Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1154/64

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6781 A/1965

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1154/64

Entscheidungsdatum

12.10.1965

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Rechtssatz

Wenn die Berufungsbehörde ein Straferkenntnis "mit der Abänderung in der Schuldfrage bestätigt" hat, obwohl die als übertreten angesehenen Normen und auch die Strafhöhe geändert worden sind, so kann darin dann keine Rechtswidrigkeit erblickt werden, wenn die Berufungsbehörde eindeutig zum Ausdruck gebracht hat, wie weit sie den Standpunkt der Behörde römisch eins. Instanz verlassen hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1965:1964001154.X01

Im RIS seit

13.09.2001

Dokumentnummer

JWR_1964001154_19651012X01

Rechtssatz für 1154/64

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6781 A/1965

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1154/64

Entscheidungsdatum

12.10.1965

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
90/01 Straßenverkehrsordnung

Rechtssatz

Die Berufungsbehörde ist nicht verpflichtet, bei Änderung der rechtlichen Beurteilung durch sie, d. h. bei Unterstellung einer Tat unter eine andere Norm, nach Maßgabe des für beide in Betracht kommende Verwaltungsübertretungen unterschiedlich festgelegten Strafrahmens die neu festzusetzende Strafe in einem genau proportionalen Verhältnis zu der von der Unterinstanz für den von ihr angenommenen Tatbestand verhängten Strafe zu bemessen.

Schlagworte

Besondere verfahrensrechtliche Aufgaben der Berufungsbehörde Spruch des Berufungsbescheides

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1965:1964001154.X02

Im RIS seit

13.09.2001

Dokumentnummer

JWR_1964001154_19651012X02

Rechtssatz für 1154/64

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6781 A/1965

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1154/64

Entscheidungsdatum

12.10.1965

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1856/53 E 6. April 1954 VwSlg 3373 A/1954 RS 1

Stammrechtssatz

Der auch für den Bereich des Verwaltungsstrafrechtes anerkannte Grundsatz des Verbotes einer REFORMATIO IN PEIUS bedeutet, dass der Beschuldigte gegenüber der im Rahmen der gesetzlich zulässigen erfolgten Bestrafung durch die Vorinstanz nicht schlechter gestellt werden darf. Es ist daher nicht zulässig, iZm der Aufhebung einer zusätzlich verhängten Verfallsstrafe die von der Vorinstanz ausgesprochene Geldstrafe (Ersatzarreststrafe) zu erhöhen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1965:1964001154.X03

Im RIS seit

13.09.2001

Dokumentnummer

JWR_1964001154_19651012X03

Rechtssatz für 1154/64

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6781 A/1965

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

1154/64

Entscheidungsdatum

12.10.1965

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §31 Abs1;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Eine Verfolgungshandlung bezieht sich auf die Tat selbst, nicht aber auf deren rechtliche Wertung.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1965:1964001154.X04

Im RIS seit

13.09.2001

Dokumentnummer

JWR_1964001154_19651012X04

Rechtssatz für 1154/64

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 6781 A/1965

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

1154/64

Entscheidungsdatum

12.10.1965

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1856/53 E 6. April 1954 VwSlg 3373 A/1954 RS 1

Stammrechtssatz

Der auch für den Bereich des Verwaltungsstrafrechtes anerkannte Grundsatz des Verbotes einer REFORMATIO IN PEIUS bedeutet, dass der Beschuldigte gegenüber der im Rahmen der gesetzlich zulässigen erfolgten Bestrafung durch die Vorinstanz nicht schlechter gestellt werden darf. Es ist daher nicht zulässig, iZm der Aufhebung einer zusätzlich verhängten Verfallsstrafe die von der Vorinstanz ausgesprochene Geldstrafe (Ersatzarreststrafe) zu erhöhen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1965:1964001154.X05

Im RIS seit

13.09.2001

Dokumentnummer

JWR_1964001154_19651012X05