Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 84/06/0119

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

84/06/0119

Entscheidungsdatum

29.11.1984

Index

L82002 Bauordnung Kärnten
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §66 Abs2;
BauO Krnt 1969 §13;
BauO Krnt 1969 §14;
BauO Krnt 1969 §18;

Rechtssatz

Im Falle der Berufung eines Nachbarn hat die Berufungsbehörde im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens streng zu prüfen, ob die Voraussetzungen zu einer Behebung nach Paragraph 66, Absatz 2, AVG 1960 vorliegen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1984060119.X01

Im RIS seit

07.10.2004

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2014

Dokumentnummer

JWR_1984060119_19841129X01

Rechtssatz für 84/06/0119

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

84/06/0119

Entscheidungsdatum

29.11.1984

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1246/50 E 15. Februar 1951 VwSlg 1926 A/1951 RS 1

Stammrechtssatz

Die Berufungsbehörde darf nur in jenen Fällen kassatorisch vorgehen, in welchen die Durchführung einer mündlichen Verhandlung unvermeidlich erscheint (hier: Vorgangsweise der Berufungsbehörde nach Paragraph 66, Absatz 2, AVG dann unzulässig, wenn die erste Instanz in einem Verfahren zur Erteilung einer Kraftfahrlinienkonzession es unterlassen hat, die vorgeschriebene Befragung bestimmter Stellen vorzunehmen).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1984060119.X02

Im RIS seit

07.10.2004

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2014

Dokumentnummer

JWR_1984060119_19841129X02

Rechtssatz für 84/06/0119

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

84/06/0119

Entscheidungsdatum

29.11.1984

Index

L82000 Bauordnung
40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2285/80 E 18. November 1980 RS 1

Stammrechtssatz

Der Bauwerber besitzt einen Rechtsanspruch darauf, dass die Berufungsbehörde den erstinstanzlichen Baubewilligungsbescheid nur im Falle der Voraussetzungen des Paragraph 66, Absatz 2, AVG behebt. Die Aufsichtsbehörde ist im Verfahren über eine Vorstellung an ein bestimmtes Parteivorbringen nicht gebunden, vielmehr ist sie berechtigt, auch andere, vom Vorstellungswerber nicht geltend gemachte, zu seiner Rechtsverletzung führende Umstände wahrzunehmen. Ein Recht auf Durchführung einer neuerlichen mündlichen Verhandlung kommt übergangenen Nachbarn nicht zu.

Schlagworte

Inhalt der Berufungsentscheidung Kassation Behörden Vorstellung BauRallg2/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1984060119.X03

Im RIS seit

07.10.2004

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2014

Dokumentnummer

JWR_1984060119_19841129X03

Rechtssatz für 84/06/0119

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

84/06/0119

Entscheidungsdatum

29.11.1984

Index

L82000 Bauordnung
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §66 Abs4;
BauRallg impl;

Rechtssatz

Hat der Mitbeteiligte (Anrainer) rechtzeitig ausschließlich Einwendungen betr eine zu befürchtende Lärmbelästigung erhoben, so darf Gegenstand des Berufungsverfahrens ausschließlich die Frage sein, ob die Baubehörde erster Instanz diesem Vorbringen des Nachbarn ausreichend Rechnung getragen hat oder nicht (Hinweis E vom 12.3.1989, 3112/79, VwSlg 10317 A/1989)

Schlagworte

Inhalt der Berufungsentscheidung Voraussetzungen der meritorischen Erledigung Zurückweisung (siehe auch §63 Abs1, 3 und 5 AVG) Beschränkungen der Abänderungsbefugnis Beschränkung durch die Sache Besondere Rechtsprobleme Verfahrensrechtliche Entscheidung der Vorinstanz (siehe auch Inhalt der Berufungsentscheidung Anspruch auf meritorische Erledigung) Bauverfahren (siehe auch Behörden Vorstellung Nachbarrecht Diverses) Berufungsverfahren BauRallg11/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1984060119.X04

Im RIS seit

07.10.2004

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2014

Dokumentnummer

JWR_1984060119_19841129X04