Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 90/12/0166

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

90/12/0166

Entscheidungsdatum

22.02.1991

Index

L00308 Bezüge Bürgermeisterentschädigung Vorarlberg
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §39 Abs2;
BezügeG Vlbg 1988 §8;
BezügeG Vlbg 1988 §9;
Satzung Pensionsfonds LT Vlbg 1988 §5 Abs3;
  1. AVG § 39 heute
  2. AVG § 39 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 39 gültig von 20.04.2002 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 39 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Die Organe des Pensionsfonds des Vlbg Landtages (Paragraph 9, Absatz eins, Vlbg BezügeG) haben im beh Verfahren von Amts wegen zu prüfen, ob die Tatbestandsvoraussetzungen für die begünstigte Bemessung der Pension nach Paragraph 5, Absatz 3, der Satzungen des Pensionsfonds des Vlbg Landtages gegeben sind oder nicht. Die Bedeutung des Paragraph 5, Absatz 3, erster Satz der Satzungen besteht darin, daß die zuständigen Behörden sich zwingend eines Facharztes zu bedienen haben, um vom medizinischen Standpunkt jene Fragen zu beantworten, die für die Beurteilung der von der Behörde zu lösenden Rechtsfrage von Bedeutung sind. Das Gutachten des Facharztes ist in freier Beweiswürdigung zur Feststellung des maßgebenden Sachverhaltes heranzuziehen. Eine Bindung der Behörden an das Gutachten besteht nicht. Zur Begutachtung der für die Erwerbsunfähigkeit maßgeblichen fachärztlichen Fragen kann durchaus die Einholung mehrerer Sachverständigengutachten erforderlich werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1991:1990120166.X02

Im RIS seit

22.02.1991

Dokumentnummer

JWR_1990120166_19910222X02