Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 84/12/0118

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

84/12/0118

Entscheidungsdatum

03.06.1985

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §13a;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0966/79 E 12. Mai 1980 VwSlg 10122 A/1980 RS 1

Stammrechtssatz

Die Lohnsteuer, die auf einen zu Unrecht empfangenen Bezugteil entfällt, stellt zwar für die Berechnung des an den Beamten auszuzahlenden Bezug eine Abzugspost dar, sie mindert aber nicht die Höhe der zu Unrecht empfangenen Leistung, weil die Abfuhr der Lohnsteuer, die der Arbeitgeber an die Abgabenbehörde vorzunehmen hat, für Rechnung des lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmers erfolgt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984120118.X01

Im RIS seit

22.03.2005

Dokumentnummer

JWR_1984120118_19850603X01

Rechtssatz für 84/12/0118

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

84/12/0118

Entscheidungsdatum

03.06.1985

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §13a Abs1 idF 1966/109;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1168/70 E 15. Oktober 1970 RS 1

Stammrechtssatz

Die Redlichkeit des Empfängers eines nicht geschuldeten Bezuges ist nach der objektiven Erkennbarkeit des Irrtums der auszahlenden Stelle zu beurteilen. Objektiv erkennbar ist der Irrtum, wenn er in der offensichtlich falschen Anwendung einer klaren, der Auslegung nicht bedürfenden Norm besteht (Hinweis E VS 30.6.1965, 1278/63, VwSlg 6736 A/1965).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984120118.X02

Im RIS seit

22.03.2005

Dokumentnummer

JWR_1984120118_19850603X02

Rechtssatz für 84/12/0118

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

84/12/0118

Entscheidungsdatum

03.06.1985

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §61 Abs1;

Rechtssatz

Ist für eine dauernde Unterrichtserteilung, die das Höchstausmaß der Lehrverpflichtung überschreitet, ein Anspruch auf eine Mehrdienstleistungsvergütung vorgesehen, stellt sich die Auszahlung einer derartigen Vergütung für in die Sommerferien fallende Zeiträume als offensichtlich falsche Anwendung einer jedenfalls insoweit klaren, der Auslegung nicht bedürfenden Bestimmung dar. (Hinweis auf E vom 10.10.1983, 82/12/0127)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984120118.X03

Im RIS seit

22.03.2005

Dokumentnummer

JWR_1984120118_19850603X03