Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1003/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 9001 A/1976

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1003/75

Entscheidungsdatum

26.02.1976

Index

L92702 Jugendwohlfahrt Kinderheim Kärnten

Norm

JWO Krnt 1956 §32 Abs1 Z7;

Rechtssatz

Zum Versuch der Vermittlung der Annahme Minderjähriger an Kindes Statt ins Ausland im Sinne des Paragraph 29, Absatz eins, der Kärntner Jugendwohlfahrts-Ordnung genügt jede Tätigkeit, die in der Absicht, das Zustandekommen einer Annahme an Kindes Statt zu ermöglichen, diese Möglichkeit fördert, also darauf abzielt, die präsumptiven Vertragspartner zum Zweck des Vertragsabschlusses zusammenzubringen. Der strafbare Tatbestand des Paragraph 32, Absatz eins, Ziffer eins, Krnt JWO ist jedoch er vollendet, wenn die Ananahme an Kindes Statt tatsächlich durchgeführt wird.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001003.X01

Im RIS seit

11.04.2003

Dokumentnummer

JWR_1975001003_19760226X01

Rechtssatz für 1003/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 9001 A/1976

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1003/75

Entscheidungsdatum

26.02.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §22 Abs1;
VStG §31 Abs2;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2665/50 E 14. April 1953 VwSlg 2931 A/1953 RS 4

Stammrechtssatz

Unter der strafrechtlichen Figur des fortgesetzten Deliktes ist eine Reihe von Einzelhandlungen zu verstehen, die vermöge der Gleichartigkeit ihrer Begehungsform und der Ähnlichkeit der äußeren Begleitumstände, verbunden mit der zeitlichen Kontinuität, zu einer Einheit zusammentreten (Hinweis E 9.12.1952, 210/50 und E 19.12.1949, 1059/47 VwSlg 1155 A/1949).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001003.X02

Im RIS seit

11.04.2003

Dokumentnummer

JWR_1975001003_19760226X02

Rechtssatz für 1003/75

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 9001 A/1976

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1003/75

Entscheidungsdatum

26.02.1976

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §22 Abs1;
VStG §31 Abs2;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2374/56 E VS 17. Juni 1958 VwSlg 4705 A/1958 RS 1

Stammrechtssatz

Der Verwaltungsgerichtshof ist entgegen der bisher vertretenen Auffassung der Meinung, daß die rechtliche Gleichstellung eines fortgesetzten Deliktes mit einem einfachen Begehungsdelikt Platz zu greifen hat. Mithin liegt im Falle des fortgesetzten Deliktes nicht nur lediglich eine selbständig strafbare Handlung vor, was die Anwendung des Paragraph 22, Absatz eins, VStG ausschließt, sondern es ist auch die Verjährungsfrist unabhängig davon, wann die strafbare Tätigkeit begonnen hat, iSd Paragraph 31, Abs2 VStG erst von dem Zeitpunkt an zu berechnen, an dem diese abgeschlossen worden ist. Da es sich im vorliegenden Falle um ein fortgesetztes Delikt handelt, konnte unter der Annahme, daß zu diesem Zeitpunkt die strafbare Tätigkeit noch nicht abgeschlossen war, die Bestrafung des Beschwerdeführers wegen eines auch schon vor mehr als drei Monaten gelegenen Verhaltens nicht als rechtswidrig angesehen werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1976:1975001003.X03

Im RIS seit

11.04.2003

Dokumentnummer

JWR_1975001003_19760226X03