Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 92/11/0249

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

92/11/0249

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §45 Abs1 Z4;
  1. VwGG § 45 heute
  2. VwGG § 45 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 45 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 45 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 45 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. VwGG § 45 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2012

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2303/60 B 19. Jänner 1961 RS 1

Stammrechtssatz

Um mit einem nach Paragraph 45, Absatz eins, Litera d, VwGG 1952 gestützten Wiederaufnahmeantrag durchzudringen, genügt die allgemeine Behauptung, daß im Verfahren vor dem VwGH Vorschriften über das Parteiengehör nicht entsprochen worden sei, nicht; es müssen vielmehr die angeblich nicht beachteten Vorschriften bezeichnet werden, weil nur dann beurteilt werden kann, ob ihnen im Verfahren vor dem VwGH überhaupt zu entsprechen war.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1992110249.X01

Im RIS seit

15.12.1992

Zuletzt aktualisiert am

30.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1992110249_19921215X01

Rechtssatz für 92/11/0249

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

92/11/0249

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §33 Abs1;
VwGG §45 Abs1 Z4;
VwGG §45 Abs1;
VwGG §56;
VwGG §58;
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 45 heute
  2. VwGG § 45 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 45 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 45 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 45 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. VwGG § 45 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2012
  1. VwGG § 45 heute
  2. VwGG § 45 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 45 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 45 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 45 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. VwGG § 45 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2012

Rechtssatz

Indem der Antragsteller als Wiederaufnahmegrund geltend macht, daß der Bf nicht formell klaglos gestellt worden sei, bestreitet er lediglich die Richtigkeit der der Kostenentscheidung zugrundeliegenden Rechtsansicht des VwGH. Dies stellt keinen Wiederaufnahmegrund iSd Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer 4, VwGG (oder einer der übrigen Ziffern dieses Absatzes) dar.

Schlagworte

Einstellung des Verfahrens wegen Klaglosstellung gemäß VwGG §56 erster Satz

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1992110249.X02

Im RIS seit

15.12.1992

Zuletzt aktualisiert am

30.09.2010

Dokumentnummer

JWR_1992110249_19921215X02

Entscheidungstext 92/11/0249

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

92/11/0249

Entscheidungsdatum

15.12.1992

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

VwGG §33 Abs1;
VwGG §45 Abs1 Z4;
VwGG §45 Abs1;
VwGG §56;
VwGG §58;
  1. VwGG § 33 heute
  2. VwGG § 33 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 33 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 33 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 33 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 33 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 45 heute
  2. VwGG § 45 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 45 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 45 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 45 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. VwGG § 45 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2012
  1. VwGG § 45 heute
  2. VwGG § 45 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 45 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 45 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 45 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. VwGG § 45 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2012

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Baumgartner und die Hofräte Dr. Waldner und Dr. Graf als Richter, im Beisein der Schriftführerin Dr. Lenhart, über den Antrag des Bundesministers für Inneres auf Wiederaufnahme des mit Beschluß des Verwaltungsgerichtshofes vom 22. September 1992, Zl. 92/11/0074, abgeschlossenen Verfahrens, den Beschluß gefaßt:

Spruch

Dem Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens wird nicht stattgegeben.

Begründung

Mit Beschluß vom 22. September 1992, Zl. 92/11/00074, stellte der Verwaltungsgerichtshof das Verfahren über die Beschwerde des E gegen den Bescheid des Bundesministers für Inneres vom 28. Jänner 1992, mit dem ein Antrag des Beschwerdeführers auf Befreiung von der Zivildienstpflicht gemäß Paragraph 13, Absatz eins, Ziffer 2, Zivildienstgesetz abgewiesen worden war, gemäß Paragraph 33, Absatz eins, VwGG mit der Begründung ein, die belangte Behörde habe den Beschwerdeführer mit Bescheid vom 10. Juli 1992, betreffend dessen Befreiung von der Zivildienstpflicht gemäß Paragraph 13, Absatz eins, Ziffer 2, Zivildienstgesetz, klaglos gestellt. Der Bund wurde zum Aufwandersatz an den Beschwerdeführer verpflichtet

(S 11.690,--).

Mit dem vorliegenden, auf Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer 4, VwGG gestützten Antrag begehrt der Bundesminister für Inneres die Wiederaufnahme des genannten Verfahrens. Der Beschwerdeführer sei mit Bescheid vom 10. Juli 1992 auf Grund eines neuen Sachverhaltes von der Verpflichtung zur Leistung des ordentlichen Zivildienstes befreit worden, er sei dadurch nicht "formlos" klaglos gestellt worden, weshalb die Begründung des Verwaltungsgerichtshofes zur Kostenentscheidung nicht zutreffe. Insbesondere sei dem Antragsteller vor der Entscheidung in der Kostenfrage kein Parteiengehör gewährt worden.

Nach Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer 4, VwGG ist die Wiederaufnahme eines durch Erkenntnis oder Beschluß abgeschlossenen Verfahrens auf Antrag einer Partei zu bewilligen, wenn im Verfahren vor dem Gerichtshof den Vorschriften über das Parteiengehör nicht entsprochen wurde und anzunehmen ist, daß sonst das Erkenntnis oder der Beschluß anders gelautet hätte.

Um mit einem auf diese Bestimmung gestützten Wiederaufnahmeantrag durchzudringen, genügt es nicht, ganz allgemein zu behaupten, es lägen die Voraussetzungen dieses Tatbestandes vor. Vielmehr hat der Antragsteller die angeblich nicht beachteten Vorschriften über das Parteiengehör zu bezeichnen, weil nur dann beurteilt werden kann, ob ihnen im Verfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof überhaupt zu entsprechen war vergleiche dazu den Beschluß des Verwaltungsgerichtshofes vom 14. März 1988, Zlen. 88/10/0024, 0028, mit weiteren Judikaturhinweisen). Solche Vorschriften wurden vom Antragsteller nicht angeführt und sind auch für den Verwaltungsgerichtshof nicht ersichtlich. Festzuhalten ist, daß der dem Einstellungsbeschluß zugrundeliegende Paragraph 33, Absatz eins, VwGG nur die Einvernahme des Beschwerdeführers und nicht auch der belangten Behörde vor Erlassung eines solchen Beschlusses vorsieht. Davon abgesehen bringt der Antragsteller in sachverhaltsmäßiger Hinsicht nichts vor, was dem Verwaltungsgerichtshof nicht schon auf Grund der ihm vorgelegenen Bescheide und des Verwaltungsaktes des Antragstellers bekannt war.

Mit dem Vorbringen, der Beschwerdeführer sei nicht formlos (offenbar gemeint: formell) klaglos gestellt worden, bestreitet der Antragsteller lediglich die Richtigkeit der der Kostenentscheidung zugrundeliegenden Rechtsansicht des Verwaltungsgerichtshofes. Ein Wiederaufnahmegrund im Sinne des Paragraph 45, Absatz eins, Ziffer 4, (oder einer der übrigen Ziffern dieses Absatzes) VwGG wird damit nicht geltend gemacht.

Aus diesen Erwägungen war dem Wiederaufnahmeantrag nicht stattzugeben.

Schlagworte

Einstellung des Verfahrens wegen Klaglosstellung gemäß VwGG §56 erster Satz

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1992:1992110249.X00

Im RIS seit

15.12.1992

Zuletzt aktualisiert am

30.09.2010

Dokumentnummer

JWT_1992110249_19921215X00