Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 98/12/0410

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

98/12/0410

Entscheidungsdatum

20.02.2002

Index

L22006 Landesbedienstete Steiermark

Norm

DP/Stmk 1974 §76 Abs2 Z2 idF 1993/098;
DP/Stmk 1974 §76 Abs4 idF 1993/098;
LBG Stmk 1974 §2 Abs1;

Rechtssatz

Der Begriff "dienstunfähig" wird in Paragraph 76, Absatz 4, DP/Stmk definiert. Dafür, dass er für den Fall einer Ruhestandsversetzung nach Paragraph 76, Absatz 2, Ziffer 2, leg. cit. nicht gelten soll, gibt es keinen Anhaltspunkt. Er weist demnach einen medizinischen Aspekt (Nichterfüllung der dienstlichen Aufgaben infolge der körperlichen oder geistigen Beschaffenheit) und einen Vergleichsaspekt (Zuweisung eines gleichwertigen Arbeitsplatzes, dessen Ausübung billigerweise zugemutet werden kann; in diesem Sinn bereits das zu Paragraph 76, DP/Stmk ergangene hg. Erkenntnis vom 30. September 1996, Zl. 95/12/0154) auf.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:1998120410.X01

Im RIS seit

07.05.2002

Zuletzt aktualisiert am

31.12.2008

Dokumentnummer

JWR_1998120410_20020220X01

Rechtssatz für 98/12/0410

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

98/12/0410

Entscheidungsdatum

20.02.2002

Index

L22006 Landesbedienstete Steiermark

Norm

DP/Stmk 1974 §76 Abs1 idF 1993/098;
DP/Stmk 1974 §76 Abs2 Z1 idF 1993/098;
DP/Stmk 1974 §76 Abs2 Z2 idF 1993/098;
LBG Stmk 1974 §2 Abs1;

Rechtssatz

Nicht erforderlich ist für die Ruhestandsversetzung nach Paragraph 76, Absatz 2, Ziffer 2, DP/Stmk das Vorliegen einer dauernden Dienstunfähigkeit, wie sich aus der Versetzung in den zeitlichen Ruhestand nach Paragraph 76, Absatz 2, Ziffer eins, DP/Stmk rückschließen lässt vergleiche zu einer insofern völlig vergleichbaren Rechtslage nach Paragraph 14, Absatz eins, Ziffer eins und 2 BDG 1979 in der Fassung vor der Novelle Bundesgesetzblatt Nr. 820 aus 1995, das hg. Erkenntnis vom 16. November 1994, Zl. 94/12/0289). Eine Dienstunfähigkeit ist dann als dauernd zu werten, wenn - nach den Beurteilungsgrundlagen im maßgebenden Zeitpunkt - keine Heilungschancen bestehen, dh wenn die Wiedererlangung der Dienstfähigkeit zumindest unwahrscheinlich ist; die bloße Möglichkeit der Wiedererlangung der Dienstfähigkeit zu irgendeinem in der Zukunft gelegenen nicht vorhersehbaren Zeitpunkt reicht - wie sich aus Paragraph 76, Absatz eins, DP/Stmk entnehmen lässt, der gleichfalls bloß auf die Dienstunfähigkeit abstellt - nicht aus, das Vorliegen einer dauernden Dienstunfähigkeit auszuschließen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:1998120410.X02

Im RIS seit

07.05.2002

Zuletzt aktualisiert am

31.12.2008

Dokumentnummer

JWR_1998120410_20020220X02

Rechtssatz für 98/12/0410

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

98/12/0410

Entscheidungsdatum

20.02.2002

Index

L22006 Landesbedienstete Steiermark

Norm

DP/Stmk 1974 §76 Abs2 Z1 idF 1993/098;
DP/Stmk 1974 §76 Abs2 Z2 idF 1993/098;
DP/Stmk 1974 §78 Abs1 idF 1997/072;
LBG Stmk 1974 §2 Abs1;

Rechtssatz

Die Berufung auf eine dauernde Dienstunfähigkeit zur Begründung einer Ruhestandsversetzung gemäß Paragraph 76, Absatz 2, Ziffer 2, DP/Stmk führt nicht zur Aufhebung des angefochtenen Bescheides, weil eine dauernde Dienstunfähigkeit - träfe diese Feststellung zu - auch eine (sonstige) Dienstunfähigkeit in sich schließt und außerdem an die beiden nach den Tatbestandsvoraussetzungen zu unterscheidenden Fälle der Versetzung in den zeitlichen Ruhestand nach Paragraph 76, Absatz 2, DP/Stmk keine unterschiedlichen Rechtsfolgen geknüpft werden. So ist z.B. nach Paragraph 78, Absatz eins, erster Satz DP/Stmk in der Fassung der Novelle Landesgesetzblatt Nr. 72 aus 1997, die Wiederaufnahme in den Dienststand durch Ernennung nur zulässig, wenn der Beamte des Ruhestandes im Fall des Paragraph 76, Absatz eins und 2 seine Dienstfähigkeit wieder erlangt hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:1998120410.X03

Im RIS seit

07.05.2002

Zuletzt aktualisiert am

31.12.2008

Dokumentnummer

JWR_1998120410_20020220X03

Rechtssatz für 98/12/0410

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

98/12/0410

Entscheidungsdatum

20.02.2002

Index

L22006 Landesbedienstete Steiermark

Norm

DP/Stmk 1974 §76 Abs2 Z2 idF 1993/098;
DP/Stmk 1974 §76 Abs4 idF 1993/098;
LBG Stmk 1974 §2 Abs1;

Rechtssatz

Durch Krankheit (Unfall oder Gebrechen) bedingte Dienstunfähigkeit (medizinischer Aspekt) liegt dann vor, wenn durch diese die ordnungsgemäße Dienstleistung verhindert wird oder durch die Dienstleistung die Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung gegeben wäre oder die Dienstleistung für den Beamten ein objektiv unzumutbares Unbill darstellen würde. Die Beurteilung dieser Frage obliegt der Dienstbehörde auf Grund ärztlicher Sachverständigengutachten.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:1998120410.X04

Im RIS seit

07.05.2002

Zuletzt aktualisiert am

31.12.2008

Dokumentnummer

JWR_1998120410_20020220X04

Rechtssatz für 98/12/0410

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

98/12/0410

Entscheidungsdatum

20.02.2002

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §37;
AVG §52;
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 94/12/0158 E 16. November 1994 RS 3

Stammrechtssatz

Ein Anspruch auf Beiziehung von Fachärzten bestimmter Richtung besteht nicht, weil es nur auf die Begründung und die Schlüssigkeit des Gutachtens ankommt (Hinweis E 6.9.1988, 87/12/0179, VwSlg N F 12753 A/1988).

Schlagworte

Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Beweismittel Sachverständigenbeweis Gutachten rechtliche Beurteilung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:1998120410.X05

Im RIS seit

07.05.2002

Zuletzt aktualisiert am

31.12.2008

Dokumentnummer

JWR_1998120410_20020220X05