Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2009/07/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2009/07/0094

Entscheidungsdatum

26.01.2011

Index

L66106 Einforstung Wald- und Weideservituten Felddienstbarkeit
Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

RegulierungsG Stmk 1921 §1;
RegulierungsG Stmk 1921 §3;
VwRallg;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 94/07/0039 E 13. Dezember 1994 VwSlg 14180 A/1994 RS 4

Stammrechtssatz

Paragraph 3, des Steiermärkischen Landesgesetzes vom 8.4.1921, LGBl Nr 1922/237 bezieht sich nur auf den Zeitraum vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes; auf den Zeitraum danach kann er nicht bezogen werden, ohne in Widerspruch zu der abschließenden, ein Erlöschen nicht mehr vorsehenden Regelung des Paragraph eins, des Gesetzes zu kommen. Ab dem Inkraftreten des Gesetzes LGBl Nr 1922/237 in der Steiermark war ein Erlöschen von Einforstungsrechten durch Verjährung nicht mehr möglich.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2009070094.X01

Im RIS seit

16.02.2011

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2011

Dokumentnummer

JWR_2009070094_20110126X01

Rechtssatz für 2009/07/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2009/07/0094

Entscheidungsdatum

26.01.2011

Index

L66106 Einforstung Wald- und Weideservituten Felddienstbarkeit
Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein
80/06 Bodenreform

Norm

EinforstungsLG Stmk 1983 §2 Abs1;
RegulierungsG Stmk 1921 §1;
VwRallg;
WWSGG §1;
WWSGG §2 Abs1;
WWSLG Stmk 1956 §2;

Rechtssatz

Nach Paragraph 2, Absatz eins, zweiter Satz Stmk EinforstungsLG 1983 (wie auch nach Paragraph 2, Stmk WWSLG 1956 und Paragraph eins, letzter Satz Stmk RegulierungsG 1921) ist eine Verjährung von Einforstungsrechten durch Nichtausübung nicht möglich. Daran ändert es auch nichts, wenn sich die Verpflichtete der Ausübung dieses Rechtes durch den Berechtigten über einen längeren Zeitraum widersetzt hat. Damit vermag sie keinen Untergang des Einforstungsrechtes zu bewirken.

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Verjährung im öffentlichen Recht VwRallg6/6

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2009070094.X02

Im RIS seit

16.02.2011

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2011

Dokumentnummer

JWR_2009070094_20110126X02

Rechtssatz für 2009/07/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2009/07/0094

Entscheidungsdatum

26.01.2011

Index

L66106 Einforstung Wald- und Weideservituten Felddienstbarkeit
Steiermark

Norm

EinforstungsLG Stmk 1983 §1;
EinforstungsLG Stmk 1983 §2;
EinforstungsLG Stmk 1983 §48;

Rechtssatz

Ist im Zusammenhang mit Einforstungsrechten (hier iSd Stmk EinforstungsLG 1983) im rechtsbegründenden Akt eine Verpflichtung zu einer bestimmten Handlung durch die Verpflichtete festgesetzt, so kann der dadurch Berechtigte diese Handlung auch von der Verpflichteten einfordern. Eine bescheidmäßige Anordnung durch die Agrarbehörde, dieser Verpflichtung nachzukommen, erweist sich daher nicht als rechtswidrig.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2009070094.X03

Im RIS seit

16.02.2011

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2011

Dokumentnummer

JWR_2009070094_20110126X03

Rechtssatz für 2009/07/0094

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2009/07/0094

Entscheidungsdatum

26.01.2011

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Die Zurückverweisung nach Paragraph 66, Absatz 2, AVG wegen Ermittlungsmängeln ist nicht gerechtfertigt, wenn das Recht auf Parteiengehör nur ungenügend gewahrt wurde (Hinweis E 15. Dezember 1994, 91/06/0074; E 18. Februar 1997, 96/11/0294), weil im Berufungsverfahren die Möglichkeit der Sanierung der Verletzung des Parteiengehörs besteht. Auch die mangelhafte Begründung des angefochtenen Bescheids ist keine ausreichende Voraussetzung für ein Vorgehen nach Paragraph 66, Absatz 2, AVG, zumal es der Berufungsbehörde möglich ist, ihre eigenen Erwägungen anstelle der Begründung der Erstinstanz zu treffen und die Mangelhaftigkeit des erstinstanzlichen Bescheids zu sanieren. Die verfahrensrechtliche Möglichkeit einer Rückverweisung nach Paragraph 66, Absatz 2, AVG soll nur ausnahmsweise möglich sein (Hinweis E 23. November 2000, 99/07/0195), sodass die Voraussetzungen des Paragraph 66, Absatz 2, AVG streng zu prüfen sind.

Schlagworte

Inhalt der Berufungsentscheidung Kassation Parteiengehör Erhebungen Ermittlungsverfahren Heilung von Verfahrensmängeln der Vorinstanz im Berufungsverfahren

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2009070094.X04

Im RIS seit

16.02.2011

Zuletzt aktualisiert am

22.03.2011

Dokumentnummer

JWR_2009070094_20110126X04