Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 82/11/0174

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

82/11/0174

Entscheidungsdatum

18.01.1983

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung
55 Wirtschaftslenkung

Norm

GewO 1973 §39 Abs1 impl;
PrG 1976 §14 Abs1 idF 1980/288;
PrG 1976 §14 Abs3 idF 1980/288;
VStG §44a lita;
VStG §44a Z1 impl;
VStG §9 impl;

Rechtssatz

Zur Konkretisierung der als erwiesen angenommenen Tat gem Paragraph 44 a, Litera a, VStG, bei Verstößen wegen Preistreiberei gehört auch die Angabe, worauf sich die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Beschuldigten gründet, wenn die Übertretung im Geschäftsbetrieb einer Gesellschaft begangen worden ist (Hinweis E 21.5.1981, 1275/79 und E 12.2.1982, 81/04/0077). Denkmöglich wäre, den Beschuldigten als gewerberechtlichen Geschäftsführer (Paragraph 39, Absatz eins, GewO 1973) oder als ein zur Vertretung nach außen berufenes Organ (Paragraph 9, VStG) anzusehen.

Schlagworte

Verantwortlichkeit (VStG §9) zur Vertretung berufenes Organ

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1983:1982110174.X01

Im RIS seit

18.01.1983

Dokumentnummer

JWR_1982110174_19830118X01

Rechtssatz für 82/11/0174

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

82/11/0174

Entscheidungsdatum

18.01.1983

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2406/79 E 23. Februar 1982 RS 2

Stammrechtssatz

Ausführungen zur ordnungsgemäßen Konkretisierung der Tat der Begehung und dem Ort nach. (hier: ANSchG)

Schlagworte

"Die als erwiesen angenommene Tat" Begriff Tatort

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1983:1982110174.X02

Im RIS seit

18.01.1983

Dokumentnummer

JWR_1982110174_19830118X02

Rechtssatz für 82/11/0174

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

82/11/0174

Entscheidungsdatum

18.01.1983

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 82/11/0144 E 9. November 1982 RS 1

Stammrechtssatz

Die Formulierung im Spruch eines Strafbescheides, der Bfr habe "....für ..... S ......., sohin ein offenbar übermäßiges Entgelt gefordert", verstößt gegen Paragraph 44, a Litera a, VStG (Ausführungen, wie ein solcher Spruch zu fassen ist; Hinweis E 25.11.1980, 3088/79, VwSlg 10304 A/1980).

Schlagworte

"Die als erwiesen angenommene Tat" Begriff Tatbild Beschreibung (siehe auch Umfang der Konkretisierung)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1983:1982110174.X03

Im RIS seit

18.01.1983

Dokumentnummer

JWR_1982110174_19830118X03

Rechtssatz für 82/11/0174

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

82/11/0174

Entscheidungsdatum

18.01.1983

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 3273/78 E VS 25. März 1980 VwSlg 10077 A/1980 RS 3

Stammrechtssatz

Der Verwaltungsstrafbehörde obliegt es auf der Grundlage des Paragraph 19, Absatz eins, VStG in der Fassung der Novelle 1978, ihre Wertung der Tat innerhalb der Grenzen des gesetzlichen Strafrahmens darzutun. Dazu gehört die Beantwortung der gem dem Paragraph 19, Absatz eins, VStG rechtserheblichen Frage nach der Gefährdung derjenigen Interessen, deren Schutz die Strafdrohung dient, und der Umstand, ob und inwieweit die Tat sonst nachteilige Folgen nach sich gezogen hat. Des Weiteren sind neben dem objektiven Kriterium des Unrechtsgehaltes der Tat auch die subjektiven Kriterien des Schuldgehaltes der Tat (Paragraph 19, Absatz 2, VStG in Verbindung mit Paragraph 32, StGB) zu erörtern.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1983:1982110174.X04

Im RIS seit

18.01.1983

Dokumentnummer

JWR_1982110174_19830118X04

Rechtssatz für 82/11/0174

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

82/11/0174

Entscheidungsdatum

18.01.1983

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0818/80 E 27. Jänner 1981 VwSlg 10352 A/1981 RS 1

Stammrechtssatz

Unter der strafrechtlichen Figur des fortgesetzten Deliktes ist eine Reihe von gesetzwidrigen Einzelhandlungen zu verstehen, die vermöge der Gleichartigkeit der Begehrungsform sowie der äußeren Begleitumstände im Rahmen eines noch erkennbaren zeitlichen Zusammenhanges sowie eines diesbezüglichen Gesamtkonzeptes des Täters zu einer Einheit zusammentreten (Hinweis E 19.4.1979, 0668/78, 0669/78, und E VS 19.5.1980, 3295/78). Der Zusammenhang muß sich äußerlich durch zeitliche Verbundenheit objektivieren lassen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1983:1982110174.X05

Im RIS seit

18.01.1983

Dokumentnummer

JWR_1982110174_19830118X05