Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 94/12/0299

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 15148 A/1999

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

94/12/0299

Entscheidungsdatum

26.05.1999

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
63/07 Personalvertretung

Norm

B-VG Art20 Abs1;
PVG 1967 §9 Abs2;
  1. B-VG Art. 20 heute
  2. B-VG Art. 20 gültig ab 01.09.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.2023 bis 31.08.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 141/2022
  4. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 20 gültig von 01.10.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  6. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.2008 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  7. B-VG Art. 20 gültig von 01.01.1988 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 285/1987
  8. B-VG Art. 20 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1987 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  9. B-VG Art. 20 gültig von 19.12.1945 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 20 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 94/12/0350

Rechtssatz

Durch die Verpflichtung des Dienststellenleiters einer nachgeordneten Dienststelle (einer Dienstbehörde), in den in Paragraph 9, Absatz 2, PVG genannten Angelegenheiten das Einvernehmen mit dem zuständigen Personalvertretungs-Organ herzustellen, wird im Außenverhältnis - dh gegenüber dem Beamten - kein NEUES (dienstbehördliches) Kollegialorgan geschaffen:

Entscheidungsträger einer derartigen dienstrechtlichen Maßnahme bleibt vielmehr gegenüber dem Beamten der Dienststellenleiter (die Dienstbehörde). Die Herstellung des Einvernehmens betrifft daher nur das Innenverhältnis zwischen Dienstgeber und Personalvertretung. Eine in Weisungsform vom Dienststellenleiter einer nachgeordneten Dienststelle zu treffende und auch getroffene Maßnahme ist nicht schon deshalb unverbindlich (rechtsunwirksam), weil sie mangels Herstellung des nach Paragraph 9, Absatz 2, PVG gebotenen Einvernehmens mit der Personalvertretung von einem unzuständigen Organ (iSd Artikel 20, Absatz eins, B-VG) erteilt wurde. Paragraph 9, Absatz 2, PVG begründet aber auch kein subjektives Recht des Beamten gegenüber seinem Dienstgeber, dass

dieser eine unter diese Bestimmung fallende Maßnahme solange unterlässt, bis entweder das Einvernehmen iSd Paragraph 10, Absatz 2, PVG hergestellt wird oder die Entscheidung des unter Einhaltung der Bestimmungen des Paragraph 10, Absatz 5, ff PVG angerufenen Leiters der Zentralstelle getroffen wird.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1999:1994120299.X05

Im RIS seit

21.02.2002

Zuletzt aktualisiert am

07.11.2014

Dokumentnummer

JWR_1994120299_19990526X05