Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2011/01/0006

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2011/01/0006

Entscheidungsdatum

31.05.2012

Index

L40059 Prostitution Sittlichkeitspolizei Wien
41/02 Melderecht

Norm

MeldeG 1991 §1;
ProstG Wr 1984 §5 Abs1;
ProstG Wr 1984 §5 Abs2;

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2011/01/0008 E 31. Mai 2012 2011/01/0007 E 31. Mai 2012

Rechtssatz

Die Prostitutionsausübung in einem Stundenhotel (hier: einem Lokal mit "Privatzimmern") ist nicht als "Hausbesuch" anzusehen und verwirklicht daher nicht den Ausnahmetatbestand des Paragraph 5, Absatz 2, Wr. ProstitutionsG. Davon, dass eine Person, welche die Dienstleistung einer die Prostitution ausübenden Person in Anspruch nimmt, im Stundenhotel (Zimmer) eine Unterkunft im Sinne des Paragraph 5, Absatz 2, leg. cit. habe, kann keine Rede sein, werden diese Räume doch nicht im Sinne des Paragraph eins, Meldegesetz 1991 zum Wohnen und Schlafen benutzt, sondern nach bloß kurzfristiger (hier: halbstündiger) Vermietung zur Duldung sexueller Handlungen am eigenen Körper oder zur Vornahme sexueller Handlungen (Paragraph 2, Absatz eins, Wr. ProstitutionsG). Dabei kann dahinstehen, ob die Prostituierte und/oder ihr Freier als Mieter des Privatzimmers im Stundenhotel aufgetreten sind vergleiche das hg. Erkenntnis vom 16. Februar 2012, Zl. 2010/01/0009).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011010006.X01

Im RIS seit

28.06.2012

Zuletzt aktualisiert am

06.09.2012

Dokumentnummer

JWR_2011010006_20120531X01

Rechtssatz für 2011/01/0006

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2011/01/0006

Entscheidungsdatum

31.05.2012

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2011/01/0008 E 31. Mai 2012 2011/01/0007 E 31. Mai 2012

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 89/03/0027 E 31. Jänner 1990 RS 3

Stammrechtssatz

Eine Rechtswidrigkeit bei der Strafbemessung liegt dann nicht vor, wenn die Beh von dem ihr eingeräumten Ermessen iSd G Gebrauch macht. Demgemäß obliegt es der Beh, in der Begründung ihres Bescheides die für die Ermessensübung maßgebenden Umstände und Erwägungen insoweit aufzuzeigen, als dies für die Rechtsverfolgung durch die Parteien und für die Nachprüfbarkeit des Ermessensaktes auf seine Übereinstimmung mit dem Sinn des G erforderlich ist (Hinweis E VS 25.3.1980, 3273/78, VwSlg 10077 A/1980).

Schlagworte

Erschwerende und mildernde Umstände Allgemein Persönliche Verhältnisse des Beschuldigten Begründung von Ermessensentscheidungen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011010006.X02

Im RIS seit

28.06.2012

Zuletzt aktualisiert am

06.09.2012

Dokumentnummer

JWR_2011010006_20120531X02

Rechtssatz für 2011/01/0006

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2011/01/0006

Entscheidungsdatum

31.05.2012

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
19/05 Menschenrechte

Norm

MRK Art6 Abs1;
VwGG §39 Abs2 Z6;
  1. VwGG § 39 heute
  2. VwGG § 39 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 39 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 39 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 39 gültig von 01.09.1997 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  6. VwGG § 39 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2011/01/0008 E 31. Mai 2012 2011/01/0007 E 31. Mai 2012

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2008/15/0302 E 28. Oktober 2009 RS 2 (hier Unabhängiger Verwaltungssenat Wien als belangte Behörde)

Stammrechtssatz

Von der Durchführung der vom Beschwerdeführer beantragten mündlichen Verhandlung hat der Verwaltungsgerichtshof aus dem Grunde des Paragraph 39, Absatz 2, Ziffer 6, VwGG Abstand genommen. Artikel 6, Absatz eins, EMRK stand dem deswegen nicht entgegen, weil der Beschwerdeführer schon im Verwaltungsverfahren Gelegenheit hatte, seinen Standpunkt im Rahmen der mündlichen Verhandlung vor der als Tribunal eingerichteten belangten Behörde (dem unabhängigen Finanzsenat) vorzutragen vergleiche das hg. Erkenntnis vom 29. September 2004, 2002/13/0222).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011010006.X03

Im RIS seit

28.06.2012

Zuletzt aktualisiert am

06.09.2012

Dokumentnummer

JWR_2011010006_20120531X03