Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2001/10/0257

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2001/10/0257

Entscheidungsdatum

25.02.2003

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
82/05 Lebensmittelrecht

Rechtssatz

Das dem Beschuldigten im Rahmen des Paragraph 74, Absatz eins, LMG 1975 zur Last gelegte, mit Strafe bedrohte Verhalten ist das Inverkehrbringen falsch bezeichneter Lebensmittel. Es liegt dabei ein Begehungsdelikt vor. Tatort ist der Ort, wo das Lebensmittel in Verkehr gebracht wurde. Daran ändert sich nichts, wenn für die Verwaltungsübertretung der Beschuldigte als nach außen vertretungsbefugtes Organ im Sinne des Paragraph 9, VStG einzustehen hat. Begehungsdelikte werden nicht dadurch zu Unterlassungsdelikten, dass ein nach außen vertretungsbefugtes Organ für die Einhaltung der Verwaltungsvorschrift verantwortlich ist. Dem nach außen vertretungsbefugten Organ wird in diesen Fällen nicht der Vorwurf gemacht, es habe es unterlassen, dafür zu sorgen, dass die falsch bezeichnete Ware nicht in Verkehr gebracht werde. Es wird ihm vielmehr der Vorwurf des Inverkehrbringens dieser Ware gemacht vergleiche das E 29. 05. 1995, 94/10/0173, sowie betreffend den Tatort und die Verantwortlichkeit der nach außen vertretungsbefugten Organe bei Unterlassungsdelikten das E 26. 02. 1996, 95/10/0240).

Schlagworte

"Die als erwiesen angenommene Tat" Begriff Tatort

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2003:2001100257.X01

Im RIS seit

05.05.2003

Zuletzt aktualisiert am

18.10.2011

Dokumentnummer

JWR_2001100257_20030225X01

Rechtssatz für 2008/07/0067

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2008/07/0067

Entscheidungsdatum

17.09.2009

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
80/05 Pflanzenschutz Schädlingsbekämpfung

Norm

PMG 1997 §2 Abs10;
PMG 1997 §3 Abs1;
PMG 1997 §34 Abs1 Z1 lita;
VStG §44a Z1;
VStG §5 Abs1;
VStG §9;

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2008/07/0074 E 17. September 2009 2008/07/0072 E 17. September 2009 2008/07/0071 E 17. September 2009 2008/07/0073 E 17. September 2009 2008/07/0070 E 17. September 2009 2008/07/0090 E 17. September 2009 2008/07/0075 E 17. September 2009 2008/07/0064 E 17. September 2009 2008/07/0065 E 17. September 2009 2008/07/0066 E 17. September 2009 2008/07/0068 E 17. September 2009 2008/07/0069 E 17. September 2009 2008/07/0063 E 17. September 2009

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2001/10/0257 E 25. Februar 2003 RS 1 (hier ohne den ersten und den dritten Satz)

Stammrechtssatz

Das dem Beschuldigten im Rahmen des Paragraph 74, Absatz eins, LMG 1975 zur Last gelegte, mit Strafe bedrohte Verhalten ist das Inverkehrbringen falsch bezeichneter Lebensmittel. Es liegt dabei ein Begehungsdelikt vor. Tatort ist der Ort, wo das Lebensmittel in Verkehr gebracht wurde. Daran ändert sich nichts, wenn für die Verwaltungsübertretung der Beschuldigte als nach außen vertretungsbefugtes Organ im Sinne des Paragraph 9, VStG einzustehen hat. Begehungsdelikte werden nicht dadurch zu Unterlassungsdelikten, dass ein nach außen vertretungsbefugtes Organ für die Einhaltung der Verwaltungsvorschrift verantwortlich ist. Dem nach außen vertretungsbefugten Organ wird in diesen Fällen nicht der Vorwurf gemacht, es habe es unterlassen, dafür zu sorgen, dass die falsch bezeichnete Ware nicht in Verkehr gebracht werde. Es wird ihm vielmehr der Vorwurf des Inverkehrbringens dieser Ware gemacht vergleiche das E 29. 05. 1995, 94/10/0173, sowie betreffend den Tatort und die Verantwortlichkeit der nach außen vertretungsbefugten Organe bei Unterlassungsdelikten das E 26. 02. 1996, 95/10/0240).

Schlagworte

"Die als erwiesen angenommene Tat" Begriff Tatort

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2009:2008070067.X05

Im RIS seit

11.10.2009

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2014

Dokumentnummer

JWR_2008070067_20090917X05