Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 96/06/0102

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 15027 A/1998

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

96/06/0102

Entscheidungsdatum

19.11.1998

Index

L85007 Straßen Tirol
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art94;
LStG Tir 1989 §74 Abs2;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 94 heute
  2. B-VG Art. 94 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 94 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  4. B-VG Art. 94 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  5. B-VG Art. 94 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1996/05/30 95/06/0245 1

Stammrechtssatz

Gemäß Paragraph 74, Absatz 2, Tir LStG 1989 tritt der Bescheid mit Anrufung des Bezirksgerichts hinsichtlich des Ausspruches über die Vergütung außer Kraft. Aufgrund dieser damit eingeräumten Möglichkeit, im Wege der sogenannten sukzessiven Kompetenz eine Entscheidung des Gerichtes über die Entschädigung zu erlangen, ist der Antragsteller nicht legitimiert, hinsichtlich der Entschädigungsfrage eine Beschwerde an den VwGH zu erheben (Hinweis E 14.9.1995, 93/06/0203). Dies gilt auch für den Fall, daß die Entschädigung mit null festgesetzt wurde (Hinweis E 26.3.1996, 96/05/0040 und 0041).

Schlagworte

Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Gerichtliche oder schiedsgerichtliche Entscheidungen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1996060102.X01

Im RIS seit

18.02.2002

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1996060102_19981119X01

Rechtssatz für 96/06/0102

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 15027 A/1998

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

96/06/0102

Entscheidungsdatum

19.11.1998

Index

L85007 Straßen Tirol

Norm

LStG Tir 1989 §62 Abs1 lita;
LStG Tir 1989 §62 Abs2;
LStG Tir 1989 §63 Abs1 lita;
LStG Tir 1989 §63 Abs3;

Rechtssatz

Der Bedarf an einem Bauvorhaben ist gemäß Paragraph 62, Absatz 2, Tir LStG 1989 durch die rechtskräftige Straßenbaubewilligung nachgewiesen, sodass es hierzu keiner Ausführungen im Enteignungsbescheid bedarf und der Verweis auf die erteilte Bewilligung insofern ausreichend ist. In der Verhandlung anlässlich der Erteilung der Baubewilligung besteht die Möglichkeit, alles vorzubringen, was gegen die Erteilung der Straßenbaubewilligung spricht. Die Einwendung, an der Verbreiterung des Weges bestehe kein öffentliches Verkehrsinteresse, ist im Enteignungsverfahren - anders als die Einwendung, daß die enteigneten Grundflächen nicht der Verwirklichung des genehmigten Projektes dienten - nicht mehr zu berücksichtigen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1996060102.X02

Im RIS seit

18.02.2002

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1996060102_19981119X02

Rechtssatz für 96/06/0102

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 15027 A/1998

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

96/06/0102

Entscheidungsdatum

19.11.1998

Index

L82000 Bauordnung
L85007 Straßen Tirol

Norm

BauRallg;
LStG Tir 1989 §6 Z3;
LStG Tir 1989 §62 Abs1;
LStG Tir 1989 §63;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH E 1991/06/20 90/06/0097 2 (hier hinsichtlich einer öffentlichen Interessenstraße)

Stammrechtssatz

Da es im öffentlichen Interesse liegt, daß eine in einem Bebauungsplan vorgesehene öffentliche Verkehrsfläche (Gemeindestraße) dauernden Bestand hat, ist eine Enteignung schon im Hinblick auf unstrittige Baumaßnahmen und Erhaltungsmaßnahmen erforderlich.

Schlagworte

Planung Widmung BauRallg3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1996060102.X03

Im RIS seit

18.02.2002

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1996060102_19981119X03

Rechtssatz für 96/06/0102

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 15027 A/1998

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

96/06/0102

Entscheidungsdatum

19.11.1998

Index

L82000 Bauordnung
L85007 Straßen Tirol

Norm

BauRallg;
LStG Tir 1989 §6 Z2;
LStG Tir 1989 §6 Z3;
LStG Tir 1989 §60 Abs9;
LStG Tir 1989 §61 Abs2;
LStG Tir 1989 §62 Abs1;
LStG Tir 1989 §63;

Rechtssatz

Wie die im Gesetz verschiedentlich, insbesondere aber hinsichtlich der Enteignung enthaltenen Sonderbestimmungen für öffentliche Privatstraßen zeigen vergleiche etwa Paragraph 60, Absatz 9, Tir LStG 1989), hat der Gesetzgeber öffentliche Interessentenstraßen grundsätzlich nicht anders geregelt als Gemeindestraßen. Vor allem aber sind sie enteignungsrechtlich mit Gemeindestraßen vergleichbar: Die in Paragraph 61, Absatz 2, Tir LStG 1989 enthaltene besondere Voraussetzung für die Enteignung zu Gunsten öffentlicher Privatstraßen gilt für Gemeindestraßen und öffentliche Interessentenstraßen nicht. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Behörde zugunsten der öffentlichen Interessentenstraße eine Enteignung des Eigentums ausspricht, weil die Schaffung einer Gemengelage bezüglich des Eigentums an der öffentlichen Interessentenstraße für die erforderlichen Erhaltungs- und Verwaltungsmaßnahmen in gleicher Weise hinderlich wäre wie bei einer Gemeindestraße.

Schlagworte

Planung Widmung BauRallg3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1996060102.X04

Im RIS seit

18.02.2002

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1996060102_19981119X04

Rechtssatz für 96/06/0102

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 15027 A/1998

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

96/06/0102

Entscheidungsdatum

19.11.1998

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 87/05/0040 E 17. März 1987 RS 1

Stammrechtssatz

Die Berichtigung eines Bescheides iSd Paragraph 62, Absatz 4, AVG 1950 hat zur Folge, dass der Berichtigungsbescheid insoweit an die Stelle des berichtigten Bescheides tritt, als sein Inhalt reicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1996060102.X05

Im RIS seit

18.02.2002

Zuletzt aktualisiert am

20.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1996060102_19981119X05