Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1579/73

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 8619 A/1974

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1579/73

Entscheidungsdatum

24.05.1974

Index

L65002 Jagd Wild Kärnten
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §45 Abs2;
AVG §52 Abs1;
AVG §58 Abs2;
AVG §60;
JagdG Krnt 1961 §78 Abs2;
VwGG §42 Abs2 litc Z3 impl;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc impl;

Beachte

Vorgeschichte: 1360/72 E 9.3.1973; Besprechung in: Ringhofer in Festschrift des VwGH, S 351;

Rechtssatz

Ausnahmsweise eingeholte Sachverständigengutachten sind vermöge der Vorschrift des Paragraph 78, Absatz 2, KJG dem zuständigen Jagdbeirat. Der durch Paragraph 78, KJG nicht eingeschränkte Grundsatz der freien Beweiswürdigung schließt es aus, daß die Behörde an die Stellungnahme des Jagdbeirates gebunden ist. Sie ist allerdings gemäß Paragraph 60, AVG verpflichtet, sich in der Begründung des Bescheides mit der Stellungnahme des Jagdbeirates auseinanderzusetzen, sofern sie diesem in seiner Betrachtungsweise nicht folgt. (Die Unterlassung zu einem eingeholten Gutachten die Stellungnahme des Jagdbeirates (hier: Landesjagdbeirat) einzuholen bedeutet eine Verletzung von Verfahrensvorschriften, bei deren Einhaltung die Behörde zu einem anderen Bescheid hätte kommen müssen.

Schlagworte

Begründung Begründungsmangel "zu einem anderen Bescheid" Beweiswürdigung Wertung der Beweismittel Begründungspflicht Beweiswürdigung und Beweismittel Begründung der Wertung einzelner Beweismittel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1973001579.X02

Im RIS seit

12.11.2002

Zuletzt aktualisiert am

02.07.2015

Dokumentnummer

JWR_1973001579_19740524X02