Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 90/19/0040

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13130 A/1990

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

90/19/0040

Entscheidungsdatum

26.02.1990

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §5 Abs1;
VStG §9 Abs2;
VStG §9 Abs4;
  1. VStG § 9 heute
  2. VStG § 9 gültig ab 05.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  3. VStG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. VStG § 9 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 9 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VStG § 9 heute
  2. VStG § 9 gültig ab 05.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  3. VStG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  4. VStG § 9 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. VStG § 9 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Rechtssatz

Von einem aus der Zeit vor der Begehung der Verwaltungsübertretung stammenden Zustimmungsnachweis kann nur dann gesprochen werden, wenn ein die Zustimmung zur Bestellung zum verantwortlichen Beauftragten betreffendes Beweisergebnis schon vor der Begehung der Tat vorhanden war (etwa in Form einer entsprechenden Urkunde, aber auch einer Zeugenaussage etc). Da dies auf ein erst nach diesem Zeitpunkt zustandegekommenes Beweisergebnis nicht zutrifft, genügt es zur Erbringung des vom Gesetzgeber geforderten Zustimmungsnachweises jedenfalls nicht, wenn sich der - diesbezüglich beweispflichtige - Besch auf erst im Verwaltungsstrafverfahren abzulegende Zeugenaussagen, wie die des verantwortlichen Beauftragten, beruft, mit denen dessen Zustimmung zur Bestellung unter Beweis gestellt werden soll (Hinweis E 14.4.1988, 87/08/0323).

Schlagworte

Verantwortung für Handeln anderer Personen Besondere Rechtsgebiete Arbeitsrecht Arbeiterschutz Verantwortung für Handeln anderer Personen Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1990:1990190040.X01

Im RIS seit

01.06.2001

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1990190040_19900226X01

Rechtssatz für 90/19/0040

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13130 A/1990

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

90/19/0040

Entscheidungsdatum

26.02.1990

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Dem Unternehmer muß auf Grund der im Wirtschaftsleben notwendigen Arbeitsteilung zugebilligt werden, die Besorgung einzelner Angelegenheiten anderen Personen selbstverantwortlich zu überlassen und die eigene Tätigkeit in diesen Belangen auf eine angemessene Kontrolle zu beschränken. Allerdings obliegt es den Unternehmer in einem solchen Fall, durch die Einrichtung eines WIRKSAMEN KONTROLLSYSTEMS sicherzustellen, daß seinen Anordnungen auch entsprochen wird, wobei er der Beh bei einem Verstoß gegen die entsprechenden Vorschriften dieses System im einzelnen darzulegen hat (Hinweis E 14.4.1988, 87/08/0323).

Schlagworte

Verantwortung für Handeln anderer Personen Besondere Rechtsgebiete Arbeitsrecht Arbeiterschutz Verantwortung für Handeln anderer Personen Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1990:1990190040.X02

Im RIS seit

01.06.2001

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1990190040_19900226X02

Rechtssatz für 90/19/0040

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13130 A/1990

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

90/19/0040

Entscheidungsdatum

26.02.1990

Index

60/02 Arbeitnehmerschutz

Norm

AAV §86 Abs1;

Rechtssatz

Der Zweck des Paragraph 86, Absatz eins, AAV besteht nicht nur darin, die Kleidungsstücke der Dienstnehmer vor schädlichen Einwirkungen auf die Gesundheit der Dienstnehmer zu schützen, sondern auch darin, diese in die Lage zu versetzen, die ihnen gehörigen Gegenstände, wie Kleider und Wertsachen vor dem Zugriff anderer Personen zu schützen (Hinweis E 7.10.1980, 2608/76). Bei sieben Dienstnehmern genügt es nicht, daß nur 5 Kästen vorhanden sind, selbst dann nicht, wenn nicht alle zur selben Zeit anwesend sind, also nicht ÜBERLAPPEND arbeiten (Schichtbetrieb) und der Schlüssel im völlig entleerten Kasten steckengelassen wird. Dadurch würde nämlich dem Arbeitnehmer die Möglichkeit genommen, ihm gehörige Gegenstände des täglichen Bedarfes im Betrieb zu belassen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1990:1990190040.X03

Im RIS seit

01.06.2001

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1990190040_19900226X03

Rechtssatz für 90/19/0040

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13130 A/1990

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

90/19/0040

Entscheidungsdatum

26.02.1990

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
60/02 Arbeitnehmerschutz

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 88/08/0113 E 27. September 1988 RS 9

Stammrechtssatz

Die Übertretung des Paragraph 86, Absatz eins, AAV ist dem Paragraph 31, Absatz 3, Litera b, ASchG zu subsumieren, da Paragraph 86, Absatz eins, AAV als Konkretisierung der "geeigneten Einrichtungen zur Aufbewahrung und zur Sicherung vor Wegnahme der Straßen-, Arbeits- und Schutzkleidung" zu werten ist (Hinweis auf E 7.10.1980, 2608/76). Die Anführung des Paragraph 31, Absatz 2, Litera p, ASchG als angewendete Strfnorm verstößt gegen Paragraph 44, a Litera c, VStG.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1990:1990190040.X04

Im RIS seit

01.06.2001

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1990190040_19900226X04

Rechtssatz für 90/19/0040

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13130 A/1990

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

90/19/0040

Entscheidungsdatum

26.02.1990

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
60/02 Arbeitnehmerschutz

Norm

AAV §81 Abs3;
ASchG 1972 §31 Abs2 litg;
ASchG 1972 §31 Abs2 litp;
VStG §44a litc;
VStG §44a Z3 impl;

Rechtssatz

Die Übertretung des Paragraph 81, Absatz 3, AAV ist dem Paragraph 31, Absatz 2, Litera g, ASchG zu subsumieren, da Paragraph 81, Absatz 3, AAV als Konkretisierung des Paragraph 13, ASchG (Vorsorge für die erste Hilfeleistung) zu werten ist. Die Anführung des Paragraph 31, Absatz 2, Litera p, ASchG als angewendete Strafnorm stellt jedoch keinen relevanten Verstoß gegen Paragraph 44 a, Litera c, VStG dar (Hinweis E 26.5.1986, 86/18/0026).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1990:1990190040.X05

Im RIS seit

01.06.2001

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1990190040_19900226X05