Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2005/04/0269

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17719 A/2009

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2005/04/0269

Entscheidungsdatum

01.07.2009

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UVPG 2000 §3 Abs1;
UVPG 2000 §3 Abs2;
UVPG 2000 §3 Abs7;
UVPG 2000 Anh1 Z26;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2005/05/0275 E 20. Februar 2007 RS 6 (Hier: nur der erste Satz)

Stammrechtssatz

Die Frage, ob ein bestimmtes Vorhaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu unterziehen ist, kann allein aus den Einreichplänen und sonstigen Unterlagen und dem bei der Behörde eingereichten Projekt beurteilt werden, auf eventuell sonst noch beabsichtigte Vorhaben kommt es nicht an, solang noch kein konkretes Projekt vorliegt vergleiche hiezu das hg. Erkenntnis vom 20. Dezember 2005, Zl. 2004/05/0317). Im Verfahren über einen Antrag der Straßenverwaltung nach Paragraph 34, Absatz eins, OÖ LStG 1991 stellt sich die Umweltverträglichkeitsprüfungspflicht eines beabsichtigten Baues einer öffentlichen Straße daher dann nicht, wenn noch kein konkretes Projekt vorliegt, die beabsichtigten Vorarbeiten erst der Erstellung eines bewilligungsfähigen Straßenbauprojektes dienen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2005040269.X01

Im RIS seit

05.08.2009

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2015

Dokumentnummer

JWR_2005040269_20090701X01

Rechtssatz für 2005/04/0269

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17719 A/2009

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2005/04/0269

Entscheidungsdatum

01.07.2009

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UVPG 2000 §3 Abs1;
UVPG 2000 §3 Abs2;
UVPG 2000 §3 Abs7;
UVPG 2000 Anh1 Z26;

Rechtssatz

Ob ein Festgesteinabbau in die Spalte 1 der Ziffer 26, des Anhanges 1 fällt und damit gemäß Paragraph 3, Absatz eins, erster Satz UVP-G 2000 der Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegt, bestimmt sich alleine nach der Fläche des Abbaus. Die Abbaufläche stellt somit den für die Beurteilung der UVP-Pflicht nach Paragraph 3, Absatz eins, erster Satz UVP-G 2000 relevanten Punkt dar.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2005040269.X02

Im RIS seit

05.08.2009

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2015

Dokumentnummer

JWR_2005040269_20090701X02

Rechtssatz für 2005/04/0269

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17719 A/2009

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2005/04/0269

Entscheidungsdatum

01.07.2009

Index

14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

UVPG 2000 §2 Abs2 erster Satz;
UVPG 2000 §2 Abs2;

Rechtssatz

Durch Paragraph 2, Absatz 2, erster Satz UVP-G 2000 ist nach den Erläuterungen (IA 168/A Gesetzgebungsperiode römisch 21 ) klargestellt, dass sich die UVP nicht auf die jeweilige technische Anlage beschränkt, sondern (neben Eingriffen in die Natur und Landschaft) auch alle in einem räumlichen und sachlichen Zusammenhang stehenden Maßnahmen umfasst.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2005040269.X03

Im RIS seit

05.08.2009

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2015

Dokumentnummer

JWR_2005040269_20090701X03

Rechtssatz für 2005/04/0269

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 17719 A/2009

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2005/04/0269

Entscheidungsdatum

01.07.2009

Index

E3L E15101000
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

31985L0337 UVP-RL Art1 Abs2;
31985L0337 UVP-RL;
GewO 1994;
UVPG 2000 §2 Abs2 erster Satz;
UVPG 2000 §2 Abs2;

Rechtssatz

Während sich die Legaldefinition des Paragraph 2, Absatz 2, erster Satz UVP-G 2000 in ihren ersten beiden Tatbeständen ("Anlage" und "Eingriff ...") eng an der Begriffsumschreibung des Artikel eins, Absatz 2, der Richtlinie 85/337/EWG orientiert, sodass für diese Tatbestände das gemeinschaftsrechtliche Verständnis maßgebend ist, leitet sich der dritte Tatbestand des Paragraph 2, Absatz 2, erster Satz UVP-G 2000 ("Maßnahmen in einem räumlichen und sachlichen Zusammenhang") nicht aus dem Gemeinschaftsrecht ab und ist im Sinne des österreichischen Anlagenrechts bzw. der Judikatur zum gewerblichen Betriebsanlagenrecht zu verstehen vergleiche Bergthaler/Weber/Wimmer,

Die Umweltverträglichkeitsprüfung, S. 55, und Ennöckl/Raschauer, Kommentar zum UVP-G, 2. Auflage, Rz 8 zu Paragraph 2,). Nach dieser Judikatur stellt aber der Fahrzeugverkehr auf Straßen mit öffentlichem Verkehr grundsätzlich kein der Betriebsanlage zuzurechnendes Geschehen dar vergleiche aus vielen die hg. Erkenntnisse vom 30. Juni 2004, Zl. 2001/04/0204, und vom 30. April 2008, Zl. 2007/04/0097).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2005040269.X04

Im RIS seit

05.08.2009

Zuletzt aktualisiert am

05.11.2015

Dokumentnummer

JWR_2005040269_20090701X04