Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1495/65

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 7115 A/1967

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1495/65

Entscheidungsdatum

04.04.1967

Index

Polizeirecht - FrPolG
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

FPG 1954 §3 Abs2 litb

Rechtssatz

Der Aufenthalt eines wegen Kriegsverbrechens in seiner ehemaligen Heimat zum Tode verurteilten Staatenlosen in Österreich allein schon ist geeignet, die öffentlichen Interessen Österreichs zu gefährden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1965001495.X01

Im RIS seit

04.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2026

Dokumentnummer

JWR_1965001495_19670404X01

Rechtssatz für 1495/65

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 7115 A/1967

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1495/65

Entscheidungsdatum

04.04.1967

Index

Polizeirecht - FrPolG
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

FPG 1954 §3 Abs2 litb

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1137/64 E 14. Oktober 1964 RS 4

Stammrechtssatz

Die Verhängung eines Aufenthaltsverbotes gem Paragraph 3, Absatz 2, Litera b, leg cit ist auch dann rechtmäßig, wenn das inländische Gericht bei der Verurteilung der Fremden wegen eines bestimmten Deliktes lediglich die Mindeststrafe verhängt hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1965001495.X02

Im RIS seit

04.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2026

Dokumentnummer

JWR_1965001495_19670404X02

Rechtssatz für 1495/65

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 7115 A/1967

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1495/65

Entscheidungsdatum

04.04.1967

Index

Polizeirecht - FrPolG
001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AVG §58 Abs2
FPG 1954 §3 Abs1
FPG 1954 §3 Abs2 lita
VwRallg

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1990/65 E VS 4. November 1966 VwSlg 7022 A/1966 RS 2

Stammrechtssatz

Bei Erlassung eines Aufenthaltsverbotes nach Paragraph 3, Absatz 2, FrPolG darf sich die Begründung nicht auf den Hinweis beschränken, daß einer der in dieser Gesetzesstelle angeführten Tatbestände vorliegt, es sei denn der Fall ist beschaffen, daß die für die Handhabung des von der Behörde zum Nachteil des Betroffenen geübten Ermessens maßgeblichen Gründe auch ohne ausdrückliche Erwähnung klar auf der Hand liegen. Letzteres trifft jedenfalls nicht zu, wenn die Zulässigkeit des Aufenthaltsverbotes lediglich aus einer einmaligen, ihrer Natur nach unbedeutenden Übertretung einer Ordnungsvorschrift abgeleitet wird.

Schlagworte

Begründung von Ermessensentscheidungen Ermessen VwRallg8

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1967:1965001495.X03

Im RIS seit

04.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

03.08.2026

Dokumentnummer

JWR_1965001495_19670404X03