Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0642/73

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0642/73

Entscheidungsdatum

22.01.1974

Index

L37156 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Steiermark
L82006 Bauordnung Steiermark

Norm

BauO Stmk 1968 §4 Abs3;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0502/72 E 27. Februar 1973 VwSlg 8373 A/1973 RS 2 (Vermerk: Das Wort "kann" kann nicht so verstanden werden, dass der Behörde ein Ermessen eingeräumt wäre. Ein Ermessensspielraum besteht auch nicht hinsichtlich des Maßes der Vergrößerung der Abstände; dieses Maß ergibt sich aus der sachlichen Beziehung zwischen der zu erwartenden Belästigung, bzw Gefährdung der Nachbarschaft auf der einen und der zur Abwehr dieser Immissionen nötigen Freihaltung von Zwischenräumen auf der anderen Seite. Der sohin vom Gesetz normierten Pflicht der Baubehörde, bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen vom Widmungswerber die Einhaltung größerer dem Maß an zu erwartenden Immissionen adäquater Abstände zu erlangen, bzw ein Widmungsansuchen abzuweisen, das solche Abstände nicht vorsieht, steht ein korrespondierendes Nachbarrecht auf dieses Verhalten der Baubehörde gegenüber (Hinweis E 13.3.1973, 325/72; hier: Erweiterung eines Gymnasiums).

Stammrechtssatz

Paragraph 4, Absatz 3, Stmk BO 1968 begründet ein subjektives öffentliches Recht der Nachbarn; die dort vorgesehene Festsetzung vergrösserter Abstände durch die Baubehörde liegt weder grundsätzlich, noch hinsichtlich des Maßes der Vergrösserung im freien Ermessen dieser Behörde.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1973000642.X01

Im RIS seit

22.01.1974

Dokumentnummer

JWR_1973000642_19740122X01

Rechtssatz für 0642/73

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

0642/73

Entscheidungsdatum

22.01.1974

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §58 Abs2;
AVG §67;
VStG §24;
VwGG §42 Abs2 litc Z3;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc impl;
  1. VStG § 24 heute
  2. VStG § 24 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 24 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 24 gültig von 20.04.2002 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  6. VStG § 24 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. VStG § 24 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  8. VStG § 24 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1730/65 E 3. Februar 1966 RS 1

Stammrechtssatz

Der Begründungspflicht hat die Berufungsbehörde, wenn sie lediglich auf die Begründung der Unterinstanz verweist, nur unter der Voraussetzung entsprochen, dass diese Begründung auf alle in dem Rechtsmittel vorgebrachten Tatsachen und Rechtsausführungen eingegangen ist und der Oberinstanz keine durch die Begründung der Unterinstanz offengelassene Frage vorgelegt worden ist.

Schlagworte

"zu einem anderen Bescheid" Begründung Begründungsmangel

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1973000642.X02

Im RIS seit

22.01.1974

Dokumentnummer

JWR_1973000642_19740122X02

Rechtssatz für 0642/73

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

0642/73

Entscheidungsdatum

22.01.1974

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §45 Abs2;
AVG §45 Abs3;
BAO §167 Abs2 impl;
BAO §183 Abs4 impl;
VwGG §42 Abs2 litc Z3 impl;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc impl;

Rechtssatz

Hinweis darauf, dass im Beschwerdefall die Ausnahme von dem Grundsatz, dass sich die Verwaltungsbehörde mit den im Verfahren konkret vorgebrachten Einwendungen jeder einzelnen Partei auseinander zu setzen habe, nur deswegen gerechtfertigt ist, weil im gleichen Bescheid über eine völlig gleichartige Einwendung einer anderen Partei abgesprochen wurde.

Schlagworte

Begründungspflicht Manuduktionspflicht Mitwirkungspflicht Parteiengehör Parteiengehör Rechtliche Würdigung Verfahrensbestimmungen Amtswegigkeit des Verfahrens Mitwirkungspflicht Manuduktionspflicht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1974:1973000642.X03

Im RIS seit

22.01.1974

Dokumentnummer

JWR_1973000642_19740122X03