Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2012/01/0164

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2012/01/0164

Entscheidungsdatum

22.05.2014

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
41/02 Staatsbürgerschaft

Norm

StbG 1949 §3
StbG 1985 §10
VwRallg

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2013/01/0026

Rechtssatz

Die Wiener Landesregierung hat über das Ansuchen auf Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft zutreffend nach der im Zeitpunkt der Bescheiderlassung geltenden Rechtslage - sohin auf der Grundlage des StbG 1985 - entschieden. Demgegenüber war die davon zu unterscheidende Frage, ob der Antragsteller die österreichische Staatsbürgerschaft mit Geburt durch Abstammung erlangt hat, nach den staatsbürgerrechtlichen Vorschriften zu beurteilen, die zum betreffenden Zeitpunkt (das ist gegenständlich 1961) in Geltung standen vergleiche aus der ständigen hg. Rechtsprechung etwa das Erkenntnis vom 19. September 2012, Zl. 2009/01/0003, mwN).

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2012010164.X01

Im RIS seit

03.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

03.07.2019

Dokumentnummer

JWR_2012010164_20140522X01

Rechtssatz für 2012/01/0164

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2012/01/0164

Entscheidungsdatum

22.05.2014

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2013/01/0026

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2005/04/0003 E 28. März 2008 RS 1

Stammrechtssatz

Ein Berichtigungsbescheid gemäß Paragraph 62, Absatz 4, AVG bildet mit dem von ihm berichtigten Bescheid eine Einheit, wobei die Berichtigung eines Bescheides auch nach der Erhebung einer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof zulässig ist vergleiche die bei Walter/Thienel, Verwaltungsverfahrensgesetze I2, unter E. 233 und 253 zu Paragraph 62, AVG referierte Judikatur).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2012010164.X02

Im RIS seit

03.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

03.07.2019

Dokumentnummer

JWR_2012010164_20140522X02

Rechtssatz für 2012/01/0164

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2012/01/0164

Entscheidungsdatum

22.05.2014

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2013/01/0026

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2008/16/0055 E 29. Jänner 2009 RS 1 (hier nur letzter Satz)

Stammrechtssatz

Die Berichtigung nach Paragraph 293, BAO erfolgt rückwirkend auf den Zeitpunkt der Erlassung des berichtigten Bescheides vergleiche etwa das hg. Erkenntnis vom 29. Juli 2004, Zl. 2004/16/0041). Ein berichtigender Bescheid tritt - soweit sein Inhalt reicht - an die Stelle des berichtigten Bescheides. Erfolgt die Berichtigung während des hinsichtlich des berichtigten Bescheides laufenden Beschwerdeverfahrens, so hat der Verwaltungsgerichtshof den angefochtenen Bescheid in der berichtigten Form dem weiteren Verfahren zu Grunde zu legen vergleiche etwa das hg. Erkenntnis vom 13. November 1990, Zl. 90/08/0169, mwN).

Schlagworte

Beschwerdepunkt Beschwerdebegehren Entscheidungsrahmen und Überprüfungsrahmen des VwGH Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2012010164.X03

Im RIS seit

03.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

03.07.2019

Dokumentnummer

JWR_2012010164_20140522X03

Rechtssatz für 2012/01/0164

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2012/01/0164

Entscheidungsdatum

22.05.2014

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Staatsbürgerschaft

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2013/01/0026

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2004/17/0002 E 11. August 2004 RS 1 (hier nur erster Satz; § 3 StbG 1949 als Rechtsgrundlage)

Stammrechtssatz

Die unrichtige Berufung auf eine Rechtsgrundlage macht einen Bescheid noch nicht rechtswidrig, soferne eine entsprechende Rechtsgrundlage (im Beschwerdefall: in der Stmk LAO) gegeben ist. [Hier: Die belangte Behörde hat in ihrem Berufungsbescheid im Hinblick auf das Vorliegen von Landesabgaben folgerichtig auf die Steiermärkische Landesabgabenordnung 1963 - LAO, Landesgesetzblatt Nr. 158 aus 1963, in der Fassung Landesgesetzblatt 62 aus 2001,, Bezug genommen; es handelt sich um einen Bescheid, mit dem (im Instanzenzug) die erstinstanzliche Festsetzung einer Landesabgabe bestätigt wird. Die Berufung auf Paragraph 62, Absatz 4, AVG im vorliegenden, den Berufungsbescheid betreffenden Berichtigungsbescheid ist insoweit unzutreffend. Die Zulässigkeit der Berichtigung des Berufungsbescheides ist nach den Vorschriften der Steiermärkischen Landesabgabenordnung, Landesgesetzblatt 158 aus 1963,, zuletzt geändert durch Landesgesetzblatt Nr. 69 aus 2001,, zu beurteilen.]

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2012010164.X04

Im RIS seit

03.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

03.07.2019

Dokumentnummer

JWR_2012010164_20140522X04