Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2015/17/0160

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2015/17/0160

Entscheidungsdatum

22.12.2015

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art133 Abs4;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2015/17/0161

Rechtssatz

Wenn die gesetzliche Rechtslage eindeutig ist, liegt eine Rechtsfrage grundsätzlicher Bedeutung iSd Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht vor, und zwar selbst dann nicht, wenn dazu noch keine Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ergangen ist vergleiche etwa VwGH vom 3. Juli 2015, Ra 2015/03/0041, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015170160.L01

Im RIS seit

11.03.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2016

Dokumentnummer

JWR_2015170160_20151222L01

Rechtssatz für Ra 2015/17/0160

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2015/17/0160

Entscheidungsdatum

22.12.2015

Index

L37036 Lustbarkeitsabgabe Vergnügungssteuer Steiermark

Norm

LLustbarkeitsabgabeG Stmk 1995 §1 Z1 idF 2013/087;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2015/17/0161

Rechtssatz

Wesentlich für die Abgabepflicht gemäß Paragraph eins, Ziffer eins, Steiermärkisches Landes-Lustbarkeitsabgabegesetz ist lediglich das Halten von Geldspielapparaten gemäß Paragraph 5 a, Absatz 3, Stmk Veranstaltungsgesetz 1969. Die Höhe des Spieleinsatzes und des Gewinns ist daher für das Bestehen der Abgabepflicht ohne Bedeutung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015170160.L02

Im RIS seit

11.03.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2016

Dokumentnummer

JWR_2015170160_20151222L02

Entscheidungstext Ra 2015/17/0160

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

Ra 2015/17/0160

Entscheidungsdatum

26.11.2015

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

VwGG §30 Abs2;
  1. VwGG § 30 heute
  2. VwGG § 30 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 30 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2013
  4. VwGG § 30 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 30 gültig von 01.08.2004 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 30 gültig von 05.01.1985 bis 31.07.2004

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2015/17/0161

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat über die Anträge der M HandelsgmbH & Co. KG, vertreten durch Prof.Dr. Fritz Wennig, Rechtsanwalt in 1010 Wien, Biberstraße 5, den gegen die Erkenntnisse des Landesverwaltungsgerichts Steiermark, vom 2. September 2015, 1) Zl LVwG 61.37-2430/2015-3 (zu Zl Ra 2015/17/0160) und 2) Zl LVwG 61.37-2431/2015-3 (zu Zl Ra 2105/17/0161, betreffend Stmk Landes-Lustbarkeitsabgabe, erhobenen Revisionen die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, den Beschluss gefasst:

Spruch

Gemäß Paragraph 30, Absatz 2, VwGG wird den Anträgen nicht stattgegeben.

Begründung

Mit den beiden vorliegenden außerordentlichen Revisionen bekämpft die Revisionswerberin die beiden die Festsetzung der von ihr für die an den Standorten in Graz K 30 aufgestellten Geldspielapparate zu leistenden Stmk Landes-Lustbarkeitsabgabe für die Zeiträume März 2015 (Ra 2015/17/0160) sowie April 2015 (Ra 2015/17/0161) in der Höhe von jeweils insgesamt EUR 1.260,-- bestätigenden Erkenntnisse des Landesverwaltungsgerichts Steiermark. Damit verbunden ist jeweils der Antrag, der Revision aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.

Begründend wird ausgeführt, dass zwingende öffentliche Interessen der Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung nicht entgegenstünden. Hingegen sei nach Abwägung aller berührten Interessen mit dem Vollzug für die Revisionswerberin ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden. Der verfahrensgegenständliche Geldbetrag sei zwar nicht als besonders hoch zu qualifizieren, jedoch ergebe sich aus der Tatsache, dass die Revisionswerberin "rund" 13 Standorte betreibe, pro Monat eine "gewaltige" Summe, die jedenfalls ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten übersteige.

Gemäß Paragraph 30, Absatz 2, VwGG ist der Revision auf Antrag die aufschiebende Wirkung mit Beschluss zuzuerkennen, wenn dem nicht zwingende öffentliche Interessen entgegenstehen und nach Abwägung der berührten öffentlichen Interessen und Interessen anderer Parteien mit dem Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses für die Revisionswerberin ein unverhältnismäßiger Nachteil verbunden wäre.

Allein der Hinweis auf die - nicht näher konkretisierte - monatliche finanzielle Belastung aus der Verpflichtung zur Entrichtung der Stmk Landes-Lustbarkeitsabgabe in Bezug auf die "rund" 13 betriebenen Standorte kann keinen unverhältnismäßigen Nachteil für die Revisionswerberin aus dem Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses begründen, zumal der Vollzug der beiden Erkenntnisse lediglich die Entrichtung von insgesamt EUR 2.520,-- betrifft.

Unabhängig davon hat die Revisionswerberin in ihrem Antrag zu konkretisieren, worin für sie der unverhältnismäßige Nachteil gelegen wäre vergleiche , den Beschluss eines verstärkten Senates vom 25. Februar 1981, Slg Nr 10.381/A). Wie der Verwaltungsgerichtshof in dem eben zitierten Beschluss ausgesprochen hat, wird er nur durch die glaubhafte Dartuung konkreter - tunlichst ziffernmäßiger - Angaben über die finanziellen Verhältnisses der Antragstellerin überhaupt in die Lage versetzt zu beurteilen, ob der Vollzug des angefochtenen Erkenntnisses für die Antragstellerin einen angesichts des glaubhaft gemachten Sachverhaltes unverhältnismäßigen Nachteil mit sich brächte vergleiche , VwGH vom 16. Oktober 2013, AW 2013/17/0045).

Dieser Konkretisierungspflicht ist die Revisionswerberin ebenfalls nicht nachgekommen.

Aus diesen Erwägungen war dem Antrag auf Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung gemäß Paragraph 30, Absatz 2, VwGG nicht stattzugeben.

Wien, am 26. November 2015

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015170160.L00.1

Im RIS seit

19.05.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2016

Dokumentnummer

JWT_2015170160_20151126L00

Entscheidungstext Ra 2015/17/0160

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

Ra 2015/17/0160

Entscheidungsdatum

22.12.2015

Index

L37036 Lustbarkeitsabgabe Vergnügungssteuer Steiermark;
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art133 Abs4;
LLustbarkeitsabgabeG Stmk 1995 §1 Z1 idF 2013/087;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2015/17/0161

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Holeschofsky und die Hofrätin Mag. Dr. Zehetner sowie Hofrat Mag. Brandl als Richterin und Richter, unter Beiziehung der Schriftführerin Mag.a Schubert-Zsilavecz, über die Revisionen der M HandelsgmbH & Co. KG in Wien, vertreten durch Prof. Dr. Fritz Wennig, Rechtsanwalt in 1010 Wien, Biberstraße 5, gegen die Erkenntnisse des Landesverwaltungsgerichts Steiermark vom 2. September 2015,

  1. Ziffer eins
    Zl LVwG 61.37-2430/2015-3 (zu Zl Ra 2015/17/0160) und
  2. Ziffer 2
    Zl LVwG 61.37-2431/2015-3 (zu Zl Ra 2015/17/0161), betreffend Stmk Landes-Lustbarkeitsabgabe, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revisionen werden zurückgewiesen.

Begründung

Mit den Bescheiden vom 5. Mai 2015 (Zl Ra 2015/17/0160) und 25. Mai 2015 (Zl Ra 2015/17/0161) schrieb der Bürgermeister der Landeshauptstadt Graz der revisionswerbenden Gesellschaft gemäß den Bestimmungen des Steiermärkischen Landes-Lustbarkeitsabgabegesetzes für die beiden Zeiträume März 2015 (Zl Ra 2015/17/0160) und April 2015 (Zl Ra 2015/17/0161) jeweils für das Halten je eines an zwei bestimmt bezeichneten Standorten in Graz aufgestellten Geldspielapparates gemäß Paragraph 5 a, Absatz 3, Steiermärkisches Veranstaltungsgesetz, Landesgesetzblatt Nr 192 aus 1969, (in der Folge: Stmk VeranstaltungsG 1969) eine Landes-Lustbarkeitsabgabe in der Höhe von jeweils EUR 630,-- pro Apparat, insgesamt sohin jeweils EUR 1.260,-- vor.

Mit den beiden angefochtenen Erkenntnissen wies das Landesverwaltungsgericht Steiermark die jeweils dagegen erhobene Beschwerde der revisionswerbenden Gesellschaft als unbegründet ab und erklärte die ordentliche Revision jeweils für unzulässig. Zur Behauptung der revisionswerbenden Partei, dass weder das Stmk VeranstaltungsG 1969 zur Anwendung komme, weil dessen Paragraph 6 a, in der Fassung vom 8. Juli 1969 bestimme, dass der Spieleinsatz bei Geldspielautomaten je Spiel den Betrag oder Gegenwert von 5 Schilling und der Gewinn den Betrag oder Gegenwert von 100 Schilling nicht übersteigen dürfe, dies jedoch vorliegend der Fall sei, noch das aufgrund der "salvatorischen Klausel" in Paragraph eins, Stmk VeranstaltungsG 1969 (Ausnahme von dem Glücksspielmonopol unterliegenden Glücksspielen von der Anwendung dieses Gesetzes) zum Tragen kommende Glücksspielgesetz wegen dessen Unionsrechtswidrigkeit, verwies das Landesverwaltungsgericht Steiermark darauf, dass für die Abgabepflicht nach dem Steiermärkischen Landes-Lustbarkeitsabgabegesetz allein wesentlich sei, ob ein Geldspielapparat iSd Paragraph 5 a, Absatz 3, Stmk VeranstaltungsG 1969 oder ein Glücksspielautomat nach dem Glücksspielgesetz gehalten werde. Bei sämtlichen der revisionswerbenden Gesellschaft zuzurechnenden Spielapparaten handle es sich um Geldspielapparate gemäß Paragraph 5 a, Absatz 3, Stmk VeranstaltungsG 1969, deren Aufstellung und Betrieb gemäß Paragraph 5 a, leg cit genehmigt worden sei. Es erübrige sich deshalb darauf einzugehen, ob diese Geräte auch Glücksspielautomaten nach dem Glücksspielgesetz seien und das Glücksspielgesetz unionsrechtswidrig sei.

Gegen diese Erkenntnisse richten sich die vorliegenden

außerordentlichen Revisionen.

Das Verwaltungsgericht legte die Akten vor.

Der Verwaltungsgerichtshof hat nach Verbindung der beiden Revisionen zur gemeinsamen Entscheidung zur Frage der Zulässigkeit erwogen:

Nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG ist gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.

Nach Paragraph 34, Absatz eins, VwGG sind Revisionen, die sich wegen Nichtvorliegens der Voraussetzungen des Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zur Behandlung eignen, ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung mit Beschluss zurückzuweisen.

Nach Paragraph 34, Absatz eins a, VwGG ist der Verwaltungsgerichtshof bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG an den Ausspruch des Verwaltungsgerichtes gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG nicht gebunden. Die Zulässigkeit einer außerordentlichen Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG hat der Verwaltungsgerichtshof im Rahmen der dafür in der Revision vorgebrachten Gründe (Paragraph 28, Absatz 3, VwGG) zu überprüfen.

Wenn die gesetzliche Rechtslage eindeutig ist, liegt eine Rechtsfrage grundsätzlicher Bedeutung iSd Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht vor, und zwar selbst dann nicht, wenn dazu noch keine Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes ergangen ist vergleiche , etwa VwGH vom 3. Juli 2015, Ra 2015/03/0041, mwN).

Gemäß Paragraph eins, Steiermärkisches Landes-Lustbarkeitsabgabegesetz, Landesgesetzblatt Nr 27 aus 1995, in der hier anzuwendenden Fassung Landesgesetzblatt Nr 87 aus 2013,, unterliegen der Abgabepflicht 1. das Halten von Geldspielapparaten gemäß Paragraph 5 a, Absatz 3, des Steiermärkischen Veranstaltungsgesetz, Landesgesetzblatt Nr 192 aus 1969,, in Verbindung mit Paragraph 31, Absatz 5, Steiermärkisches Veranstaltungsgesetz 2012, Landesgesetzblatt Nr 88 aus 2012, (wonach gemäß Ziffer 3, dieser Bestimmung die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Stmk VeranstaltungsG 2012 (gemäß Paragraph 32, leg cit: 1. November 2012) erteilten Bewilligungen für das Aufstellen und den Betrieb von Geld- und Unterhaltungsapparaten (Paragraph 5 a,) längstens bis zum Ablauf des 31. Dezember 2015 aufrechtbleiben), 2. das Halten der dem Glücksspielgesetz (GSpG), Bundesgesetzblatt Nr 620 aus 1989,, in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 112 aus 2012,, unterliegenden Glücksspielautomaten, ausgenommen Ausspielungen gemäß Paragraph 2, GSpG durch Konzessionäre und Bewilligungsinhaber nach den Paragraphen 5, 14, 21 und 22 GSpG, unabhängig davon, ob diese in öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten oder in Privaträumen (zB Vereinslokalen) aufgestellt sind. Demnach verweist Paragraph eins, Ziffer eins, Steiermärkisches Landes-Lustbarkeitsabgabegesetz lediglich statisch auf Paragraph 5 a, Absatz 3, Stmk VeranstaltungsG 1969, nicht jedoch auf dessen übrige Bestimmungen, insbesondere nicht auf Paragraph eins, Absatz 4, Ziffer 3, Stmk VeranstaltungsG 1969, wonach Veranstaltungen von Glücksspielen, die dem Glücksspielmonopol des Bundes unterliegen, von der Anwendung dieses Gesetzes ausgenommen sind, und auf Paragraph 6 a, Absatz 3, Stmk VeranstaltungsG 1969, gemäß dessen drittem Satz in der Stammfassung Landesgesetzblatt Nr 192 aus 1969, bei einem Geldspielapparat je Spiel der Einsatz den Betrag oder Gegenwert von 5 Schilling und der Gewinn den Betrag oder Gegenwert von 100 Schilling nicht übersteigen durfte. Wesentlich für die Abgabepflicht gemäß Paragraph eins, Ziffer eins, Steiermärkisches Landes-Lustbarkeitsabgabegesetz ist daher lediglich das Halten von Geldspielapparaten gemäß Paragraph 5 a, Absatz 3, Stmk Veranstaltungsgesetz 1969. Die Höhe des Spieleinsatzes und des Gewinns ist daher für das Bestehen der Abgabepflicht ohne Bedeutung.

Unstrittig ist, dass es sich bei den verfahrensgegenständlichen Apparaten um Geldspielapparate gemäß Paragraph 5 a, Absatz 3, Stmk VeranstaltungsG 1969 handelt, deren Aufstellung und Betrieb gemäß Paragraph 5 a, Stmk VeranstaltungsG 1969 genehmigt wurde, weshalb nach dem klarem Wortlaut des Paragraph eins, Ziffer eins, Steiermärkisches Landes-Lustbarkeitsabgabegesetz die Abgabepflicht gegeben ist. Dem Abgabentatbestand des Paragraph eins, Ziffer 2, leg cit und einer allfälligen Unionsrechtswidrigkeit des im GSpG normierten Glücksspielmonopols kommt somit zumindest im gegenständlichen Fall keine rechtliche Relevanz zu.

In den Revisionen werden demnach keine Rechtsfragen aufgeworfen, denen im Sinne des Artikel 133, Absatz 4, B-VG grundsätzliche Bedeutung zukäme, weshalb sie als unzulässig zurückzuweisen waren.

Wien, am 22. Dezember 2015

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015170160.L00

Im RIS seit

11.03.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2016

Dokumentnummer

JWT_2015170160_20151222L00