Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 87/04/0166

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12680 A/1988

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

87/04/0166

Entscheidungsdatum

22.03.1988

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung

Rechtssatz

Beim zweiten Tatbestand des Paragraph 367, Ziffer 60, GewO 1973 ("... einen anderen zu einer Tätigkeit veranlasst ...") handelt es sich um eine lex specialis zur entsprechenden Bestimmung des Paragraph 7, VStG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1987040166.X01

Im RIS seit

22.03.1988

Dokumentnummer

JWR_1987040166_19880322X01

Rechtssatz für 87/04/0166

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12680 A/1988

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

87/04/0166

Entscheidungsdatum

22.03.1988

Index

50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1973 §367 Z60;
  1. GewO 1973 § 367 gültig von 01.07.1993 bis 18.03.1994 wiederverlautbart durch BGBl. Nr. 194/1994
  2. GewO 1973 § 367 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 399/1988
  3. GewO 1973 § 367 gültig von 01.02.1982 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 619/1981

Rechtssatz

Als "triftige Gründe" iSd Paragraph 367, Ziffer 60, GewO 1973 können nur solche angesehen werden, die bei einer Rechtsgüterabwägung ein nach dieser Bestimmung inkriminiertes Täterverhalten als gerechtfertigt erscheinen lassen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1987040166.X02

Im RIS seit

22.03.1988

Dokumentnummer

JWR_1987040166_19880322X02

Rechtssatz für 87/04/0166

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12680 A/1988

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

87/04/0166

Entscheidungsdatum

22.03.1988

Index

50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1973 §367 Z60;
  1. GewO 1973 § 367 gültig von 01.07.1993 bis 18.03.1994 wiederverlautbart durch BGBl. Nr. 194/1994
  2. GewO 1973 § 367 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 399/1988
  3. GewO 1973 § 367 gültig von 01.02.1982 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 619/1981

Rechtssatz

Die bloße Erleichterung bzw. Sicherung der Prozesssituation einer "Rechtschutzgemeinschaft" - in deren Auftrag der Bfr nach seinem Vorbringen tätig wurde - in einem von dieser gegen einen nicht zur entsprechenden Gewerbeausübung Berechtigten angestrengten zivilprozessualen Verfahren bzw. in einem Verfahren über eine beantragte einstweilige Verfügung lässt ohne Hinzukommen weiterer Umstände eine Rechtsgüterabwägung zu Gunsten des Bf nicht zu.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1987040166.X03

Im RIS seit

22.03.1988

Dokumentnummer

JWR_1987040166_19880322X03

Rechtssatz für 87/04/0166

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12680 A/1988

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

87/04/0166

Entscheidungsdatum

22.03.1988

Index

50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1973 §367 Z60;
  1. GewO 1973 § 367 gültig von 01.07.1993 bis 18.03.1994 wiederverlautbart durch BGBl. Nr. 194/1994
  2. GewO 1973 § 367 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 399/1988
  3. GewO 1973 § 367 gültig von 01.02.1982 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 619/1981

Rechtssatz

Im Hinblick auf den auf die Täterperson abgestellten diesbezüglichen Tatbestand des Paragraph 367, Ziffer 60, GewO 1973 stellt die Beschwerderüge, das Verhalten des Bf sei auf die Durchsetzung der Bestimmungen der GewO und die Beendigung eines dagegen verstoßenden Verhaltens gerichtet gewesen, keine geeignete Grundlage für das Vorliegen "triftiger Gründe" iS dieser Gesetzesstelle dar.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1987040166.X04

Im RIS seit

22.03.1988

Dokumentnummer

JWR_1987040166_19880322X04

Rechtssatz für 87/04/0166

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12680 A/1988

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

87/04/0166

Entscheidungsdatum

22.03.1988

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Die Begründung der Strafbemessung muss jeweils ausdrücklich zur Frage des Vorliegens von Milderungsgründen Stellung nehmen.

Schlagworte

Erschwerende und mildernde Umstände Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1987040166.X05

Im RIS seit

22.03.1988

Dokumentnummer

JWR_1987040166_19880322X05

Rechtssatz für 87/04/0166

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12680 A/1988

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

87/04/0166

Entscheidungsdatum

22.03.1988

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Die Aufzählung der Erschwerungs- und Milderungsgründe in den Paragraphen 33 und 34 StGB ist nur demonstrativ. Sie verweist die Rechtsprechung auf Umstände, die verhältnismäßig häufig vorliegen und legt ihre Bedeutung für die Strafbemessung fest. Ist einer der im Gesetz angegebenen Erschwerungs- oder Milderungsgründe gegeben, so muss er berücksichtigt werden. Über die Wertbedeutung anderer Umstände ist selbstständig zu urteilen. Dabei weisen die aufgezählten Zumessungsgründe die Richtung. Schließlich bestimmt die Formulierung der genannten Gründe die näheren Voraussetzungen, unter denen sie in Betracht kommen (Hinweis auf E vom 15.12.1987, 86/04/0122)

Schlagworte

Erschwerende und mildernde Umstände Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1988:1987040166.X06

Im RIS seit

22.03.1988

Dokumentnummer

JWR_1987040166_19880322X06