Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2013/17/0610

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2013/17/0610

Entscheidungsdatum

21.09.2016

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag
32/03 Steuern vom Vermögen
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AbgVRefG 2009;
BAO §284;
  1. BAO § 284 heute
  2. BAO § 284 gültig ab 30.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  3. BAO § 284 gültig von 01.01.2014 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 284 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. BAO § 284 gültig von 21.08.2003 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  6. BAO § 284 gültig von 01.01.2003 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  7. BAO § 284 gültig von 01.01.1962 bis 31.12.2002

Rechtssatz

Paragraph 284, BAO ist auf das Verfahren betreffend die Vergnügungssteuer vor der belangten Behörde (hier Berufungskommission in Abgabensachen der Landeshauptstadt Innsbruck) nicht anwendbar. Auch nach der Novelle der BAO durch Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 20 aus 2009, enthält diese keine verfahrensrechtlichen Regelungen über eine Verpflichtung zur Durchführung einer mündlichen Verhandlung in Verfahren betreffend Landes- und Gemeindeabgaben (VwGH vom 10. August 2010, 2010/17/0078, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:2013170610.X01

Im RIS seit

24.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2016

Dokumentnummer

JWR_2013170610_20160921X01

Rechtssatz für 2013/17/0610

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2013/17/0610

Entscheidungsdatum

21.09.2016

Index

E1P
L37037 Lustbarkeitsabgabe Vergnügungssteuer Tirol

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta;
VergnügungssteuerG Tir 1982;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2013/17/0902 E 20. Jänner 2016 RS 1

Stammrechtssatz

Die Grundrechtecharta kommt dann zur Anwendung, wenn die in Rede stehende nationale Regelung in den Anwendungsbereich des Unionsrechts fällt (VwGH vom 24. April 2013, 2013/17/0136). Dies trifft auf die gegenständliche Festsetzung einer Vergnügungssteuer nicht zu, fehlt es doch an einem hinreichenden Bezug zum Unionsrecht, wie er etwa bei einer Umsatzsteuer bejaht wurde vergleiche VwGH vom 9. September 2013, 2013/17/0217).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:2013170610.X02

Im RIS seit

24.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2016

Dokumentnummer

JWR_2013170610_20160921X02

Rechtssatz für 2013/17/0610

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2013/17/0610

Entscheidungsdatum

21.09.2016

Index

E1P
L37037 Lustbarkeitsabgabe Vergnügungssteuer Tirol

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta;
VergnügungssteuerG Tir 1982;

Rechtssatz

Mit ihrem allgemein gehaltenen Vorbringen, sie sei "eine Gesellschaft mit Sitz in einem (anderen) Mitgliedstaat der Europäischen Union", und ihrer Berufung "auf die unionrechtlich gewährleisteten Grundfreiheiten des Binnenmarktes" zeigt die Unternehmerin noch nicht auf, dass und in welchen konkreten Freiheiten sie sich verletzt erachtet, zumal sie den vergnügungssteuerpflichtigen Aktivitäten in ihrer inländischen Betriebsstätte nachgeht. Darüber hinaus wird die zu entrichtende Abgabe unterschiedslos von inländischen und ausländischen (unionsangehörigen) Abgabepflichtigen erhoben.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:2013170610.X03

Im RIS seit

24.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2016

Dokumentnummer

JWR_2013170610_20160921X03

Rechtssatz für 2013/17/0610

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2013/17/0610

Entscheidungsdatum

21.09.2016

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 86/07/0266 E 17. Februar 1987 RS 1

Stammrechtssatz

Ein Rechtsanspruch einer Partei auf Durchführung des Ermittlungsverfahrens in einer bestimmten Art und Weise, insb zur Durchführung eines Lokalaugenscheines, besteht nicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:2013170610.X04

Im RIS seit

24.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2016

Dokumentnummer

JWR_2013170610_20160921X04

Rechtssatz für 2013/17/0610

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2013/17/0610

Entscheidungsdatum

21.09.2016

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2013/17/0912 E 24. März 2016 RS 1

Stammrechtssatz

Die freie Beweiswürdigung der Behörde ist der Kontrolle durch den Verwaltungsgerichtshof nur dahin unterworfen, ob der maßgebende Sachverhalt ausreichend ermittelt wurde und die hierbei angestellten Erwägungen schlüssig sind, was dann der Fall ist, wenn sie den Denkgesetzen und dem allgemeinen menschlichen Erfahrungsgut nicht widersprechen (VwGH vom 28. März 2012, 2010/08/0087). Diese eingeschränkte Kontrollbefugnis dient somit der Wahrnehmung von Begründungsmängeln im Sinn einer unschlüssigen Beweiswürdigung (VwGH vom 29. Mai 2015, 2012/17/0262). Nur die Schlüssigkeit, nicht die konkrete Richtigkeit der Erwägungen unterliegt der Kontrolle des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH vom 3. April 2008, 2007/09/0300).

Schlagworte

Sachverhalt Beweiswürdigung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:2013170610.X05

Im RIS seit

24.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

30.12.2016

Dokumentnummer

JWR_2013170610_20160921X05