Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 87/17/0393

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

87/17/0393

Entscheidungsdatum

09.06.1989

Index

50/01 Gewerbeordnung
55 Wirtschaftslenkung

Norm

GewO 1973 §39;
PrG 1976 §14 Abs1 idF 1984/265;
PrG 1976 §14a idF 1984/265;
PrG 1976 §16a idF 1984/265;
  1. GewO 1973 § 39 gültig von 01.07.1993 bis 18.03.1994 wiederverlautbart durch BGBl. Nr. 194/1994
  2. GewO 1973 § 39 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 399/1988
  3. GewO 1973 § 39 gültig von 01.02.1982 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 619/1981

Rechtssatz

Wurde die Bestellung eines Geschäftsführers gem Paragraph 39, GewO oder nach anderen Verwaltungsvorschriften angezeigt oder genehmigt, so trifft gem Paragraph 16, a PreisG die strafrechtliche Verantwortlichkeit für die Einhaltung des Paragraph 10, a Absatz 2, PreisG der Paragraphen 11 bis 11 c PreisG, der auf Grund dieser Bestimmung erlassenen Verordnungen sowie des Paragraph 14 und Paragraph 14, a PreisG den Geschäftsführer und es sind bei Zuwiderhandlungen Geld- und Arreststrafen gem Paragraph 15, Absatz eins, PreisG und Paragraph 16, Absatz eins, PreisG gegen den Geschäftsführer zu verhängen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170393.X01

Im RIS seit

27.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2009

Dokumentnummer

JWR_1987170393_19890609X01

Rechtssatz für 87/17/0393

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

87/17/0393

Entscheidungsdatum

09.06.1989

Index

55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs3 idF 1984/265;

Rechtssatz

Der Begriff "Ort des Verkaufes" (ebenso wie der Begriff "Ort der Erbringung der Bedarfsleistung") ist nicht topografisch zu verstehen und nicht mit dem Begriff "Gemeinde" gleichzusetzen, weshalb der ortsübliche Preis auch auf Grund der Ermittlungen, die über das Gebiet der Gemeinde hinausreichen und sich auf ein größeres Gebiet, allerdings mit gleichen wirtschaftlichen Verhältnissen, erstrecken, festgestellt werden kann. Dies ist dann erforderlich, wenn an einem Ort keine oder zu wenig geeignete Vergleichsbetriebe vorhanden sind. Der Erhebungsbereich muss hiebei so weit reichen, dass die Preise mehrerer gleichartiger Betriebe verglichen werden können. (Hinweis auf E vom 26.5.1987, 86/17/0018)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170393.X02

Im RIS seit

27.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2009

Dokumentnummer

JWR_1987170393_19890609X02

Rechtssatz für 87/17/0393

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

87/17/0393

Entscheidungsdatum

09.06.1989

Index

55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs1 idF 1984/265;
PrG 1976 §14 Abs3 idF 1984/265;

Rechtssatz

Bei Ermittlung des "ortsüblichen" Preises kommt es auch auf die Gleichartigkeit der Betriebe an. Die Heranziehung von zwei oder auch drei Vergleichsbetrieben ist nicht ausreichend. Ein "ortsüblicher" Preis kann nämlich grundsätzlich nur ein Entgelt sein, das mehrfach ersichtlich gemacht, gefordert, angenommen usw. wird.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170393.X03

Im RIS seit

27.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2009

Dokumentnummer

JWR_1987170393_19890609X03

Rechtssatz für 87/17/0393

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

87/17/0393

Entscheidungsdatum

09.06.1989

Index

55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs1 idF 1984/265;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 86/17/0016 E 26. Mai 1987 VwSlg 12478 A/1987 RS 7

Stammrechtssatz

Als "lebenswichtig" sind alle jene Sachgüter und Leistungen anzusehen, die zwar nicht für den notwendigen Lebensunterhalt, aber zur Aufrechterhaltung des Standards der Lebenshaltung erforderlich sind, wie er sich im Laufe der Entwicklung herausgebildet hat und von der Bevölkerung in Anspruch genommen wird. Der Kreis die vom PreisG erfassten Bedarfsgüter und Bedarfsleistungen ist daher seht weit gezogen und es werden von ihm nur besondere Luxusgüter nicht erfasst (Hinweis E 23.2.1977, 0504/76, E 25.11.1980, 3088/79, VwSlg 10304 A/1980, E 9.9.1982, 82/11/0144).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170393.X04

Im RIS seit

27.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2009

Dokumentnummer

JWR_1987170393_19890609X04

Rechtssatz für 87/17/0393

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

87/17/0393

Entscheidungsdatum

09.06.1989

Index

55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs3 idF 1984/265;

Rechtssatz

Bedarfsleistungen einer Chemisch-Putzerei fallen unter Paragraph 14, Absatz 3, dritte Rechtsregel des PreisG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170393.X05

Im RIS seit

27.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2009

Dokumentnummer

JWR_1987170393_19890609X05

Rechtssatz für 87/17/0393

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

87/17/0393

Entscheidungsdatum

09.06.1989

Index

55 Wirtschaftslenkung

Norm

PrG 1976 §14 Abs1 idF 1984/265;
PrG 1976 §14 Abs3 idF 1984/265;

Rechtssatz

Unter dem Ort der Erbringung einer Bedarfsleistung ist jener Ort zu verstehen, an dem der Werkvertrag über die Durchführung der Leistung (das "Geschäft") abgeschlossen wird.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1987170393.X06

Im RIS seit

27.09.2005

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2009

Dokumentnummer

JWR_1987170393_19890609X06