Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2014/11/0104

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

Ro 2014/11/0104

Entscheidungsdatum

26.07.2018

Index

82/02 Gesundheitsrecht allgemein

Norm

SuchtgiftV 1997 §23b Abs1 Z3;
SuchtgiftV 1997 §23b Abs1 Z4;
SuchtgiftV 1997 §23b Abs2;
WeiterbildungsV orale Substitution 2007 §7 Abs1;

Rechtssatz

Der Abschluss eines schriftlichen Behandlungsvertrags unter Vereinbarung der in Paragraph 23 b, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Absatz 2, SuchtgiftV 1997 genannten Rahmenbedingungen vor Beginn der Behandlung dient angesichts der von Substitutionsmitteln ausgehenden Gefahr dazu, eine Gesundheitsgefährdung der Patienten und Dritter zu verhindern. Schon die beim Patienten vorgenommene Substitutionsbehandlung ohne Vorliegen eines Behandlungsvertrages iSd. Paragraph 23 b, SuchtgiftV 1997 entgegen Paragraph 23 b, Absatz eins, Ziffer 4, SuchtgiftV 1997 und damit ohne das Einverständnis des Patienten zur Einhaltung der Rahmenbedingungen, allen voran die regelmäßige Absolvierung von Harnkontrollen, bedeutet daher jedenfalls eine gröbliche Verletzung der ärztlichen Berufspflichten iSd. Paragraph 7, Absatz eins, WeiterbildungsV orale Substitution 2007.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RO2014110104.J07.1

Im RIS seit

07.09.2018

Zuletzt aktualisiert am

25.09.2018

Dokumentnummer

JWR_2014110104_20180726J07