulärm Umgebungslärm Oberösterreich
L82000 Bauordnung
L82004 Bauordnung Oberösterreich
L82304 Abwasser Kanalisation Oberösterreich
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §38;
BauO OÖ 1994;
BauRallg;

Rechtssatz

Paragraph 38, AVG räumt der Partei keinen Anspruch auf Aussetzung des Verfahrens ein. Ein solches Recht kann nur aus der jeweils in Betracht kommenden Verwaltungsvorschrift abgeleitet werden. Die OÖ BauO 1994 enthält keine Bestimmung, wonach dem Nachbarn ein Anspruch auf Aussetzung des Verfahrens zukommt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998050094.X05

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1998050094_19981027X05

Rechtssatz für 98/05/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

98/05/0094

Entscheidungsdatum

27.10.1998

Index

L37154 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Oberösterreich
L81704 Baulärm Umgebungslärm Oberösterreich
L82004 Bauordnung Oberösterreich
L82304 Abwasser Kanalisation Oberösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §38;
AVG §68 Abs1;
BauO OÖ 1994;
VwRallg;

Rechtssatz

Selbst aus einem rechtskräftigen Aussetzungsbescheid nach Paragraph 38, AVG erwächst der Partei kein subjektives Recht auf Nichtbeendigung des ausgesetzten Verfahrens (Hinweis E 1.10.1996, 96/11/0120). Umso mehr muß dies für den Fall gelten, daß der Aussetzungsbescheid noch nicht rechtskräftig geworden ist.

Schlagworte

Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998050094.X06

Im RIS seit

29.01.2002

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1998050094_19981027X06