Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2009/05/0104

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2009/05/0104

Entscheidungsdatum

31.01.2012

Index

L37159 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Wien
L80009 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Wien
L80409 Altstadterhaltung Ortsbildschutz Wien
L82009 Bauordnung Wien

Norm

BauO Wr §81 Abs6;

Rechtssatz

Nach Paragraph 81, Absatz 6, Wr BauO darf der Gebäudeumriss durch Aufzugstriebwerksräume bzw. Stiegenhäuser ohne eine (wie beispielsweise ausdrücklich für Dachgaupen vorgesehene) Beschränkung überschritten werden, wenngleich nur im unbedingt notwendigen Ausmaß (Hinweis E vom 6. September 2011, 2008/05/0174, mwH).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2009050104.X01

Im RIS seit

27.02.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.10.2012

Dokumentnummer

JWR_2009050104_20120131X01

Rechtssatz für 2009/05/0104

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2009/05/0104

Entscheidungsdatum

31.01.2012

Index

L37159 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Wien
L80009 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Wien
L80409 Altstadterhaltung Ortsbildschutz Wien
L82009 Bauordnung Wien

Norm

BauO Wr §81 Abs6;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2009/05/0089 E 21. Dezember 2010 RS 1

Stammrechtssatz

Bei den in Paragraph 81, Absatz 6, Wr BauO genannten Aufbauten "im unbedingt notwendigen Ausmaß" kommt es nicht darauf an, ob eine bestimmte bautechnische Ausführung erfolgt. Vielmehr ist jede dem Stand der Technik entsprechende architektonische Ausführung im unbedingt notwendigen Ausmaß zulässig. Die Wortfolge "im unbedingt notwendigen Ausmaß" bedeutet im gegebenen Zusammenhang daher nicht, dass die Überschreitung nur dann zulässig ist, wenn sie nicht durch eine andere Planung vermieden werden kann, vielmehr handelt es sich hierbei um ein an der Funktion der Stiegenhäuser und Aufzugstriebwerksräume orientiertes Ausmaß (Hinweis E vom 20. Juni 1995, 94/05/0172).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2009050104.X02

Im RIS seit

27.02.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.10.2012

Dokumentnummer

JWR_2009050104_20120131X02

Rechtssatz für 2009/05/0104

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2009/05/0104

Entscheidungsdatum

31.01.2012

Index

L37159 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Wien
L80009 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Wien
L80409 Altstadterhaltung Ortsbildschutz Wien
L82009 Bauordnung Wien

Norm

BauO Wr §81 Abs6;

Rechtssatz

Es kann nicht gesagt werden, dass eine Überschreitung iSd Paragraph 81, Absatz 6, Wr BauO nur dann "unbedingt notwendig" ist, wenn ohne diese eine Durchführung des Bauvorhabens nicht ("oder nur in unverhältnismäßiger Weise") möglich wäre.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2009050104.X03

Im RIS seit

27.02.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.10.2012

Dokumentnummer

JWR_2009050104_20120131X03

Rechtssatz für 2009/05/0104

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2009/05/0104

Entscheidungsdatum

31.01.2012

Index

L37159 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Wien
L80009 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Wien
L80409 Altstadterhaltung Ortsbildschutz Wien
L82000 Bauordnung
L82009 Bauordnung Wien
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

BauO Wr §134 Abs3 idF 1987/028;
BauRallg;
VwRallg;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 93/05/0169 E 7. September 1993 RS 2

Stammrechtssatz

Die Wr BauO kennt keine Bestimmung, die dem Nachbarn ein subjektiv-öffentliches Recht dahingehend einräumt, daß ihm ein freier Ausblick gewährt würde oder durch die Anordnung von Fenstern der Blick aus gegenüberliegenden Objekten in Wohnobjekte des Nachbarn unmöglich ist. Die Cottageservitut gehört dem Zivilrecht an und ist im öffentlich-rechtlichen Bauverfahren nicht zu berücksichtigen (Hinweis E 20.11.1956, 1256/55).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2009050104.X04

Im RIS seit

27.02.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.10.2012

Dokumentnummer

JWR_2009050104_20120131X04

Rechtssatz für 2009/05/0104

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2009/05/0104

Entscheidungsdatum

31.01.2012

Index

L37159 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Wien
L80009 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan Wien
L80409 Altstadterhaltung Ortsbildschutz Wien
L82000 Bauordnung
L82009 Bauordnung Wien
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

BauO Wr §134a Abs1;
BauRallg;
VwRallg;

Rechtssatz

Die Unterlassung einer gesetzlich vorgesehenen spruchgemäßen Verweisung einer privatrechtlichen Einwendung auf den Zivilrechtweg würde den Nachbarn in keinem Recht verletzen (Hinweis E vom 31. Juli 2007, 2006/05/0114, Slg. Nr. 17250 A, mwH, zum oberösterreichischen Baurecht); gleiches gilt damit für Entscheidungen, in denen eine solche Verweisung auch ohne gesetzliches Erfordernis vorgesehen wird (Hinweis E vom 18. November 2003, 2001/05/0927, und vom 28. Jänner 2009, 2008/05/0139).

Schlagworte

Nachbarrecht Nachbar Anrainer Grundnachbar subjektiv-öffentliche Rechte, Vorschriften, die keine subjektiv-öffentliche Rechte begründen BauRallg5/1/9 Organisationsrecht Justiz - Verwaltung Verweisung auf den Zivilrechtsweg VwRallg5/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2009050104.X05

Im RIS seit

27.02.2012

Zuletzt aktualisiert am

11.10.2012

Dokumentnummer

JWR_2009050104_20120131X05