Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2004/07/0106

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2004/07/0106

Entscheidungsdatum

21.10.2004

Index

L00047 Amt der Landesregierung Tirol
L60757 Agrarbehörden Tirol
80/01 Land- und forstwirtschaftliches Organisationsrecht

Norm

AgrBehG 1950;
AgrBehG Tir;
GO AdLReg Tir 1976;

Rechtssatz

Der Verwaltungsgerichtshof hegt ebenso wie der VfGH keine Bedenken gegen die Rechtsvorschriften betreffend die Einrichtung der Tiroler Agrarbezirksbehörde (Hinweis VfSlg 5978 aus 1969,; VfSlg 8555 aus 1979,; VfSlg 15025 aus 1997,; VfGH B 10.3.2004, B 1052/03).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2004070106.X01

Im RIS seit

15.11.2004

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2011

Dokumentnummer

JWR_2004070106_20041021X01

Rechtssatz für 2004/07/0106

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2004/07/0106

Entscheidungsdatum

21.10.2004

Index

L66107 Einforstung Wald- und Weideservituten Felddienstbarkeit Tirol
80/06 Bodenreform

Norm

Regulierungspatent 1853 §1 Z1;
WWSGG §1 Abs1 Z1;
WWSLG Tir 1952 §1 Abs1 lita;

Rechtssatz

Bei den Nutzungsrechten iSd Paragraph eins, Absatz eins, Litera a, Tir WWSLG 1952 handelt es sich um solche Rechte, die zum Zeitpunkt der Ausstellung der Übertragungsurkunde im Servitutenregulierungspatent geregelt waren. Den Bestimmungen dieses Patentes unterlagen unter anderem "alle wie immer benannten Holzungs- und Bezugsrechte von Holz und sonstigen Forstproducten in oder aus einem fremden Walde" (Paragraph eins, Ziffer eins,).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2004070106.X02

Im RIS seit

15.11.2004

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2011

Dokumentnummer

JWR_2004070106_20041021X02

Rechtssatz für 2004/07/0106

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2004/07/0106

Entscheidungsdatum

21.10.2004

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
80/06 Bodenreform

Norm

ABGB §1451;
ABGB §1452;
ABGB §472;
Regulierungspatent 1853 §1 Z1;
Regulierungspatent 1853 §1 Z2;
Regulierungspatent 1853 §1 Z3;
Regulierungspatent 1853 §1 Z3a;
Regulierungspatent 1853 §43;
VwRallg;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 94/07/0039 E 13. Dezember 1994 VwSlg 14180 A/1994 RS 2 (hier ohne die beiden letzten Sätze)

Stammrechtssatz

Bis zur Erlassung des kaiserlichen Patentes vom 5.7.1853, RGBl Nr 130, galten für Nutzungsrechte der in Paragraph eins, Ziffer eins bis Ziffer 3 a, dieses Patentes bezeichneten Art die Bestimmungen des ABGB, insbesondere jene über DIENSTBARKEITEN. Das Patent schuf Spezialbestimmungen für diese Nutzungsrechte, da das ABGB als nicht ausreichend erkannt wurde (Hinweis: Schiff, Grundriß des Agrarrechts, 1903, 60). Durch das Patent wurde aber die Anwendung des ABGB nicht zur Gänze ausgeschlossen, sondern nur hinsichtlich der im Patent selbst geregelten Fragen; neben den Bestimmungen des Patentes galten daher auch jene des ABGB für diese Nutzungsrechte (Hinweis: Schiff, aaO, 61). Dies ergibt sich insbesondere auch aus Paragraph 43, des Patentes. Da das Patent in dieser Bestimmung zwar den Erwerb von Einforstungsrechten durch Ersitzung, nicht aber das Erlöschen solcher Rechte durch Verjährung ausschloß, fanden im zeitlichen Geltungsbereich des Patentes die Verjährungsbestimmungen des ABGB Anwendung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2004070106.X03

Im RIS seit

15.11.2004

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2011

Dokumentnummer

JWR_2004070106_20041021X03

Rechtssatz für 2004/07/0106

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2004/07/0106

Entscheidungsdatum

21.10.2004

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
80/06 Bodenreform

Norm

ABGB §481;
Regulierungspatent 1853 §1;
Regulierungspatent 1853 §2;
VwRallg;
  1. ABGB § 481 heute
  2. ABGB § 481 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 94/07/0128 E 27. Juni 1995 VwSlg 14280 A/1995 RS 7 (hier ohne den letzten Satz)

Stammrechtssatz

Das kaiserliche Patent von 1853, RGBl 1853/130, erfaßt im Privatrecht wurzelnde Dienstbarkeiten, auf die bis dahin das ABGB Anwendung fand. Die Rechte wurden nicht schon dadurch, daß sie vom kaiserlichen Patent erfaßt wurden, ins öffentliche Recht transformiert. Diese Transformation erfolgte erst durch das Servitutenregulierungsverfahren und dessen Ergebnis, das Regulierungserkenntnis. Von einem solchen Verfahren nicht erfaßte Rechte blieben weiterhin privatrechtlicher Natur. Für sie galt mangels abweichender Regelungen im kaiserlichen Patent Paragraph 481, ABGB und der darin enthaltene Eintragungsgrundsatz. Nicht im Grundbuch eingetragene Dienstbarkeiten muß der Erwerber des belasteten Grundstückes aber nur dann gegen sich gelten lassen, wenn sie offenkundig sind (Hinweis Petrasch in Rummel/2, Randziffer 2 zu Paragraph 481, ABGB).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2004070106.X04

Im RIS seit

15.11.2004

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2011

Dokumentnummer

JWR_2004070106_20041021X04

Rechtssatz für 2004/07/0106

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2004/07/0106

Entscheidungsdatum

21.10.2004

Index

L66107 Einforstung Wald- und Weideservituten Felddienstbarkeit Tirol
20/01 Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
80/06 Bodenreform

Rechtssatz

Die im ABGB (Paragraphen 524 f, f,) genannten Erlöschensgründe für Dienstbarkeiten sind, soweit der Eintragungsgrundsatz reicht, im Allgemeinen nur Löschungstitel, so dass die Löschung selbst erst bücherlich erfolgen muss. Ein Teil der Erlöschensgründe führt jedoch unmittelbar das Erlöschen herbei (Durchbrechung des Eintragungsgrundsatzes). Gschnitzer (aaO, 177) nennt unter anderem die Verjährung; in der Rechtsprechung des OGH wird auch der Verzicht zu jenen Erlöschensgründen gezählt, für die der Eintragungsgrundsatz nicht gilt (Hinweis OGH 28.12.1962, 3 Ob 174/62; 10.2.1981, 5 Ob 671/80). Der Eintragungsgrundsatz gilt daher beim Erlöschen verbücherter Dienstbarkeiten nicht ausnahmslos.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2004:2004070106.X05

Im RIS seit

15.11.2004

Zuletzt aktualisiert am

18.11.2011

Dokumentnummer

JWR_2004070106_20041021X05