Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2015/12/0019

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2015/12/0019

Entscheidungsdatum

18.09.2015

Index

L22003 Landesbedienstete Niederösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

DPL NÖ 1972 §21 Abs2 litb;
DPL NÖ 1972 §21 Abs2 litc;
DPL NÖ 1972 §21 Abs2 litd;
DPL NÖ 1972 §21 Abs2 lite;
DPL NÖ 1972 §21 Abs2 litf;
DPL NÖ 1972 §21 Abs2 litg;
DPL NÖ 1972 §21 Abs2;
DPL NÖ 1972 §21 Abs3;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Der Wortlaut des Paragraph 21, Absatz 2, Litera b, NÖ DPL 1972, wonach der Beamte von der Landesregierung in den dauernden Ruhestand zu versetzen ist, wenn er dienstunfähig ist und die Wiedererlangung der Dienstfähigkeit voraussichtlich ausgeschlossen ist, schließt die Zulässigkeit eines auf diese rechtsgestaltende Maßnahme gerichteten Antrages des Landesbeamten keinesfalls aus. Zunächst findet sich eine diesbezügliche ausdrückliche Anordnung in der genannten Bestimmung nicht. Ein auf einen solchen Ausschluss gerichteter Wille des Landesgesetzgebers ist auch nicht aus dem Systemzusammenhang der in Rede stehenden Bestimmung mit anderen Buchstaben des Paragraph 21, Absatz 2, NÖ DPL 1972 zu erschließen. Wenn in Paragraph 21, Absatz 2, Litera c bis g NÖ DPL 1972 die Wortfolge "wenn er darum ansucht" verwendet wird, so deshalb, weil der Niederösterreichische Landesgesetzgeber damit zum Ausdruck brachte, dass die dort vorgesehenen Fälle einer Ruhestandsversetzung - vorbehaltlich der Ermächtigung des Absatz 3, legcit, in manchen dieser Fälle auch eine amtswegige Ruhestandsversetzung vorzunehmen - NUR über Antrag des Landesbeamten wahrzunehmen sind. Keinesfalls kann somit aus dem Fehlen der vorzitierten, in Paragraph 21, Absatz 2, Litera c bis g NÖ DPL 1972 enthaltenen Wortfolge in Litera b, legcit auf die Unzulässigkeit eines Antrages auf Ruhestandsversetzung geschlossen werden.

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015120019.L01

Im RIS seit

16.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

26.11.2015

Dokumentnummer

JWR_2015120019_20150918L01