Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 89/09/0054

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13043 A/1989

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

89/09/0054

Entscheidungsdatum

18.10.1989

Index

43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

HDG 1985 §48;

Rechtssatz

Die im Paragraph 48, HDG normierten Disziplinarstrafen bedeuten entweder eine Pflichtenmahnung (Erziehungsmaßnahme und Abschreckungsmaßnahme) oder führen zur Auflösung des öffentlichrechtlichen Dienstverhältnisses (Hinweis E 14.1.1980, 1725/79, VwSlg 10007 A/1980).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1989090054.X01

Im RIS seit

18.10.1989

Dokumentnummer

JWR_1989090054_19891018X01

Rechtssatz für 89/09/0054

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13043 A/1989

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

89/09/0054

Entscheidungsdatum

18.10.1989

Index

43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

HDG 1985 §14;
HDG 1985 §15;
HDG 1985 §61 Abs1;
HDG 1985 §62 Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 87/09/0166 E 24. März 1988 RS 1

Stammrechtssatz

Da die Disziplinargewalt rechtlich der Befehlsgewalt folgt, haben nach dem Heeresdisziplinargesetz 1985 im so genannten "Kommandantenverfahren" alle Truppenführer im hierarchischen Aufbau des Bundesheeres vom Kompaniechef über den Bataillonskommandanten bis hinauf zum Bundesminister für Landesverteidigung Disziplinargewalt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1989090054.X02

Im RIS seit

18.10.1989

Dokumentnummer

JWR_1989090054_19891018X02

Rechtssatz für 89/09/0054

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13043 A/1989

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

89/09/0054

Entscheidungsdatum

18.10.1989

Index

43/01 Wehrrecht allgemein

Norm

HDG 1985 §2 Abs1 Z1;
HDG 1985 §48;

Rechtssatz

Besteht die Dienstpflichtverletzung nur aus formalem Fehlverhalten im Organisationsbereich, so stellt sie kein ethisches Unrecht dar und berührt in der Regel nicht die berufserforderliche Integrität des Soldaten. Die Schwelle zur Disziplinärerheblichkeit wird jedoch dann überschritten, wenn der formale Verstoß in einer materiellen Unrichtigkeit (hier: des Überstundennachweises) oder einer beharrlichen Obstruktion verbunden wäre.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1989090054.X03

Im RIS seit

18.10.1989

Dokumentnummer

JWR_1989090054_19891018X03

Rechtssatz für 89/09/0054

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 13043 A/1989

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

89/09/0054

Entscheidungsdatum

18.10.1989

Index

19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren
43/01 Wehrrecht allgemein

Rechtssatz

Der Beschuldigte eines Disziplinarverfahrens, in dessen Rechte eingegriffen wird, hat einen Anspruch darauf, die konkreten Gründe dafür zu erfahren; denn nur dann kann er seine Rechte sachgemäß verteidigen. Gerade deshalb wäre es der belangten Behörde oblegen, sich nicht mit einer unüberprüfbaren Formel, auf Grund seiner Dienstzeit, Ausbildung und seiner bisherigen Verwendung könne angenommen werden, dass der Bf SICHER IN DER LAGE GEWESEN SEI, das Unrechtmässige seiner Handlung zu erkennen, zu begnügen, sondern den Sachverhalt in einem mängelfreien Verfahren festzustellen.

Schlagworte

Begründungspflicht und Verfahren vor dem VwGH Begründungsmangel als wesentlicher Verfahrensmangel Beweiswürdigung Sachverhalt angenommener geklärter Inhalt des Spruches Allgemein Angewendete Gesetzesbestimmung Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Rechtliche Beurteilung Sachverhaltsermittlung Spruch und Begründung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1989090054.X04

Im RIS seit

18.10.1989

Dokumentnummer

JWR_1989090054_19891018X04