Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 98/03/0128

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

98/03/0128

Entscheidungsdatum

22.04.1998

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §13 Abs3;
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0272/69 E 9. September 1969 RS 6

Stammrechtssatz

Ein Auftrag zur Verbesserung eines Formfehlers ist ausgeschlossen, wenn er zu einer Änderung des Begehrens führen würde. (Eingaben mit derartigen Mängeln sind vielmehr als unzulässig zurückzuweisen.)

Schlagworte

Verbesserungsauftrag Ausschluß Formgebrechen nicht behebbare NICHTBEHEBBARE materielle Mängel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998030128.X01

Im RIS seit

20.11.2000

Zuletzt aktualisiert am

15.12.2010

Dokumentnummer

JWR_1998030128_19980422X01

Entscheidungstext 98/03/0128

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

98/03/0128

Entscheidungsdatum

22.04.1998

Index

40/01 Verwaltungsverfahren;

Norm

AVG §13 Abs3;
  1. AVG § 13 heute
  2. AVG § 13 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 13 gültig von 01.01.2012 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  4. AVG § 13 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  5. AVG § 13 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  6. AVG § 13 gültig von 01.07.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  7. AVG § 13 gültig von 01.03.2004 bis 30.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  8. AVG § 13 gültig von 20.04.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  9. AVG § 13 gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  10. AVG § 13 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  11. AVG § 13 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Stoll und die Hofräte Dr. Sauberer und Dr. Gruber als Richter, im Beisein der Schriftführerin Mag. Ungersböck, über die Beschwerde der EN in Graz, vertreten durch Dr. K, Rechtsanwalt in Wien, gegen den Bescheid der Berufungskommission der Landeshauptstadt Graz vom 23. Februar 1998, Zl. A 17 - K - 14.384 aus 1997, - 2, betreffend Antrag auf Einschränkung der Anrainerverpflichtung gemäß Paragraph 93, StVO 1960, zu Recht erkannt:

Spruch

Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen.

Begründung

Der Spruch des im Instanzenzug ergangenen, angefochtenen Bescheides hat folgenden Wortlaut:

" B E S C H E römisch eins D

Spruch

Gemäß Paragraph 66, Absatz 4, AVG wird die Berufung von Frau EN gegen den namens des Stadtsenates der Landeshauptstadt Graz ergangenen Bescheid vom 16.1.1997, GZ A 10/1 - 1832/1-1996, mit welchem der Antrag der nunmehrigen Berufungswerberin "auf Einschränkung der Anrainerverpflichtung gemäß Paragraph 93, Absatz 4, StVO 1960 idgF betreffend die Liegenschaft H, gelegen an der Einmündung der R-Gasse in die H-Gasse", abgewiesen worden ist,

als unbegründet abgewiesen

und die Entscheidung der Behörde erster Rechtsstufe bestätigt."

In der Begründung dieses Bescheides vertritt die belangte Behörde die Auffassung, daß die Tatbestandsvoraussetzungen des "Befreiungstatbestandes" des Paragraph 93, Absatz 4, Litera b, StVO 1960 nicht gegeben seien. Die belangte Behörde setzt sich in der Begründung des angefochtenen Bescheides weiters mit der Frage der gesetzlichen Räum- und Streupflicht des gegenständlichen, eine besondere Figuration aufweisenden Gehsteiges auseinander.

Der Verwaltungsgerichtshof hat in einem gemäß Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer 2, VwGG gebildeten Senat erwogen:

Der normative Gehalt des Spruches des angefochtenen Bescheides erschöpft sich darin, daß dem Ansuchen "auf Einschränkung der Anrainerverpflichtung gemäß Paragraph 93, Absatz 4, StVO 1960" nicht stattgegeben wurde. Daß die Tatbestandsvoraussetzungen des Paragraph 93, Absatz 4, (insbesondere Litera b,) StVO 1960 entgegen der Auffassung der belangten Behörde vorlägen, wird in der Beschwerde gar nicht behauptet. Wenn die Beschwerdeführerin aber die Auffassung der belangten Behörde (in der Begründung des angefochtenen Bescheides) hinsichtlich der ex lege bestehenden Räum- und Streupflicht nach Paragraph 93, Absatz eins, StVO 1960 (in ihrer räumlichen Grenzziehung) bekämpft, so fehlt es dem diesbezüglichen Beschwerdevorbringen an der rechtlichen Relevanz, weil der Spruch des angefochtenen Bescheides einen derartigen feststellenden normativen Gehalt nicht aufweist.

Insoweit aber in der Beschwerde geltend gemacht wird, die belangte Behörde hätte die Beschwerdeführerin auffordern müssen, ihren Antrag "zu präzisieren" (offenkundig in Richtung auf einen Feststellungsantrag, wobei hier die Frage der Zulässigkeit eines solchen dahingestellt zu bleiben hat), so ist die Beschwerdeführerin darauf zu verweisen, daß eine Anwendung des Paragraph 13, Absatz 3, AVG nicht möglich ist, wenn der Verbesserungsauftrag zur Änderung des Begehrens führen würde vergleiche etwa das hg. Erkenntnis vom 9. September 1969, Zl. 272/69). Im Hinblick auf die Eindeutigkeit des Parteibegehrens auf eine Befreiung im Grunde des Paragraph 93, Absatz 4, StVO 1960 war die Behörde auch nicht zu der von der Beschwerdeführerin begehrten Klarstellung (offenkundig in Richtung auf einen Feststellungsantrag) verpflichtet.

Da somit schon der Inhalt der Beschwerde erkennen läßt, daß die von der Beschwerdeführerin behauptete Rechtsverletzung nicht vorliegt, war die Beschwerde gemäß Paragraph 35, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung als unbegründet abzuweisen.

Schlagworte

Verbesserungsauftrag Ausschluß Formgebrechen nicht behebbare NICHTBEHEBBARE materielle Mängel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1998:1998030128.X00

Im RIS seit

20.11.2000

Zuletzt aktualisiert am

15.12.2010

Dokumentnummer

JWT_1998030128_19980422X00