Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0668/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0668/68

Entscheidungsdatum

08.09.1969

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §63;
AVG §70 Abs3;
VwGG §34 Abs1;
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Hat eine Partei des Verwaltungsverfahrens die Wiederaufnahme (iudicium rescindens) nicht bekämpft als ihr eine Sachentscheidung 8Entscheidung im iudicium rescissorium)zuging, die auf der Wiederaufnahme durch eine höhere Instanz, die gesondert gem Paragraph 70, Absatz 3, letzter Satz AVG 1950 nicht zu bekämpfen war, beruhte (etwa weil die in der Sache getroffene Entscheidung, obwohl sie nur auf Grund der Wiederaufnahme möglich war, ihr als maßvoll und vertretbar erschien) so kann sie in der Folge einen Berufungsbescheid, der, über das von ihrem Gegner ergriffene Rechtsmittel ergehend, in der Sache eine für sie weniger befriedigende Lösung trifft, nicht mehr wegen Unzulässigkeit der Wiederaufnahme, sondern nur in der Sache selbst bekämpfen.

Schlagworte

Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Tod des Beschwerdeführers

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000668.X01

Im RIS seit

30.04.2002

Dokumentnummer

JWR_1968000668_19690908X01

Rechtssatz für 0668/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

0668/68

Entscheidungsdatum

08.09.1969

Index

L37157 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Tirol
L82007 Bauordnung Tirol

Norm

BauO Innsbruck 1896 §43;

Rechtssatz

Aus Paragraph 43, der Innsbrucker Bauordnung kann geschlossen werden, dass, wenn der Bauwerber eine "Saumrinne" vorsieht und die im Gesetz getroffenen Regelungen eingehalten werden, er nicht verhalten werden kann, sein Projekt bei sonstiger Versagung dahin abzuändern, dass ein anderer Typus der Gewässerableitung gewählt wird. Doch schließt dies nicht aus, dass allenfalls zusätzliche Maßnahmen, beispielsweise ein Schneegitter, gefordert werden können.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000668.X02

Im RIS seit

30.04.2002

Dokumentnummer

JWR_1968000668_19690908X02

Rechtssatz für 0668/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

0668/68

Entscheidungsdatum

08.09.1969

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §70 Abs3;
VwGG §34 Abs1;
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Eine Partei, die sich durch eine Wiederaufnahme des Verfahrens in ihren Rechten verletzt fühlt, muss die im wiederaufgenommenen Verfahren ergangene Sachentscheidung abwarten, mit der sie dann zugleich die Verfügung der Wiederaufnahme anfechten kann.

Schlagworte

Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Tod des Beschwerdeführers

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000668.X03

Im RIS seit

30.04.2002

Dokumentnummer

JWR_1968000668_19690908X03

Rechtssatz für 0668/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

0668/68

Entscheidungsdatum

08.09.1969

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1217/65 E 25. November 1965 VwSlg 6807 A/1965 RS 1

Stammrechtssatz

Nur Mängel in der Sachverhaltsfeststellung geben der Berufungsbehörde die Möglichkeit, von der Bestimmung des Paragraph 66, Absatz 2, AVG 1950 Gebrauch zu machen, auch erscheint eine Wiederholung einer mündlichen Verhandlung mit den Parteien, soferne sie nicht unvermeidlich ist, aus der Erwägung unzulässig, weil dadurch einer gemäß Paragraph 42, AVG präkludierten Partei die Möglichkeit der Erhebung von Einwendungen wieder eröffnet wird, wodurch ihr eine verfahrensrechtliche Besserstellung zuteil wird, auf die sie zufolge der eingetretenen Präklusionsfolgen keinen Anspruch erheben kann (Hinweis E 19.6.1956, 555/54, E 26.10.1961, 172/61 u E 9.1.1963, 23/61; Wasserrecht).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000668.X04

Im RIS seit

30.04.2002

Dokumentnummer

JWR_1968000668_19690908X04