Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0265/63

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6059 A/1963

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0265/63

Entscheidungsdatum

25.06.1963

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung
82/03 Ärzte Sonstiges Sanitätspersonal

Norm

ÄrzteG 1949 §21 Abs1;
AVG §8;
B-VG Art131 Abs1 Z1;
GewO 1859 §18 Abs7;
VwRallg;
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte

y26028;

Rechtssatz

1. Wenn der Gesetzgeber einer Institution (Körperschaft öffentlichen Rechts), die durch Gesetz zur Vertretung der Interessen einer Berufsgruppe geschaffen worden ist, in bestimmten, die Angehörigen dieser Berufsgruppe berührenden Verfahren die volle Parteistellung einräumt, so ist der Zweck einer solchen Regelung zu vermeiden, daß sich am Verfahren eine Vielzahl einzelner Personen, deren Interessen unter Umständen auch untereinander kollidieren können, beteiligt und damit die Durchführung des Verfahrens unverhältnismäßig erschwert.

2. Die Interessenvertretungen stellen nicht etwa nur Organe dar, die zur Weitergabe der Willensentschließungen einer Vielzahl voneinander unabhängiger Privatpersonen bevollmächtigt sind, also ausschließlich fremde Interssen vertreten, sondern sie bilden den Kristallisationspunkt eigener, neben ihnen selbst zurechenbarer Entschlüsse.

3. Wird diesen Interessenvertretungen durch Einräumung der Parteistellung das Recht gegeben, ihre Entschlüsse im behördlichen Verfahren zum Ausdruck zu bringen und ihnen im Rahmen aller einer Partei zustehenden Möglichkeiten Geltung zu verschaffen, so folgt daraus, daß im Falle der Nichtbeachtung dieser Entschlüsse im behördlichen Verfahren ein Eingriff und damit eine Verletzung subjektiver Rechte der Interessenvertretung vorliegen kann. Damit ist aber auch die Voraussetzung für die Berechtigung der Erhebung der VwGH-Beschwerde iS des Artikel 131, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG erfüllt. *

E 25.6.1963, 265/63 #1

Schlagworte

Organisationsrecht Körperschaften des öffentlichen Rechtes Selbstverwaltung VwRallg5/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1963:1963000265.X01

Im RIS seit

11.07.2001

Dokumentnummer

JWR_1963000265_19630625X01