Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2015/05/0004

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ro 2015/05/0004

Entscheidungsdatum

19.05.2015

Index

L80004 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan
Oberösterreich
L82000 Bauordnung
L82004 Bauordnung Oberösterreich
L82054 Baustoff Oberösterreich

Norm

BauRallg;
BauTG OÖ 1994 §5;
ROG OÖ 1994 §31;

Rechtssatz

Das langjährige Bestehen des Hauses der Nachbarin, auch wenn dieses schon vor Erlassung des Bebauungsplanes vorhanden war, hindert die Rechtswirksamkeit des Bebauungsplans nicht. Die Nachbarin vermag keine Rechtswidrigkeit des Bebauungsplans aufzuzeigen, als sie lediglich die bei der Erlassung des Bebauungsplans fehlende Berücksichtigung der bestehenden Bebauung auf ihrer Liegenschaft geltend macht.

Schlagworte

Planung Widmung BauRallg3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RO2015050004.J01

Im RIS seit

25.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JWR_2015050004_20150519J01

Rechtssatz für Ro 2015/05/0004

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ro 2015/05/0004

Entscheidungsdatum

19.05.2015

Index

E1P
19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta Art47;
MRK Art6 Abs1;
VwGVG 2014 §24 Abs1;
VwGVG 2014 §24 Abs4;
VwGVG 2014 §24;

Rechtssatz

Eine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht ist durchzuführen, wenn es um "civil rights" oder "strafrechtliche Anklagen" im Sinn des Artikel 6, MRK oder um die Möglichkeit der Verletzung einer Person eingeräumter Unionsrechte (Artikel 47, GRC) geht und eine inhaltliche Entscheidung in der Sache selbst getroffen wird (Hinweis E vom 17. Februar 2015, Ra 2014/09/0007 mwN). Nachbarrechte im Baubewilligungsverfahren stehen in so engem Zusammenhang mit Auswirkungen des Bauvorhabens auf das Nachbargrundstück und dessen Wert bzw. auf den ungestörten Genuss des Eigentums am Nachbargrundstück, dass sie als "civil rights" anzusehen sind (Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschrechte - EGMR - vom 25. November 1994, Nr. 12.884/87, Ortenberg/Österreich).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RO2015050004.J02

Im RIS seit

25.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JWR_2015050004_20150519J02

Rechtssatz für Ro 2015/05/0004

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ro 2015/05/0004

Entscheidungsdatum

19.05.2015

Index

19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

MRK Art6;
VwGVG 2014 §24 Abs1;
VwGVG 2014 §24 Abs4;
VwGVG 2014 §24;
VwGVG 2014 §29 Abs1;

Rechtssatz

Jedenfalls dann, wenn der Sachverhalt vor dem Verwaltungsgericht konkret - und nicht nur allgemein inhaltsleer, vergleiche das E vom 28. Mai 2014, Ra 2014/20/0017 - bestritten wird vergleiche das E vom 19. März 2015, Ra 2014/06/0033), kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Verwaltungsgericht ausschließlich rechtliche Fragen zu behandeln hat. Sollte das Verwaltungsgericht der Auffassung sein, ausschließlich "hoch-technische" Fragen entscheiden zu müssen und deshalb von einer mündlichen Verhandlung Abstand nehmen zu können, hätte es dies nachvollziehbar zu begründen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RO2015050004.J03

Im RIS seit

25.06.2015

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2018

Dokumentnummer

JWR_2015050004_20150519J03