Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 83/17/0197

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

83/17/0197

Entscheidungsdatum

03.02.1984

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0175/71 E 10. September 1971 RS 2

Stammrechtssatz

Die zu berichtigende Unrichtigkeit muss offenkundig und damit für jene Personen ohne weiteres erkennbar sein, für die der Bescheid bestimmt ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1983170197.X01

Im RIS seit

18.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2009

Dokumentnummer

JWR_1983170197_19840203X01

Rechtssatz für 83/17/0197

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

83/17/0197

Entscheidungsdatum

03.02.1984

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1644/61 E 29. November 1962 RS 2

Stammrechtssatz

Eine Berichtigung eines Bescheides ist dann unzulässig, wenn dessen Unrichtigkeit in einer Sachverhaltsannahme und ihrer rechtlichen Würdigung, die von der betroffenen Partei akzeptiert oder aber auch in Streit gezogen werden kann, besteht (Hinweis E 27.2.1957 3240/53, VwSlg 4293 A/1957).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1983170197.X02

Im RIS seit

18.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2009

Dokumentnummer

JWR_1983170197_19840203X02

Rechtssatz für 83/17/0197

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

83/17/0197

Entscheidungsdatum

03.02.1984

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 82/04/0093 E 28. Mai 1982 VwSlg 10749 A/1982 RS 2

Stammrechtssatz

Der Paragraph 62, Absatz 4, AVG 1950 bietet keine Handhabe für eine inhaltlich berichtigende oder erklärende Auslegung des Spruches oder der Begründung eines Bescheides. Ebenso wenig kann auf Grund dieser Gesetzesstelle eine unrichtige rechtliche Beurteilung eines richtig angenommenen Sachverhaltes oder ein unrichtig angenommener, bestreitbarer Sachverhalt berichtigt werden. Davon kann keine Rede sein, wenn die Unrichtigkeit darin besteht, dass sich die Behörde - aus welchen Gründen immer - bloß in dem von ihr verwendeten Ausdruck offenbar vergriffen hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1983170197.X03

Im RIS seit

18.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2009

Dokumentnummer

JWR_1983170197_19840203X03

Rechtssatz für 83/17/0197

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

83/17/0197

Entscheidungsdatum

03.02.1984

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2083/51 E 27. November 1953 VwSlg 853 F/1953 RS 1

Stammrechtssatz

Daß ein Steuerbescheid auf einem Feststellungsbescheid beruht, macht die Berufung gegen den Steuerbescheid nicht unzulässig, es macht nur dem Feststellungsbescheid widersprechende Berufungsgründe unwirksam (Hinweis E 19.1.1952, 2427/49 VwSlg 528 F/1952 und E 17.10.1952, 2945/51 VwSlg 646 F/1952).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1983170197.X04

Im RIS seit

18.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2009

Dokumentnummer

JWR_1983170197_19840203X04

Rechtssatz für 83/17/0197

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

83/17/0197

Entscheidungsdatum

03.02.1984

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Eine Berichtigung gemäß Paragraph 62, Absatz 4, AVG 1950 ist auch dann nicht möglich, wenn nicht ein bloßer Ausfertigungsfehler bei Erlassung des zu berichtigenden Bescheides vorliegt, sondern der Fehler in die rechtliche Würdigung des Umfanges eines Parteienantrages hineinreicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1984:1983170197.X05

Im RIS seit

18.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

02.03.2009

Dokumentnummer

JWR_1983170197_19840203X05