Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §33 Abs1;
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008

Rechtssatz

Klaglosstellung im Sinne des Paragraph 33, Absatz eins, VwGG 1965 tritt auch dann ein, wenn der den Entscheidungsanspruch der Partei erfüllende Bescheid von einer funktionell unzuständigen Behörde erlassen wird (Hinweis auf E vom 25. Jänner 1979, 0616/78)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X01

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X01

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §41 Abs1;
  1. VwGG § 41 heute
  2. VwGG § 41 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 41 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 41 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 41 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 41 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die funktionelle Unzuständigkeit des an sich sachlich zuständigen Landeshauptmannes - er hätte, statt eine Sachentscheidung zu treffen, den Bescheid der Erstbehörde wegen Überganges der Zuständigkeit nach Paragraph 73, Absatz 2, AVG 1950 aufheben müssen - hat der auch durch eine Säumnisbeschwerde, über die das Verfahren gem Paragraph 33, Absatz eins, VwGG 1965 einzustellen ist, angerufene VwGH nur dann wahrzunehmen, wenn sie als Beschwerdepunkt geltend gemacht wird (Hinweis auf E vom 16. März 1977, VwSlg 9274 A/1977, 0752/76)

Schlagworte

Beschwerdepunkt Beschwerdebegehren Entscheidungsrahmen und Überprüfungsrahmen des VwGH Allgemein Beschwerdepunkt Beschwerdebegehren Erklärung und Umfang der Anfechtung Anfechtungserklärung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X02

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X02

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;

Rechtssatz

Wurde während der Anhängigkeit des Konzessionsansuchens des Bfrs, das der Landeshauptmann im Instanzenzug abwies, an andere Bewerber die Konzession - sei es durch den Landeshauptmann selbst, sei es durch den Bundesminister für Verkehr oder die Bezirksverwaltungsbehörde - erteilt, dann hat der Bfr ungeachtet der Verneinung des Bedarfes insoweit einen Rechtsanspruch auf Erteilung der Konzession, als ein Vergleich mit den anderen (ehemaligen) Bewerbern ergibt, daß sein Ausschluß dem Ergebnis nach, gemessen am Sinn des Gesetzes, zu Unrecht erfolgt war.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X03

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X03

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0935/76 E 15. März 1978 RS 1

Stammrechtssatz

"Bedarf" im Sinne des Paragraph 5, Absatz eins, des Gelegenheitsverkehrsgesetzes ist anzunehmen, wenn die Nachfrage nach der gewerblichen Leistung nach den objektiven Gegebenheiten das diesbezügliche Angebot übersteigt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X04

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X04

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1311/75 E 15. September 1976 VwSlg 9123 A/1976 RS 1

Stammrechtssatz

Ob in Wien eine ungedeckte Nachfrage nach Leistungen des Taxigewerbes besteht, ist auf Grund der Bedarfslage im gesamten Wiener Stadtgebiet zu beurteilen. Insbesondere in einer Großstadt wie Wien kann eine volle Befriedigung des Bedarfes nach Leistungen des Taxigewerbes nur dann angenommen werden, wenn innerhalb der Grenzen des Zumutbaren wann und wo immer ein Taxifahrzeug ohne nennenswerte Wartezeiten in Anspruch genommen werden kann. Bei der Beurteilung der Bedarfslage darf ferner nicht außer acht gelassen werden, dass das Taxigewerbe nicht so sehr der Abwicklung eines mehr oder weniger regelmäßigen Personenverkehrs dient, sondern vor allem dazu bestimmt ist, dem Mangel an Beförderungsmöglichkeiten in unvorhergesehenen oder dringenden Fällen abzuhelfen (Hinweis E 20.12.1955, VwSlg 3930 A/1955, E 24.4.1968, VwSlg 7340 A/1968 und E 8.10.1975, 569/74).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X05

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X05

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1550/67 E 24. April 1968 VwSlg 7340 A/1968 RS 7

Stammrechtssatz

Die Befriedigung jeder einzelnen Nachfrage ist, von den Fällen nicht befriedigter Nachfrage infolge des Zusammentreffens besonderer und nicht alltäglicher Ereignisse abgesehen, ein bei der Bedarfsfrage nicht außer acht zu lasendes Postulat (Hinweis E 10.1.1967, 0457/65; hier: Taxigewerbe).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X06

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X06

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1293/77 E 26. April 1978 RS 3

Stammrechtssatz

Bedarfserhebungen, die nicht erkennen lassen, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmaß bei der - telefonischen - Inanspruchnahme eines Funktaxifahrzeuges Wartezeiten entstehen bzw entstehen würden, bilden für die Ermittlung des Bedarfes nach Leistungen des Taxigewerbes (in Innsbruck) keine taugliche Grundlage (Hinweis E 17.11.1976, 0906/76, 0909/76).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X07

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X07

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/01 Gewerbeordnung
50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;
GewO 1859 §23 Abs5 idF 1952/179;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0001/55 E 10. April 1959 VwSlg 4935 A/1959 RS 1

Stammrechtssatz

Wenn nach den gesetzlichen Voraussetzungen und nicht in der Person der Bewerber gelegenen Gründen nur die Erteilung einer an den Lokalbedarf gebundenen Konzession in Frage kommt, sich aber mehrere Personen um eine solche Konzession bewerben, steht der Behörde zwischen den mehreren Bewerbern ein Wahlrecht zu, das sie nach freiem Ermessen zu handhaben befugt ist. Die Abweisung des Konzessionsansuchens des übergangenen Bewerbers mangels Lokalbedarfes ist unzulässig. Bei Ausübung des Wahlrechtes dürfen auch soziale Momente berücksichtigt werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X08

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X08

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1517/79 E 21. März 1980 RS 3

Stammrechtssatz

Es widerspricht nicht dem Sinn des Gesetzes, wenn Auswahlkriterien insoweit auf einen "Stichtag" abstellen, als dies geboten ist, um den Entscheidungsanspruch jener Bewerber zu genügen, über deren Ansuchen (Berufung) das Ermittlungsverfahren bereits abgeschlossen ist. (Hinweis auf E vom 28.6.1979, 1155/78)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X09

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X09

Rechtssatz für 1066/78

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 10206 A/1980

Rechtssatznummer

10

Geschäftszahl

1066/78

Entscheidungsdatum

09.07.1980

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §5 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 3407/78 E 29. Februar 1980 RS 1

Stammrechtssatz

Es widerspricht nicht dem Sinn des Gesetzes, wenn Bewerber um eine Taxikonzession, die wegen schwerwiegender Verkehrsdelikte bestraft wurden, anders qualifiziert werden, als Bewerber, die zu derlei Beanstandungen keinen Anlaß gegeben haben; dies ist aber jedenfalls nur insoweit gerechtfertigt, als die Behörde einen für alle Bewerber der betreffenden Gruppe geltenden Vergleichsmaßstab, und damit auch einen einheitlichen Vergleichszeitraum, zugrundelegt. (Hinweis auf E vom 2.5.1968, 1215/67, VwSlg 7344 A/1968)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1980:1978001066.X10

Im RIS seit

09.10.2003

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2010

Dokumentnummer

JWR_1978001066_19800709X10