Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0206/69

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0206/69

Entscheidungsdatum

24.06.1969

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §66 Abs4;
VStG §24;
  1. VStG § 24 heute
  2. VStG § 24 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 24 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 24 gültig von 20.04.2002 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  6. VStG § 24 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. VStG § 24 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  8. VStG § 24 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Beachte

y30021;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH Erkenntnis 1969/02/12 1684/67 3

Stammrechtssatz

Im Verwaltungsstrafverfahren ist die Berufungsbehörde berechtigt, bei Identität der Sache das Verhalten des Beschuldigten einem anderen Tatbestand zu unterstellen als die erste Instanz. Die Berufungsbehörde ist also nicht gehalten, in einem solchen Fall das Verwaltungsstrafverfahren einzustellen. Wenn die erste Verfolgungshandlung innerhalb von drei Monaten nach Begehung der Tat gesetzt wurde, dann steht auch bei anderer rechtlicher Beurteilung der Tat durch die Berufungsbehörde der verwaltungsstrafrechtlichen Verfolgung des Beschuldigten Verjährung nicht entgegen.

Schlagworte

Berufungsverfahren Befugnisse der Berufungsbehörde hinsichtlich Tatbestand und Subsumtion

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1969000206.X01

Im RIS seit

24.06.1969

Dokumentnummer

JWR_1969000206_19690624X01

Rechtssatz für 0206/69

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

0206/69

Entscheidungsdatum

24.06.1969

Index

L82000 Bauordnung
40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Die (eigenmächtige) Planabweichung und die eigenmächtige Bauführung ist ein fortgesetztes Begehungsdelikt (Fortsetzungsdelikt), das dadurch gekennzeichnet ist, daß mehrere Handlungen vermöge des näheren Zusammenhanges durch Zeit, Ort, Gegenstand und Art des Eingriffes als eine Einheit erscheinen. (Hinweis auf E des BGH vom 4.3.1936, Zl. A 471/34 - BO f. Salzburg-Land)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1969000206.X02

Im RIS seit

24.06.1969

Dokumentnummer

JWR_1969000206_19690624X02

Rechtssatz für 0206/69

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

0206/69

Entscheidungsdatum

24.06.1969

Index

L82005 Bauordnung Salzburg

Norm

LandbauO Slbg 1968 §1 Abs3 liti;
LandbauO Slbg 1968 §2 Abs1;

Rechtssatz

Die Änderung der Dachform ist bewilligungspflichtig.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1969000206.X03

Im RIS seit

24.06.1969

Dokumentnummer

JWR_1969000206_19690624X03

Rechtssatz für 0206/69

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

0206/69

Entscheidungsdatum

24.06.1969

Index

L82000 Bauordnung
L82005 Bauordnung Salzburg
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

BauRallg;
LandbauO Slbg 1968 §15;
VStG §5 Abs1;

Beachte

y28297;

Rechtssatz

Bei einer eigenmächtigen Planabweichung (Ungehorsamsdelikt) hat nicht die Behörde das Verschulden, sondern der Täter zu beweisen, dass ihn kein Verschulden trifft.

*

E 24.6.1969, 206/69 #4

Schlagworte

Andere Einzelfragen in besonderen Rechtsgebieten Baurecht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1969000206.X04

Im RIS seit

24.06.1969

Dokumentnummer

JWR_1969000206_19690624X04

Rechtssatz für 0206/69

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

0206/69

Entscheidungsdatum

24.06.1969

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Für die Beurteilung der mildernden und erschwerenden Umstände bei einer Verwaltungsübertretung, sind sinngemäß die im gerichtlichen Strafrecht maßgebenden Umstände heranzuziehen. (Hinweis auf E vom 23. September . 1964, Zl. 0582/64)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1969000206.X05

Im RIS seit

24.06.1969

Dokumentnummer

JWR_1969000206_19690624X05

Rechtssatz für 0206/69

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

0206/69

Entscheidungsdatum

24.06.1969

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

y29843;

Rechtssatz

Die Stellung als Mandatar (Gemeinderat) kann im VwGH bei der Strafbemessung weder ein Vorrecht noch einen Nachteil bedeuten. *

E 24.6.1969, 206/69 #6

Schlagworte

Erschwerende und mildernde Umstände Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1969000206.X06

Im RIS seit

24.06.1969

Dokumentnummer

JWR_1969000206_19690624X06

Rechtssatz für 0206/69

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

0206/69

Entscheidungsdatum

24.06.1969

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

y29242;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH Erkenntnis 1964/06/02 2384/63 2

Stammrechtssatz

Als mildernde und erschwerende Umstände kommen im Verwaltungsstrafverfahren sinngemäß die im gerichtlichen Strafrecht (Paragraphen 263 und 264 StG) maßgebenden Umstände in Betracht.

Schlagworte

Erschwerende und mildernde Umstände Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1969000206.X07

Im RIS seit

24.06.1969

Dokumentnummer

JWR_1969000206_19690624X07