Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 88/08/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

88/08/0036

Entscheidungsdatum

20.10.1988

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie VwGH Erkenntnis 1986/05/13 86/05/0065 2

Stammrechtssatz

Ein Notstand ist dann nicht gegeben, wenn damit nur eine wirtschaftliche Not oder die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Schädigung abgewendet werden soll (Hinweis E 24.11.1964, 619/64, VwSlg 6504 A/1964).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1988080036.X01

Im RIS seit

20.10.1988

Zuletzt aktualisiert am

01.10.2013

Dokumentnummer

JWR_1988080036_19881020X01

Rechtssatz für 88/08/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

88/08/0036

Entscheidungsdatum

20.10.1988

Index

60/04 Arbeitsrecht allgemein

Norm

ARG 1984;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 86/08/0250 E 29. Juni 1987 VwSlg 12496 A/1987 RS 2

Stammrechtssatz

Bei Verletzung der Schutzvorschriften des ArbeitsruheG in Ansehung

verschiedener Arbeitnehmer liegt ein fortgesetztes Delikt vor (zum

KJBG Hinweis auf VwGH E 29.10.1984, 81/11/0081 = ZfVB 1985/3/1110;

zum AZG Hinweis auf VwGH E 21.11.1984, 82/11/0091 = ZfVB

1985/3/901).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1988080036.X02

Im RIS seit

20.10.1988

Zuletzt aktualisiert am

01.10.2013

Dokumentnummer

JWR_1988080036_19881020X02

Rechtssatz für 88/08/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

88/08/0036

Entscheidungsdatum

20.10.1988

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
60/04 Arbeitsrecht allgemein

Norm

ARG 1984 §27 Abs1;
VStG §19;

Rechtssatz

Setzte die Behörde die Strafe ohnehin im unteren Bereich des Strafrahmens an, so ist der Beschwerdevorwurf, die Behörde hätte die mit der Schließung des Geschäftes verbundene Arbeitsplatzgefährdung sowie die Sorgepflicht der Beschwerdeführerin für zwei Kinder berücksichtigen müssen, nicht berechtigt, weil nicht zu erkennen ist, zu welchem anderen Ergebnis die Behörde bei Berücksichtigung dieser Umstände hätte kommen können.

Schlagworte

Persönliche Verhältnisse des Beschuldigten Erschwerende und mildernde Umstände Diverses

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1988080036.X03

Im RIS seit

20.10.1988

Zuletzt aktualisiert am

01.10.2013

Dokumentnummer

JWR_1988080036_19881020X03

Rechtssatz für 88/08/0036

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

88/08/0036

Entscheidungsdatum

20.10.1988

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 86/18/0167 E 5. September 1986 RS 2 (hier: Übertretung des ARG)

Stammrechtssatz

Eine Anwendung des Paragraph 21, Absatz eins, VStG 1950 kommt nur in Frage, wenn das Verschulden des Beschuldigten geringfügig ist. Dies kann auch bei vorsätzlichem Handeln des Beschuldigten der Fall sein, allerdings nur dann, wenn besondere Umstände bei der Begehung der Tat, wie zB verminderte Zurechnungsfähigkeit, Unbesonnenheit, drückende Notlage usw diesen Schluss rechtfertigen (Hinweis auf Leukauf-Steiniger, Kommentar zum StGB, Anmerkung 9 zu Paragraph 42, StGB, S 374).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1988080036.X04

Im RIS seit

20.10.1988

Zuletzt aktualisiert am

01.10.2013

Dokumentnummer

JWR_1988080036_19881020X04